Posts Tagged Religion

Biografisches Detail über Alfred Jules Ayer

Peter Foges berichtet über ein biografisches Detail aus Alfred Jules Ayers letzten Lebensjahren. Ayer, dedizierter und stolzer Atheist, hatte 1988 aufgrund Sauerstoffmangels einen intensivmedizinischen Vorfall, den er beinahe nicht überlebt hatte. Foges berichtet, dass Ayer danach Vergnügen an metaphysischen Gesprächen mit einem Jesuiten fand, allerdings darauf bestand, dass sich an seiner atheistischen Überzeugung nichts geändert hat.

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Porträt von AC Grayling

Bei der australischen The Age gibt es ein sehr lesenswertes, kurzes Porträt von AC Grayling. Es enthält einige biografische Informationen, erwähnt einige seiner Bücher und zitiert seine pointierten Meinungen zu Politik, Religion und Internet.

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Linksammlung 2009-01-27

Ein Video eines im November 2009 in Moskau gehaltenen Vortrages von Jürgen Habermas mit dem Titel “Religion, Law and Politics – On Political Justice in a Multicultural World Society” ist hier zu sehen. (Das Weblog Political Theory verlinkte es unter dem Titel “The Internal Relationship Between Human Dignity and Human Rights”. Von dort auch der Link zu einem Video einer Diskussion von Habermas mit russischen Kollegen).

Die Beiträge zur jüngsten Ausgabe der Hume Studies, Volume 34, Number 1, April 2008 sind als HTML- und als PDF-Version kostenlos erhältlich. Darin u.a.:
- Politeness, Paris and the Treatise
- Reason in Hume’s Passions
- A Conversation between Annette Baier and Anik Waldow about Hume’s Account of Sympathy
- The Miseries of Life: Hume and the Problem of Evil

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Hans Albert über Fundamentalismus

Die Dankesrede, die Hans Albert zur Annahme der Ehrendoktorwürde der Universität Klagenfurt im Jahr 2007 gehalten hat, ist als PDF-Datei auf der Webseite der Uni downloadbar. Offenbar handelt es sich um das Originalmanuskript, das eine Handvoll kleinerer handschriftlicher Änderungen enthält.
Soweit ich sehe, enthält die Rede nichts Neues gegenüber den bisherigen Veröffentlichungen Alberts. Er beschreibt die religiösen Wurzeln bekannter Fundamentalismen, und deren Funktion zur Steuerung und Stabilisierung von Erkenntnissen und Autoritäten. Kritikimmunität und privilegierter Erkenntniszugang sind wesentliche Kennzeichen des Fundamentalismus. Dies steht dem Kritizismus der Aufklärung entgegen. Man kann daher nicht fordern, wie Jürgen Habermas es tut, dem religiösen Denken eine Sonderstellung einzuräumen.

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Happy Maybe Day

Heute ist Maybe Day – nach einer Idee des Schriftstellers Robert Anton Wilson, wie John Higgs im Guardian berichtet. Mal einen Tag auf alle ideologischen Gewissheiten verzichten und über die Mauern hinweg die Vielfalt der Weltbilder zur Kenntnis nehmen.

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Deja vu – Simon Blackburn über Hume, Atheismus und Religion

In der Times Higher Education schreibt Simon Blackburn aus Anlass der aktuellen Debatten um Religion, Glaube und Atheismus über David Humes “Dialoge über natürliche Religion” (Divine irony). Die gegenwärtige wortreiche Diskussion sei ärgerlich, allein schon, weil der informierte Zeitgenosse weiß, dass das alles schon mal dagewesen sei – ein Deja vu: “But it is not just that old tunes are being replayed, but that they are being replayed badly.

Die “Dialoge über natürliche Religion” von David Hume sind die klassische Abhandlung über die vorliegenden Positionen. Hume sei zu subtil, um sich selbst als Atheisten zu bezeichnen. Was man von ihm lernen könne sei die skeptische Ironie. Der Olympische Überblick über die ins Spiel gebrachten Argumente und Positionen sei für diejenigen, die sich auf spezielle Autoritäten berufen, schwer auszuhalten.

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Roger Scruton über die Notwendigkeit des Humanismus

Im American Spectator schreibt Roger Scruton eine Art nostalgische Verteidigung des Humanismus – The New Humanism: “I recognize that it was not only noble in itself, but was also a serious attempt to retain the belief in nobility without the theological vision on which that belief had once depended. It was, in effect, a proof of the ideal that it proposed: an example of how human beings can provide themselves with values, and then live up to them.

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AC Grayling nimmt Fullers “Intelligent Design” auseinander

Im New Humanist hat A.C. Grayling unter dem herrlichen Titel “Origin of the Specious” ein Buch von Steven Fuller über das sogenannte “Intelligent Design” untersucht – das, so Graylings Fazit, nicht allein schlecht sei, sondern auch einen weiteren Nagel in den Sarg der Theorie des Intelligent Design schlage.

Graylings Beitrag bereitet großes Vergnügen, indem er einerseits die britische Klarheit in der Analyse verworrener Konstrukte exemplifiziert, andererseits mit polemischen Schmankerln garniert ist, die keinen Zweifel an seiner Position aufkommen lassen:

It is sometimes hard to know whether books that strike one as silly and irresponsible, like Dissent over Descent, the latest book from Steve Fuller, are the product of a desire to strike a pose and appear outrageous (the John Gray syndrome), or really do represent that cancer of the contemporary intellect, post-modernism. I suppose putatively sincere extrusions of the post-modern sensibility might henceforth deserve to be known as “the Steve Fuller syndrome”.”

Wer Spaß an bester britischer Kritik eines klaren Kopfes hat, dem sei der Text sehr empfohlen.
Und – the fun continues: Fuller hat auf Graylings Beitrag geantwortet, Grayling schließlich wieder darauf.
[via Brian Leiter]

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Moral ohne Gott. Natürlich.

Ronald Aronson hat “Living Without God: New Directions for Atheists, Agnostics, Secularists, and the Undecided” veröffentlicht, das Doug Ireland im New Humanist sehr begrüßt. Gut. Wichtig. Zurecht. Aber wtf? Die Moralphilosophie füllt seit 2500 Jahren ganze Bibliotheken mit Konzepten, die ohne Gott und übernatürliche Wesen auskommen. Das ist state of the art. Wie wäre es mit Aristoteles, mit David Hume, Voltaire, Immanuel Kant, Arthur Schopenhauer, John Stuart Mill, Bertrand Russell, John Leslie Mackie, John Rawls, Richard M. Hare, usw. usw.?
Also, vermutlich ein interessantes Buch. Aber mal grundsätzlich zur heißen Luft, die da derzeit umgewälzt wird: religiöse Konzeptionen sind weit zurück in der Defensive, weit und breit kein argumentatives Land zu sehen für sie. [via TPM]

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Die Relevanz von Wissenschaft und Aufklärung

Telepolis: Im August (2006) berichtete das Wissenschaftsmagazin “Science”, dass nur 40 Prozent der amerikanischen Bevölkerung an das Konzept der Evolution glauben.

George Smoot: Das finde ich beunruhigend, geradezu beängstigend. … Zu sagen, es hätte keinen Big Bang gegeben, entspricht der Behauptung, dass die Erde flach ist. Ich denke, dass es sehr wichtig für die Zukunft der Menschheit wäre, dass die Leute wieder aufgeklärter und rationaler werden.

Aus einem Interview mit dem Phyisker George Smoot, der 2006 den Nobelpreis für seine Untersuchung der kosmischen Hintergrundstrahlung, in der es auch um das Echo des Urknalls ging, erhielt. Es erschien in Telepolis special “Kosmologie” 2/2007. Online findet sich das Interview hier.

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Podcasts: Rousseau und Zivilisation, Locke und Toleranz

Auf Philosphy Bites gibt es wieder neue Podcasts:
- Melissa Lane über Rousseau und seine Auffassung von der Zivilisation
- John Dunn über John Locke und religiöse Toleranz u.a.

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Religion und Kultur und die Unterdrückung der Frauen

Bei Butterflies and Wheels gibt es eine Übersicht über den aktuellen Status von Frauen in verschiedenen kulturellen Systemen mit zahlreichen weiterführenden Links: “a great many women lead lives of misery and sometimes of plain horror.” Dies ist eine aufrüttelnde Übersicht. Dieses Thema bleibt nach wie vor das Wichtigste für jede emanzipatorische, humanistische, liberale Agenda. Butterflies and Wheels: Women Under Theocracy

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