Sachen, die Peter Thiel sagt

Peter Thiel ist unterhaltsam, weil er griffige Formulierungen benutzt und einfache Schemata liefert. David Holmes schreibt auf PandoDaily ganz witzig über Thiels Witzigkeit: “Today in “Peter Thiel says things.” Does society really hate tech?” (via Ralf Keuper)

Thiels kultartige Technologieanbetung ist David Holmes etwas zu schwarz-weiß-lastig – aber das kennt man ja auch bspw. von der deutschen “Netzintelligenz”. Der Blick aus der Distanz kann da ebenfalls unterhaltsam sein.

Technoliberale Neocons?

Die zentralen Ideen und Argumente, die man bei Peter Thiel (im vorigen Beitrag erwähnt) findet, sind natürlich allen denjenigen einigermaßen vertraut, die die Debatten um Libertäre und Neocons der letzten Jahrzehnte kennen. Ich bin zu faul derzeit mit vielen anderen Dingen beschäftigt, aber Ralf Keuper gibt einen Überblick über einige Aspekte dieser Thematik.

Peter Thiel – eher banal als genial?

Auf Deutschlandradio Kultur bespricht Johannes Kaiser das neue Buch “Zero to One” von Peter Thiel kritisch: “Banale Start-Up-Philosophie“.

Peter Thiel ist ein erfolgreicher Silicon-Valley-Unternehmer, der in den USA und den üblichen Internetforen begeisterte Anhänger hat. Er ist eloquent, und selbstbewusst. An der Stanford University hat er ein Seminar gegeben, aus dem nun dieses Buch über Start-Up-Philosophie hervorgegangen ist. Johannes Kaiser bewertet es als schlichte Küchenphilosophie.

Thiels eindimensionale Innovationsgläubigkeit vermenge sich mit banalen Weisheiten über Anzugträger und pessimistische Europäer und den üblichen politischen und ökonomischen Lehrsätzen amerikanischer Konservativer. Entgegen seinem Image entlarve sich Thiel in seinem Buch gerade nicht als Querdenker.

Weitere Artikel über Peter Thiel gab es in den letzten Tagen bei Spiegel und FAZ.