Posts Tagged Robert Nozick

Thomas Scanlon über Libertarianismus und Freiheit

Thomas Scanlon bezweifelt in der Boston Review, dass die politischen Programme des Libertarianismus (weniger Staat, weniger Steuern …) sich auf indidividuelle Freiheit als Grundwert berufen können.

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Robert Nozick und das Ende des Libertarianismus

Bei Slate gibt es einen interessanten, aber sehr journalistischen Artikel über Robert Nozick, d.h. die Argumente sind nicht immer deutlich. Beschrieben wird die Entwicklung der libertarians, die Tatsache, dass Nozick in den späten 80ern seine frühere libertäre Position als unangemessen bezeichnet hat und die traurige, wenn nicht abstoßende heutige Realität einer konservativen Sozialideologie.

P.S.: Hier gibt es ein Interview mit Robert Nozick aus dem Jahr 2001

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Erinnerung an Robert Nozick

Am 23. Januar war der Todestag von Robert Nozick. Manwithoutqualities erinnert an Nozicks weitgespannte Interessen in der Philosophie und verlinkt einige Nachrufe auf ihn.

Nozick hat ja nicht nur “Anarchy, State, and Utopia” geschrieben, das ihn berühmt machte, das aber von seinen Bewunderern noch weniger verstanden wird als von seinen Kritikern, wie Alan Ryan 2002 im Independent feststellt. Zwar wird das Buch oft als philosophische Unterstützung für die neokonservative Politik seit den 1980ern betrachtet, doch ist die darin enthaltene Kritik des sozialen Konservativismus verheerend. Wichtiger (und kennzeichnender) waren für Nozick Bücher wie “Philosophical Explanations” (1981), “The Examined Life” (1989) und “The Nature of Rationality”.

Hilary Putnam, Thomas Scanlon und andere erinnern in einem Nachruf der Harvard Gazette an interessante akademische und biografische Details aus Nozicks Leben.
Nozick war in zweiter Ehe mit der amerikanischen Dichterin Gjertrud Schnackenberg verheiratet.

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Tanner Lectures online

Die University of Utah hat eine Webseite für die Tanner Lectures library, in der einzelne Lectures als PDF-Datei abrufbar sind. Die Liste der Referenten, die über die Jahrzehnten eine Lecture gehalten haben, ist beeindruckend: Timothy Garton Ash, Brian Barry, Antonio Damasio, Richard Dawkins, Jon Elster, Ernest Gellner, Richard M. Hare, Robert Nozick, Martha Nussbaum, Derek Parfit, Karl Popper, John Rawls, Richard Rorty, Salman Rushdie, Amartya Sen und viele andere. [via]

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Podcast mit Raymond Geuss

Raymond Geuss spricht im neuesten Podcast von Philosophy Bites über sein neues Buch (eine Rezension dazu habe ich gestern besprochen), in dem er Philosophen wie Robert Nozick oder John Rawls eine fundamentale Fehlausrichtung ihrer politischen Philosophie attestiert.

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Raymond Geuss’ neues Buch – Machtpolitik statt Moral

Adam Kirsch rezensiert Raymond Geuss neues Buch “Philosophy and Real Politics“. “I object to the claim that politics is applied ethics“, schreibt Geuss und richtet sich explizit gegen die “neo-kantianische”, liberale politische Philosophie, wie sie von Robert Nozick und John Rawls vertreten wurde. Diese seien abstrakt, unrealistisch, letzten Endes ideologische Mystifikationen. Geuss setzt dem ein marxistisch-leninistisches Politikverständnis entgegen, wonach das Bewusstsein durchs Sein korrumpiert ist, weshalb nicht moralische Gerechtigkeitserwägungen, sondern Macht der Untersuchungsgegenstand der politischen Philosophie sein solle. Er plädiert für einen “return from the present reactionary forms of neo-Kantianism to . . . neo-Leninism.

Sein Rezensent Adam Kirsch weist darauf hin, dass der Verzicht auf moralische Analyse und Gerechtigkeitserwägungen konsistent in der Position des Thrasymachus ausgedrückt ist: “The unjust is lord over the truly simple and just: he is the stronger, and his subjects do what is for his interest, and minister to his happiness, which is very far from being their own“. Dann ist aber fraglich, wie man für ein Engagement gegen Unterdrückung und Machtmissbrauch und für Solidarität argumentieren kann.

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Rawls, Liberalismus und Libertäre

David Gordon, Mitglied des Ludwig von Mises Institute, beschreibt im American Conservative in einem ausführlichen Artikel, wie Libertarians die “leftist” Positionen von John Rawls aufgenommen haben: “Going Off the Rawls“. [via]

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Oxforder John-Locke-Lectures als Podcast

Die Philosophische Fakultät der Universität Oxford stellt die aktuellen John Locke Lectures auf ihrer Webseite als Podcast bereit. Dort sind auch die Lectures aus dem vorherigen Jahr als Podcast sowie die der Jahre 2005 bis 2001 teilweise als PDF erhältlich. Zu Lectures von Philosophen, die vor 2000 in Oxford eingeladen waren (z.B. der in Deutschland bei jungen Philosophen oft unbekannte Robert Nozick, John McDowell oder Ernst Tugendhat) gibt es keine elektronischen Materialien.

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Kein Platz für Nachruf auf Nozick, man brauchte mehr Platz für Bourdieu

Sascha Tamm berichtet, wie er vor 6 Jahren zunächst einen Nachruf auf Robert Nozick hätte schreiben sollen. “Doch kurz danach erhielt ich einen Anruf von eben diesem Blatt. Man habe sich entschlossen, einen sehr ausführlichen Nachruf auf Pierre Bourdieu zu bringen, der am selben Tag gestorben sei. Deshalb sei kein Platz für Nozick.
Und völlig zurecht fährt er fort: “Das wirft ein Licht auf den Zustand der öffentlichen Meinung und eines großen Teils der Geistes- und Sozialwissenschaften. Was zählt, ist Betroffenheit und eine Sprache, die möglichst verwirrend ist. Was zählt, ist ein vermeintlich kritisches Bewusstsein … Doch das ist es, was viele der selbsternannten kritischen Geister nicht wollen: sich mit Argumenten und Prinzipien auseinandersetzen.

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