Post-Irgendwas … äh … -Internet-Art

Während Millionen von Menschen die Euphorie der Digitalisierung und sozialer Netzwerke gerade erst entdecken oder dies in den nächsten Jahren noch vor sich haben, sind Andere schon längst von Ermüdungserscheinungen geplagt – wie beispielsweise die Künstler der Post-Internet-Art, die zwischen alltäglicher Selbstverständlichkeit, gepflegter Langeweile und Kulturkritik durch den Datenstrom schippern, wie Kito Nedo in der ZEIT schreibt.

Literaturpreis für Rüdiger Safranski

Rüdiger Safranski erhält den Literaturpreis 2014 der Konrad-Adenauer-Stiftung. Die Stiftung würdigt damit Safranskis Biografien. Seine philosophische Essayistik zeichne sich durch Anschaulichkeit und Eleganz aus. Safranski hat Bücher unter anderem zu Schopenhauer, Nietzsche, die Romantik, Schiller und Goethe geschrieben. Zu den bisherigen Preisträgern zählen Autoren wie Uwe Tellkamp, Cees Noteboom, Daniel Kehlmann, Herta Müller, Hilde Domin und Sarah Kirsch.

Scruton über neuen Szientismus in Kunst und Geisteswissenschaften

In The New Atlantis hat Roger Scruton einen Artikel über die neueste Form von Szientismus geschrieben, die mit dem Anspruch antritt, Kunst und Geisteswissenschaften wissenschaftlich, zuverlässig und produktiv zu machen: “Scientism in the Arts and Humanities“.

In der Kunst sieht Scruton die “Neurorüpel” mit einer “Neuroästhetik” am Werk, denen ein fMRI des Kunstbetrachters genügt, um die Bedeutung eines Kunstwerks zu erfassen. In den Geisteswissenschaften sieht er die von Richard Dawkins und Daniel Dennett propagierte Memetik als ideologiekritische Illusion – sie sei selbst eine Magie -, durch die man nicht mehr zwischen Bachs Matthäuspassion und einem Hai in Formaldehyd unterscheiden könne.

Scruton verteidigt dagegen eine Subjektivität, die sich rational Sinngehalte erschließen kann. Dafür seien Hochkultur, Kunst und Geisteswissenschaften lebensnotwendig.

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