Posts Tagged Richard Rorty
Raymond Geuss über Richard Rorty
Raymond Geuss erinnert sich an Richard Rorty in Princeton. Der Text ist auch als PDF erhältlich.
Was bedeutet Nietzsche heute
Posted by Björn in Geschichte, Leute, Quellen on 2008/02/19
Peter Bergmann, Teodor Münz, Frantisek Novosád, Paul Patton, Richard Rorty, Jan Sokol und Leslie Paul Thiele beantworten bei Eurozine einige Fragen der Zeitschrift Kritika&Kontext danach, wie Nietzsches Äußerungen heute zu verstehen und zu bewerten sind. Die Antworten sind durchaus nicht einhellig.
Richard Rorty über Philosophie und Demokratie
Posted by Björn in Geschichte, Politische Philosophie, Sozialphilosophie on 2007/11/01
Ein Vortrag, den Richard Rorty 2004 in Teheran gehalten hat, ist jetzt in überarbeiteter Fassung bei Eurozine online erschienen: “Wagging the Dog – Über Demokratie und Philosophie“. Sein darin enthaltenes Plädoyer gegen Letztbegründung mündet in dem Fazit, “daß für Länder, die keine Säkularisierung durchlaufen haben oder gerade erst am Beginn einer konstitutionellen Regierungsform stehen, die Geschichte der westlichen Philosophie kein besonders lohnenswertes Forschungsgebiet darstellt.”
Ich finde diesen Schluss allerdings äußerst merkwürdig, und behaupte das glatte Gegenteil: gerade weil wir Letztbegründungen nicht zur Verfügung haben, ist die Philosophie und ihre Geschichte interessant (gerade in Teheran.) Es gibt in ihr eine ganze Reihe von Letztbegründungskritikern, die nicht den postmodernen Relativismus unterschreiben würden, und auch nicht bei Habermas ihre Zuflucht suchen, wie zum Beispiel Martha Nussbaum, Hans Albert und Karl Popper.
Was kennzeichnet Analytische Philosophie?
Posted by Björn in Analytische Philosophie, Sprache on 2007/10/26
Welches ist der richtige Stil in Analytischer Philosophie? Was sind die Kriterien für Analytische Philosophie? Gibt es noch Analytische Philosophie nach Rortys Kritik?
Einen weiteren Beitrag zu dieser Diskussion findet man bei Brian Leiter im Anschluss an eine Kritik des Stils von John McDowell – die ich auch deshalb interessant finde, weil mir während meines Studiums McDowells Texte dunkel und unerfreulich verkompliziert vorkamen.
Hans Ulrich Gumbrecht über Richard Rorty
Posted by Björn in Analytische Philosophie, Leute on 2007/07/10
Hans Ulrich Gumbrecht schreibt über seine persönlichen Erinnerungen an Richard Rorty. Gumbrecht lebt und lehrt als Germanist und Literaturwissenschaftler in den USA. Vor einem Jahr erschien ein Interview mit ihm bei Telepolis. Auszüge einer Vortragsveranstaltung mit ihm gibt es auf seiner Homepage im Real-Audio-Format.
Erinnerungen an Richard Rorty
Slate hat Philosophen und Intellektuelle nach ihren Erinnerungen zu Richard Rorty gefragt. In einem Beitrag von Stephen Metcalf finden sich die Antworten von Simon Blackburn, Martha Nussbaum, Brian Eno, Daniel C. Dennett und anderen.
Richard Rorty gestorben
Posted by Björn in Analytische Philosophie, Kulturphilosophie, Leute, Sprache, Verschiedenes on 2007/06/11
Der amerikanische Philosoph Richard Rorty ist am Freitag, 9. Juni, im Alter von 75 Jahren gestorben. Seine Bücher “Der Spiegel der Natur” und “Kontingenz, Ironie und Solidarität” haben mich sehr beeindruckt, und davon, dass dieser Eindruck nicht täuschte, konnte ich mich überzeugen, als ich den Menschen hinter diesen Büchern, Richard Rorty, bei der Verleihung des Karl-Jaspers-Preises in Oldenburg erlebt habe.
Rorty hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, zuletzt die Thomas Jefferson Medal der American Philosophical Society. Zahlreiche Nachrufe sind in Internet und Zeitungen bereits erschienen, in der NYT, auf Marginal Revolution, Manfred Geier in der SZ, Jörg Lau in seinem Weblog, besonders informativ bei Marc von der Wissenswerkstatt, Christian Schlüter in der FR, die FAZ, Jürgen Habermas in der SZ oder auch Todd Gitlin auf TPM Cafe.
A propos Naturalismus
Posted by Björn in Analytische Philosophie, Geschichte, Logischer Positivismus, Worte on 2004/07/06
“Im Gegensatz zu dem, was die Positivisten für möglich hielten, ist ontologische Sparsamkeit nicht durch eine im Lehnstuhl gepflogene “Sprachanalyse” erreichbar, sondern – wenn überhaupt – nur in der Alltagspraxis.”
(R. Rorty, Physikalismus ohne Reduktionsimus, Reclam 1993, S. 53)
Allerdings legen die von Rorty gebrauchten Beispiele selbst den Einwand nahe, dass die Praxis, die z.B. die religiöse Terminologie obsolet gemacht hat, sich doch ganz erheblich den “Lehnstuhlanalysen” eines Gallilei, Newton, Hume und Voltaire verdankt. Andererseits erhält man in Zeiten wie diesen, wo es wieder schicker wird, intellektuelles Opium zu predigen, den Eindruck, dass die fünfhundertjährige Alltagspraxis einer wissenschaftlich aufgeklärten Sprache auch ein Ende haben könnte, angetrieben wohl weniger von sprachtheoretischen Lehnstuhlanalysen als von politischen Strategien.