Sachen, die Peter Thiel sagt

Peter Thiel ist unterhaltsam, weil er griffige Formulierungen benutzt und einfache Schemata liefert. David Holmes schreibt auf PandoDaily ganz witzig über Thiels Witzigkeit: “Today in “Peter Thiel says things.” Does society really hate tech?” (via Ralf Keuper)

Thiels kultartige Technologieanbetung ist David Holmes etwas zu schwarz-weiß-lastig – aber das kennt man ja auch bspw. von der deutschen “Netzintelligenz”. Der Blick aus der Distanz kann da ebenfalls unterhaltsam sein.

John Searle: “Elektronische Medien verarmen unsere Sinne”

Mit über 80 Jahren hat es John Searle nicht mehr nötig, aufgeregt den neuesten Moden das Wort zu reden. Und als einer der herausragenden Philosophen in der Philosophie des Geistes, der Sprache und des Sozialen hat er eine dezidierte Meinung zu den aktuellen Entwicklungen in Philosophie, Technologie und Gesellschaft.

In einem Interview im New Philosopher hält er denn auch nicht hinterm Berg. Von dem “Unsinn”, der gegenwärtig in der Philosophie veröffentlicht wird, hält er nichts. Insbesondere wenn er über die Theorie des “extended mind” (Chalmers u.a.) liest, könne er sich übergeben. Die “overexposure to electronic media” verarme unsere Sinne. Er will noch weitere Bücher über die Philosophie des Geistes veröffentlichen, und sich insbesondere mit den Klassikern “Kant, Descartes, Berkeley, Hume, Leibniz, Spinoza” auseinandersetzen. Kant sei der vermutlich größte Philosoph und eine Obsession, aber seiner Theorie von der Unerkennbarkeit des Dings an sich liege ein Fehler zugrunde.

Kürzlich hat Searle auf der TEDxCERN-Konferenz lebhaft die ganz unmodische Auffassung vertreten, dass Menschen ein Bewusstsein haben. Das Video dazu gibt es hier.

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Gegenwart

Wem so ein bisschen die Vorstellungskraft fehlt bezüglich der technologischen Entwicklung, dem vermittelt dieses Filmchen über den praktischen Nutzen von Drohnen vielleicht einen Einblick – auch wenn er deshalb nicht gleich idiotischer Dramatisierungen bedarf (aber die sind als solche ja auch wieder vielsagend mit Blick auf den Stand der Dinge).