Posts Tagged Moral

War Hume ein Utilitarist?

Hume “concludes that we tend to feel a sentiment of approbation for actions or traits of character that are “useful or agreeable to ourselves or others.” This formula, which he repeats many times, has led some commentators to conclude that Hume is a utilitarian, but I think that is a mistake. Hume does not say that we ought to approve of what is useful or agreeable to ourselves or others. He simply observes that we do, and if someone [such as Kant, for example] were to argue that we ought not to base our moral approbation on these considerations, Hume would, I think, reply that in fact we do, and short of changing human nature, there is nothing we can do about altering our natural tendencies.”

(Robert Paul Wolff, The Philosophy of Hume – Part Thirteen, Sept. 14, 2011)

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3sat-Interview mit Richard David Precht

Vor kurzem hat Peter Voß auf 3sat Richard David Precht interviewt. Die 45-minütige Sendung ist bei 3sat online abrufbar. Darin geht es vor allem um Moral, Kapitalismus und die Thesen aus Prechts Buch “Die Kunst, kein Egoist zu sein”.

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Richard David Precht auf WDR 5

Am 7.7.2011 wird Richard David Precht von 20:05 bis 21:00 Uhr auf WDR 5 zu hören sein. Ausgestrahlt wird sein Vortrag vom Kölner Literaturfestival lit.cologne. Es geht um das Thema seines Buches “Die, Kunst, kein Egoist zu sein”. Der Vortrag hat den Titel “Bonobos und die Kunst, Gutes zu tun”.
Prechts Buch gibt für philosophisch Interessierte einen sehr guten Überblick über aktuelle Diskussionen in der Philosophie und den dazugehörigen naturwissenschaftlichen Entwicklungen.

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Kurt Baier gestorben

Der Moralphilosoph Kurt Baier (1917 – 2010) emigrierte 1938 nach dem Einmarsch der Nazis in Österreich nach Großbritannien, wo er als “friendly enemy alien” interniert und dann nach Australien geschickt wurde (Biografie hier). Dort studierte er Philosophie. 1952 erhielt er seinen DPhil von der Oxford University. Später lehrte er an der Universität Pittsburgh. Er war verheiratet mit Annette Baier. Kurt Baier starb vor Kurzem in Neuseeland.

Sein 1958 veröffentlichtes Buch “The Moral Point of View” dürfte sein bekanntestes sein. 1995 veröffentlichte er “The Rational and the Moral Order: The Social Roots of Reason and Morality”, in dem er eine Begrüdnung für Moral lieferte, ohne auf prekäre Annahmen über Altruismus angewiesen zu sein. Er will zeigen, dass rationale Gründe für Moral existieren. Baier hat dazu beigetragen, den Fokus der Moralphilosophie nach der Phase der eher akademischen sprachphilosophischen Analysen wieder mehr auf konkrete moralische Fragestellungen zu lenken.
Nachrufe beim Standard und Brian Leiter.

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Ekel und Menschlichkeit in der Politik – ein Interview mit Martha Nussbaum

Bei The Nation ist ein Interview mit Martha Nussbaum über ihr neues Buch “From Disgust to Humanity: Sexual Orientation and Constitutional Law” erschienen. Darin geht es darum, dass Aversionen gegen Fremdartiges nicht als moralische Rechtfertigung politischer Regelungen taugen.

I don’t think any emotion should be trusted on its own without being constantly in dialogue with moral principles. At every point, whether it’s anger or fear or any emotion–even compassion, which can, of course, lead you to favor your family against other people–you should always be asking, Is this consistent with the idea of a society of people who are free and equal?“.

Vor diesem Hintergrund seien Argumente gegen homosexuelle Ehen nicht haltbar, weil inkonsistent. “We don’t think that heterosexuals who are flaky, silly or awful, Britney Spears marrying on a whim and then divorcing almost immediately, we don’t think that that taints the institution of heterosexual marriage.“.

Nussbaum plädiert für eine Politik der Menschlichkeit, die auf der Fähigkeit beruht, andere Personen als uns ähnlich wahrzunehmen und sie zu respektieren. Unterschiedliche sexuelle Orientierungen rechtfertigen keine unterschiedliche Behandlung vor dem Gesetz. John Stuart Mill hat besonders sorgfältig die Frage gesellschaftlicher Regulierung privaten Verhaltens untersucht – daran möchte Nussbaum anknüpfen und hofft, dass seine Einsichten sich in diesen Fragen weiter verbreiten.

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John Stuart Mill: Utilitarismus ohne Konsequenzialismus

Daniel Jacobsons Artikel in der Philosophical Review 117-2, pp. 159-191, “Utilitarianism without Consequentialism: The Case of John Stuart Mill” ist bei Philosopher’s Annual als einer der zehn besten Artikel des Jahres 2008 aufgeführt und dort als PDF-Datei erhältlich. [via]
Obwohl in der üblichen Definition der Konsequenzialismus ein Bestandteil des Utilitarismus ist, will Jacobson zeigen, dass Utilitarismus ohne Konsequenzialismus logisch möglich ist und dass genau dies die Position von Mill gewesen sei. In der gängigen Interpretation sei ein wichtiger Aspekt von Mills Theorie übergangen worden, der seinen unorthodoxen Utilitarismus gerade besonders interessant mache.

“I refer here to Mill’s sentimentalist metaethics, which proves crucial for understanding his view of morality as comprising just one distinct sphere within what he called “the Art of Life, in its three departments. Morality, Prudence or Policy, and Aesthetics; the Right, the Expedient, and the Beautiful or Noble, in human conduct and works”.

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Wie entstand Altruismus beim Menschen?

In der evolutionären Altruismusdiskussion der letzten Jahrzehnte wurde es oft als ausgeschlossen angesehen, dass Altruismus durch natürliche Selektion erklärt werden kann. Eine Vermutung Darwins findet neuerdings Befürworter, wie der Independent berichtet: die Bedingungen kontinuierlicher Kriegführung in frühen Jäger- und Sammlergesellschaften könnten diejenigen Stammesverbände bevorteilt haben, deren Mitglieder in der Lage waren, altruistisches Verhalten auf eigene Kosten zu zeigen.

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Podcast mit Michael Sandel

Auf Philosophy Bites ist der neue Podcast mit Michael Sandel erschienen. Es geht um die Frage “What Shouldn’t Be Sold“. Was sind die moralischen Grenzen des Marktes? Dies ist übrigens der 100. Podcast der Reihe Philosophy Bites von Nigel Warburton.

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Moral und Gefühl bei Säugetieren?

Der Ökologe Marc Bekoff (University of Colorado, Boulder) glaubt, dass in den Gehirnen aller Säugetiere eine moralische Komponente hart verdrahtet sei. Bekoff, der zusammen mit Jane Godall ein Buch über die Verpflichtung zum Erhalt der Umwelt geschrieben hat, hat jetzt mit der Moralphilosophin Jessica Pierce “Wild Justice” veröffentlicht, worin argumentiert wird, dass es bei Säugetieren einen angeborenen Sinn für Gerechtigkeit und Empathie gebe, der helfe, in sozialen Gruppen Aggression einzudämmen und Kooperation zu fördern. Es gäbe immer mehr Belege dafür, heißt es in einem Artikel des Telegraph: “Recent neurology work has also revealed that distantly related mammals such as whales and dolphins have the same structures in their brains that are thought to be responsible for empathy in humans. Other findings have also suggested that some animals may even be capable of showing empathy with the suffering of other species.
Bekoffs Thesen stoßen auf Skepsis und Widerspruch bei anderen Wissenschaftlern. Der Telegraph zitiert Frans de Waal: “I don’t believe animals are moral in the sense we humans are – with well developed and reasoned sense of right and wrong – rather that human morality incorporates a set of psychological tendencies and capacities such as empathy, reciprocity, a desire for co-operation and harmony that are older than our species. Human morality was not formed from scratch, but grew out of our primate psychology. Primate psychology has ancient roots, and I agree that other animals show many of the same tendencies and have an intense sociality.” [via]

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Kann man durch Sex mit Robotern betrügen?

Betrügt man seinen Partner, wenn man Sex mit einem Roboter hat? Dieses Video ist ein gutes Beispiel dafür, was Philosophie kann (und was dieser Witz von Elliott Sober treffend auf den Punkt bringt) – Gedankenexperimente:

Watch more Asylum videos on AOL Video

[via Wide Scope]

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Moral Psychology

Bei MIT Press hat Walter Sinnott-Armstrong 2007 und 2008 drei Bände unter dem Titel “Moral Psychology” herausgebracht, die Aufsätze von zahlreichen Philosophen und Psychologen versammeln. Zu jedem Aufsatz gibt es Anmerkungen anderer Autoren, die wiederum vom jeweiligen Verfasser beantwortet werden.
Die Bände sind folgenden Themen gewidmet:
Vol. 1: The Evolution of Morality: Adaptations and Innateness
Vol. 2: The Cognitive Science of Morality: Intuition and Diversity (eine Rezension gibt es hier)
Vol. 3: The Neuroscience of Morality: Emotion, Brain Disorders, and Development

Die Stanford Encyclopedia of Philosophy hat einen enzyklopädischen Online-Artikel zu “Moral Psychology: Empirical Approaches“. Und in der englischen Wikipedia gibt es einen Überblicksartikel.
Außerdem gibt es von der Moral Psychology Research Group eine Website, die auch eine Literaturliste enthält.

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Moral – Kultur oder Natur?

“Beides”, sagt Dan Jones im Prospect Magazine. “The picture emerging shows the moral sense to be the product of biologically evolved and culturally sensitive brain systems that together make up the human ‘moral faculty.’

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