Tangophilosophie – Die natürlichen Wurzeln des Tanzes

Nicky Clayton erforscht an der Universität Cambridge das Verhalten von Vögeln. Ihr fiel auf, wie häufig verschiedene Individuen ihre Bewegungen synchronisierten, und die Tänze verschiedener Vogelarten beeindruckten sie. Da sie selbst Tangotänzerin ist, erarbeitete sie mit einer professionellen Tanzgruppe eine Choreografie.
Der Tango Argentino ist weniger reglementiert als beispielsweise die Standardtänze. Er besteht aus einer freien Abfolge von Bewegungen (“Tangoschritten”), die im Moment des Tanzes improvisiert werden und eine tänzerische Kommunikation der beiden Tanzpartner erfordern. Die Führung besteht aus einer nicht vorherbestimmten Abfolge von Bewegungsimpulsen, auf die der geführte Tanzpartner – ganz ähnlich wie in der Musikimprovisation – unmittelbar reagiert, je nach Können und Veranlagung mit einer bestimmten Auswahl und Ausgestaltung dazu passender Bewegungsantworten.

Im Internet ist der Kakadu Snowball ja zu einiger Berühmtheit gelangt. Ich habe mal gehört, dass nur Papageien und Menschen in der Lage sind, Musik in rhythmische Tanzbewegungen umzusetzen. Eine interessante Frage jedenfalls.

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