Posts Tagged Neuroethik
Rezension des “Oxford Handbook of Philosophy and Neuroscience”
Posted by Björn in Neuroethik, Philosophie des Geistes, Psychologie on 2010/10/01
Gary Hatfield hat bei Notre Dame Philosophical Reviews eine ausführliche Rezension des von John Bickle herausgegebenen “Oxford Handbook of Philosophy and Neuroscience” (OUP 2009, 635 Seiten) veröffentlicht. Das Buch enthält 23 Beiträge, die in sieben Teilen organisiert sind:
Part I: Explanation, Reduction, and Methodology in Neuroscientific Practice
Part II: Learning and Memory
Part III: Sensation and Perception
Part IV: Neurocomputation and Neuroanatomy
Part V: Neuroscience of Motivation, Decision Making, and Neuroethics
Part VI: Neurophilosophy and Psychiatry
Part VII: Neurophilosophy
Hatfield stellt fest, dass es sich nicht um ein Handbuch handelt, das seine Aufgabe darin sieht, einen fortgeschrittenen Überblick eines Sachbereiches zu bieten. Dazu fehle es an einer systematischen Darbietung von Einzelfragen und einer Diskussion aller relevanten methodologischen Fragen. Der Herausgeber erklärt dies damit, dass Philosophie und Neurowissenschaften noch ein junges, sich entwickelndes Feld sei.
Insofern ist der Band, so Hatfield, eher eine Sammlung von Forschungsüberblicken bestimmter Autoren, was sich auch darin manifestiere, dass kaum andere Philosophen, die sich mit den neurologischen Aspekten der Geist-Gehirn-Beziehung beschäftigen, zitiert würden. Auch ein Kapitel zur historischen Entwicklung des Sachbereiches fehle; allerdings steuere William Bechtel in seinem Beitrag einen Teil dazu bei. (In einer Fußnote kritisiert Hatfield außerdem Patricia Churchlands Buch “Neurophilosophy” als “noteworthy for its lack of attention to actual theories in scientific (as opposed to a mythical “folk”) psychology and for its mischaracterization of the theories on memory that it does discuss“.)
Folglich empfiehlt Hatfield das Buch offenbar weniger als Handbuch als vielmehr als Sammelband verschiedener Beiträge zu unterschiedlichen Fragestellungen in diesem Arbeitsgebiet:
The volume is to be commended for collecting chapters that address issues of reduction, intentional eliminativism, enactivism, and the extended mind, as well as several nuts-and-bolts case studies in the practice of neuroscience. Depending on one’s specific interests, there is more or less to find. It is a good starting place especially for those interested in current controversies in the neuroscientific reduction of memory consolidation. (NDPR)
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Sucht und Selbstkontrolle – Patricia Churchland über Entscheidungen
Posted by Björn in Neuroethik, Philosophie des Geistes, Psychologie, Rationalität on 2010/08/29
Auf einer Konferenz des Oxford Centre for Neuroethics unter dem Titel “Mechanisms of Self-Control: The lessons from Addiction” referiert Patricia Churchland und diskutiert mit George Ainslie. (Das Embedding des Videos funktioniert leider nicht wie angegeben, aber es kann auf der Webseite angesehen werden.)
Von der Neuroethik zum Neurorecht?
Posted by Björn in Buecher, Ethik, Persönlichkeitsrechte, Philosophie des Geistes, Psychologie, Rechte on 2010/01/29
Bei Vandenhoeck & Ruprecht ist eine Aufsatzsammlung mit dem Titel “Von der Neuroethik zum Neurorecht?” erschienen, herausgegeben von Stephan Schleim, Tade Matthias Spranger und Henrik Walter. Er befasst sich mit den philosophischen, psychologischen und rechtswissenschaftlichen Fragen, die der Fortschritt der modernen Neurowissenschaften aufwirft. Wie sind die Erkenntnisse der modernen Hirnforschung zu verstehen, und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die genannten Disziplinen? Das Buch enthält elf Beiträge, unter anderem von Dieter Birnbacher, Stephan Schleim, Henrik Walter und Klaus Günther.
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Zweiter Teil des Videointerviews mit Stephan Schleim zu Neuro-Enhancement
Posted by Björn in Ethik, Medizinethik, Moralphilosophie, Psychologie on 2009/08/25
Der zweite Teil des Videointerviews, das Arvid Leyh mit dem Philosophen Stephan Schleim zum Thema Neuro-Enhancement geführt hat, ist jetzt auch veröffentlicht (hier, oder direkt bei Vimeo hier). Darin geht es, wie Stephan Schleim hier im Blog kommentiert hat, “aus ethisch-philosophischer Sicht … um die wesentlich interessanteren Fragen.” Sehenswert!
Neuro-Enhancement und Neuroethik: Neil Levy
Posted by Björn in Akademisches, Bioethik, Ethik, Glück, Leute, Medizinethik, Moralphilosophie, Psychologie on 2009/08/24
Neil Levy hat den Eureka Prize for Research in Ethics 2009 der Australian Catholic University erhalten. Der Webseite des Australian Museum zufolge ist Levy (University of Melbourne und Oxford University) ein Pionier der Neuroethik. Er vertritt die These, dass – informierte Einwilligung vorausgesetzt – psychopharmazeutische Behandlung der individuellen Authentizität keinen Abbruch tut. “Dr Levy also argues we need to stop seeing the brain as sacrosanct.”
Seine Positionen hat Levy in dem Buch Neuroethics: Challenges for the 21st Century dargelegt. [via]
Update: Boing Boing hat einen Bericht zur Verwendung von chemischen Substanzen zu militärischen Zwecken. Er bezieht sich auf einen Artikel von Malcolm Dando in Nature: Biologists napping while work militarized. Um das Offenkundige explizit zu machen: Natürlich hat dieser Einsatzzweck nichts mit informierter Einwilligung zu tun. Ausführlicher äußert sich dazu Stephan Schleim: “Neuro-Waffen auf dem Vormarsch”.
Interview mit Stephan Schleim zum Neuro-Enhancement
Posted by Björn in Ethik, Medizinethik, Moralphilosophie, Philosophie des Geistes, Psychologie on 2009/07/29
Arvid Leyh hat mit dem Philosophen Stephan Schleim ein Videointerview zum Thema Neuro-Enhancement geführt, dessen erster Teil jetzt auf seinem Weblog Braincasts erschienen ist.
Stephan Schleim hat auch eine Webseite zu Neuro-Enhancement.
Braincast 165 – Neuro-Enhancement 1 from Anita Leyh on Vimeo.
Demnächst wird dann wohl der zweite Teil des Videos bei Braincasts erscheinen.
Weitere Philoblog-Beiträge zum Enhancement finden sich hier und hier.
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Leistungssteigernde Pharmazeutika
Posted by Björn in Ethik, Medizinethik, Moralphilosophie, Psychologie on 2009/06/05
Bei Neuroanthropology gibt es einen guten Überblicksartikel zur Frage, was von den neuen leistungssteigernden Mitteln für mentale / kognitive Fähigkeiten zu halten ist: The New Performance Enhancing Drugs. Ritalin und Adderall werden in ihren erwünschten und unerwünschten Effekten beschrieben. Erfreulicherweise enthält der Artikel auch eine qualifizierte ethische und soziokulturelle Bewertung. Er kommt zu dem Schluss:
Cognitive enhancers do provide significant long term mental benefits and arguably some social benefits. However, as we have argued, these benefits are outweighed by the physical side effects and social ramifications that such use would entail.
Podcast mit Allen Buchanan über Enhancement
Posted by Björn in Bioethik, Biologie, Ethik, Moralphilosophie, Psychologie, Technik on 2009/05/27
Der neueste Podcast von Nigel Warburton auf Philosophy Bites ist mit Allen Buchanan über Enhancement. Was ist von neuen Technologien zur Verbesserung unserer biologischen Konstitution zu halten?
Literaturlisten für Neuroökonomie und Neuroethik
Posted by Björn in Ökonomie, Ethik, Links, Moralphilosophie, Psychologie, Rationalität on 2009/05/04
Bei Brainethics gibt es eine Literaturliste zum Thema “Neuroeconomics”, die für einen Kurs zusammengestellt wurde. Die meisten Titel darin sind glücklicherweise im Internet zugänglich.
Bereits seit 2006 führt Brainethics eine Leseliste zur Neuroethik, die sehr umfangreich ist, allerdings keine Links enthält.
Thomas Metzinger im Deutschlandradio über Neuro-Enhancement
Posted by Björn in Bioethik, Ethik, Philosophie des Geistes, Psychologie on 2009/01/14
Vor einer Woche sprach Thomas Metzinger im Deutschlandradio über Neuro-Enhancement bzw. Cognitive-Enhancement, also medikamentöse Beeinflussung von Konzentration, Erinnerungsvermögen und Wachsamkeit. Das Transskript ist hier zu lesen.
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