Das Nobelpreis-Interview mit Alice Munro

Alice Munro bemüht keine esoterischen postmodernen, philosophischen oder politischen Theorien. Sie ist nicht nur die Verfasserin beeindruckender Kurzgeschichten, sondern auch als Schriftstellerin beeindruckend. Ihre Fähigkeit, das Wesentliche auf den Punkt zu bringen, macht sie auch menschlich so besonders: eine wache, ebenso kritische wie freundliche Frau. Sie hat viel zu erzählen ohne sich durch exaltierte intellektuelle Allüren aufdrängen zu müssen. Das Videogespräch, das 2013 mit ihr anstelle der Nobel Lecture aufgezeichnet wurde, ist auf YouTube online:

Materialien zu Hesses “Narziß und Goldmund”

Volker Michels hat bei Suhrkamp einen Band mit Dokumenten und Texten rund um Hermann Hesses Roman “Narziß und Goldmund” herausgegeben. Nach der aufwühlenden Lebensphase, in der Hesse den “Steppenwolf” schrieb, erreichte er wieder mehr innere Ruhe und konzipierte die Geschichte der beiden gegensätzlichen Charaktere Narziß und Goldmund. Das Buch ist bis heute einer seiner größten Erfolge. In seiner philosophisch feinfühligen Psychologie, aber auch in seinem Bild von Geschichte und Kultur ist es das genaue Gegenteil dessen, was in den 1930er Jahren zum herrschenden Dogma in Deutschland wurde. (Sogleich nach Kriegsende, 1946, erhielt Hesse übrigens den Nobelpreis für Literatur für sein Gesamtwerk.) Die nun bei Suhrkamp erschienene “Dokumentation zur Entstehungs- und Wirkungsgeschichte” enthält eine Chronik, Fragmente, Selbstzeugnisse Hesses zum Buch und Texte aus dem Umkreis.

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Literaturpreis für Rüdiger Safranski

Rüdiger Safranski erhält den Literaturpreis 2014 der Konrad-Adenauer-Stiftung. Die Stiftung würdigt damit Safranskis Biografien. Seine philosophische Essayistik zeichne sich durch Anschaulichkeit und Eleganz aus. Safranski hat Bücher unter anderem zu Schopenhauer, Nietzsche, die Romantik, Schiller und Goethe geschrieben. Zu den bisherigen Preisträgern zählen Autoren wie Uwe Tellkamp, Cees Noteboom, Daniel Kehlmann, Herta Müller, Hilde Domin und Sarah Kirsch.

Galileo, der Literat

Galileo hat nicht nur mit Werkzeug, Instrumenten und Formeln hantiert. Er hat auch gelesen, und zwar Literatur. Poesie.

Er hat Petrarca und Dante kommentiert. Ariosts “Orlando furioso”, den “Rasenden Roland”, hat er besonders geschätzt. Und sich selbst an poetischen Formen versucht, beispielsweise an Sonetten. Das berichtet John Heilbron.

Bieris “Nachtzug nach Lissabon” wird mit Jeremy Irons verfilmt

Seit 2011 laufen die Planungen zur Verfilmung des Romans “Nachtzug nach Lissabon” von Pascal Mercier aka Peter Bieri. Die Dreharbeiten sollen laut Webseite zum Film bereits im Mai 2012 abgeschlossen sein, mit Jeremy Irons in der Hauptrolle des Raimund Gregorius. In weiteren Rollen sollen Bruno Ganz, Martina Gedeck und Charlotte Rampling spielen. Der Filmstart ist für 2013 angekündigt.
Auf dieser Seite gibt es eine Videoreportage zum Film, in der auch Peter Bieri zu Wort kommt.

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