Posts Tagged Ökonomie

Axel Honneth im TV-Interview

Im Schweizer Fernsehen wurde Axel Honneth zu seinem neuen Buch “Das Recht der Freiheit” interviewt. Das Interview kann als Video im Portal der Sternstunden Philosophie oder beim Suhrkamp-Verlag angesehen werden, oder von der Webseite der Sternstunden runtergeladen werden (Videolink, Audiolink). [via Habermas-Rawls-Blog]

In dem einstündigen Gespräch spricht Honneth von “einer seltsamen Aktualität” der Kritischen Theorie. “Ich hab das auch selber nie für möglich gehalten, weil ich immer dachte, es ist doch veralteter als man meint. Gerade so Überlegungen … zu dem, was man die Durchökonomisierung nennen könnte, dass tatsächlich mehr und mehr Lebensbereiche erfasst werden von einem ökonomischen Imperativ …“. Diese Diagnose sei besonders in Adornos “Minima Moralia” zu finden.

Weitere Beiträge zu Honneths Buch findet man im Philoblog ausgehend von diesem Link.

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Keynes vs. Hayek – Teil 789

Soll die Öffentliche Hand investieren oder sparen? Soll man Keynes oder Hayek folgen? Die BBC hat dazu eine aktuelle Debatte vom 26. Juli an der London School of Economics als Podcast veröffentlicht.

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Ulrich Beck, Jürgen Habermas, Bernard-Henri Lévy und andere fordern ein Ende der europäischen Ad-Hoc-Politik

In einem in der Zeit veröffentlichten offenen Brief fordern einige europäische Intellektuelle und Politiker ein Ende der unsystematischen Ad-Hoc-Politik in der EU. Auf die Krise in der Eurozone würden Entscheidungsträger nur reagieren, woraus Verwirrung und Misstrauen entstünden. Stattdessen müsse die politische Agenda wieder übernommen werden, um die institutionellen Mängel der Eurozone zu korrigieren. “Wir brauchen einen glaubwürdigen neuen Vorschlag für Wirtschaftsreformen und Wachstum … . Was wir nicht brauchen, sind immer neue Runden von Sparmaßnahmen, die weder Vertrauen noch wirtschaftliche und soziale Nachhaltigkeit erzeugen.”

Zu den Unterzeichnern gehören Ulrich Beck, Peter Bofinger, Jürgen Habermas, Bernard-Henri Lévy, Gesine Schwan und andere.

Die englische Version findet sich im Guardian.

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Wissenschaftliche Standards der Ökonomie prüfen

Eric Schliesser:

here is the weirdness: philosophers have spent a huge amount of energy exposing psycho-analysis, intelligent design, and Marxism as pseudo-science, yet we remain remarkably reluctant to say anything about our good friends, the economists.

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Praktisch denken

In einem neuen Artikel bei “Metaphilosophy” konstatiert Philip Kitcher, dass die zeitgenössische (englischsprachige) Philosophie in einer Art scholastischer Selbsthingabe um sich selbst kreise. Es sei aber Aufgabe der Philosophen, sich mit Themen zu beschäftigen, die in der Gegenwart aktuell sind. [via Leiter Reports, interessante Kommentare]

Diese Frage lässt sich natürlich auch für die deutschsprachige Philosophie aufwerfen, und sie wird ja auch immer mal wieder diskutiert. Kitchers Darstellung scheint mir zutreffend zu sein. Er weiß wovon er spricht. Und meines Erachtens betrifft dies nicht nur eine “Schulrichtung”.

Tatsächlich gibt es natürlich Philosophen, die sich mit aktuellen Fragen der Zeit beschäftigen. Und es ist natürlich auch richtig, dass sich Philosophen mit Spezialfragen ihrer Disziplin beschäftigen müssen. Außerdem ist es auch so, dass die Öffentlichkeit nicht immer Beiträge von Philosophen zu Fragen der Zeit zur Kenntnis nimmt, sei es, weil sie nicht den Moden des Zeitgeistes entsprechen, oder weil sie in den betreffenden Debatten von schrillen Polemiken übertönt werden, die ja oft wirkungsvoller sind.
Es wäre schon Einiges gewonnen, wenn die Philosophen innerhalb ihres Faches häufiger Standpunkte zu aktuellen Fragen der Zeit diskutieren würden, in der Hoffnung, dass sich daraus Übersichten und Kommentare ergeben, die ein breiteres Publikum mit Argumenten versorgen.

Einen übrigens recht konkreten Artikel zu brennenden Fragen der Zeit hat der Nobelpreisträger Joseph Stiglitz bei Vanity Fair veröffentlicht. Er kritisiert darin die krasse Ungleichheit in den USA, die, gestützt auf unzutreffende Argumente, durch die Politik verstärkt werde. Doch Stieglitz hält diese Ungleichheit für zerstörerisch.

Vielleicht sollten Philosophen auch häufiger mal bei Brigitte oder Schöner Wohnen schreiben.

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Der Sozialdemokrat Adam Smith

Wieder ein interessantes Stück über Adam Smith, das gängige Fehlinterpretationen sowie die üblichen Auswüchse der Ökonomie ins richtige Licht rückt, diesmal beim American Conservative:

“For one thing, Smith roundly mistrusted businessmen. In addition to the sallies already quoted, he insisted that businessmen, for all they may talk of freedom and fairness, ‘generally have an interest to deceive and even oppress the public.‘ One example out of many from The Wealth of Nations:

Our merchants and master-manufacturers complain much of the bad effects of high wages in raising the price, and thereby lessening the sale of their goods both at home and abroad. They say nothing concerning the bad effects of high profits. They are silent with regard to the pernicious effects of their own gains. They complain only of those of other people.’”

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Hayek vs. Keynes Rap, v.2

Anfang des Jahres begeisterte die Webseite EconStories mit dem Hayek-vs.-Keynes-Rap. Der Economist veranstaltete nun am 25. Oktober ein Forum mit Finanzmanagern, Politikern, Bankern und Ökonomie-Nobelpreisträgern, auf dem der Song live aufgeführt wurde. In einer anschließenden Diskussion schilderten die Produzenten und Darsteller ihre Ideen und Pläne. Hier der bericht dazu bei EconStories [via]

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Hayek vs. Keynes – als Rap

Die Seite econstories.tv von John Papola und Russ Roberts will über ökonomisches Denken aufklären. Dort ist jetzt ein Musikvideo erschienen, in dem John Maynard Keynes und F. A. Hayek in Form eines Rap-Songs ihre Ansichten zu Ökonomie und Wirtschaftspolitik zum Besten geben. Der Text ist auf der Seite ebenfalls zu lesen. Das Alles ist ziemlich gut gemacht und auch inhaltlich erstaunlich gut – mit einer Ausnahme, die bei weissgarnix erwähnt wird, die das Video aber auch als “genial” bezeichnen. Dort findet sich in den Kommentaren auch eine deutsche Übersetzung.
Der Song ist bei econstories.tv kostenlos erhältlich.

Update: Jetzt gibt es auch eine neue Version davon.

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Milton Friedman über Gier und Kapitalismus


[via]

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Podcast und Bericht zu Amartya Sens Buchvortsellung

Am Montag hat Amartya Sen an der LSE einen Vortrag aus Anlass der Veröffentlichung seines neuen Buches “The Idea of Justice” gehalten.

Die LSE bietet den Vortrag als MP3-Datei zum Download an.
Die Zeitung The Telegraph aus Kalkutta berichtet über das Ereignis.

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Porträt über und Vortrag von Amartya Sen

The Independent hat ein ausführliches Porträt von Amartya Sen (Nobelpreis für Ökonomie 1998) [via greater or smaller].
Aus Anlass der Veröffentlichung seines neuen Buches “The Idea of Justice” hält Sen nächsten Montag an der London School of Economis einen Vortrag (6.30-8pm britische Zeit), der als Live Webcast verfolgt werden kann.



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Band mit Aufsätzen von Viktor Vanberg (Einführung Hans Albert)

Anlässlich des 65. Geburtstags Viktor Vanbergs haben Nils Goldschmidt und Michael Wohlgemuth einen Band mit Aufsätzen Vanbergs herausgegeben, der nun als unveränderte Studienausgabe vorliegt: “Wettbewerb und Regelordnung“. Eine Einführung mit dem Titel “Viktor Vanberg und das sozialwissenschaftliche Erkenntnisprogramm” hat Hans Albert verfasst.
Vanberg war unter anderem Mitarbeiter James Buchanans, Leiter des Walter Eucken-Instituts und Professor für Wirtschaftspolitik. Seine Texte zeichnen sich durch klare Argumentation und leichte Lesbarkeit aus. Er untersucht die methodologischen und sozialphilosophischen Grundlagen eines Programms, das Buchanans Verfassungsökonmik und den durch den Evolutionsgedanken geprägten Liberalismus Friedrich August Hayeks ausformulieren will. Er plädiert für eine Ökonomik als erfahrungswissenschaftlich orientierte “Lebenswissenschaft”, und knüpft damit an Hans Alberts Kritik des ökonomischen “Modell-Platonismus” an.

Sein Ansatz steht in der individualistischen Tradition der Schottischen Moralphilosophie, den er 1975 in dem Buch “Die zwei Soziologien. Individualismus und Kollektivismus in der Sozialtheorie” dargestellt hat. Dieses Buch ist ein Meilenstein der sozialphilosophischen Literatur, in dem es die zwei gegensätzlichen Leitbilder, die die Sozialwissenschaften der letzten Jahrhunderte geprägt haben, analysiert.

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