Posts Tagged John Stuart Mill
Ein Buch, das alle (Psychologen) lesen sollten
Posted by Björn in Buecher, Philosophie des Geistes, Philosophiegeschichte, Psychologie, Quellen on 2012/01/24
Ein Buch, das alle lesen sollten? Auf eine solche Frage wird man 4 Antworten bei 3 Befragten erwarten. Das scheint auch auf diese Linkliste für Psychologen zuzutreffen, mit Ausnahme einer Empfehlung – der einzigen nämlich, die mehrfach genannt wurde: William James‘ “Principles of Psychology” aus dem Jahr 1890.
Dieses Buch ist ein Klassiker und ein Meisterwerk der Wissenschaftsprosa. Er setzt sich darin unter anderem mit Positionen von David Hume, Immanuel Kant, John Stuart Mill, Wilhelm Wundt und Ernst Mach auseinander. James nimmt sowohl zum Materialismus als auch zum Dualismus eine differenzierte, pragmatische Haltung ein.
Digitalisierte Ausgaben der “Principles of Psychology” sind hier zu finden – leider nur auf englisch. Eine deutsche Übersetzung gibt es aktuell nicht.
Martha Nussbaum über die Vervollkommnung menschlicher Fähigkeiten im Liberalismus
Posted by Björn in Liberalismus, Politische Philosophie on 2011/04/11
In der neuen Ausgabe von “Philosophy & Public Affairs” (vol. 39, no. 1, 2011) ist ein Aufsatz von Martha Nussbaum mit dem Titel “Perfectionist Liberalism and Political Liberalism” erschienen (kostenlose Registrierung erforderlich). Einen Auszug davon gibt es bei Political Theory, wo auch auf diese frühe Fassung von Nussbaums Artikel hingewiesen wird.
Perfektionistische Ethiken für den Liberalismus sind von vielen Autoren, etwa John Stuart Mill (in Anschluss an Wilhelm von Humboldt), Isaiah Berlin, John Rawls, Joseph Raz oder Charles Larmore, vorgeschlagen oder diskutiert worden. Sie vertreten eine umfassende Auffassung des menschlichen Lebens nicht nur für den politischen Bereich, sondern für das menschliche Verhalten generell. Nussbaum favorisiert gegen Joseph Raz eine Form des “Politischen Liberalismus”, wie er auch von Charles Larmore und John Rawls vorgestellt wurde. Andererseits haben Raz und Susan Moller Okin gegen Rawls darauf hingewiesen, dass es auch erforderlich sei, fundamentalistisch-religiöse, rassistische oder sexistische Auffassungen in der Gesellschaft loszuwerden. Deshalb wünscht sich Nussbaum, dass die Debatte zwischen politischem und umfassendem Liberalismus weitergehe.
Philosophische Bücher online: Birnbacher, Beckermann, Mill
Posted by Björn in Analytische Philosophie, Buecher, Ethik, Liberalismus, Moralphilosophie, Philosophie des Geistes, Sozialphilosophie on 2010/03/09
Bei Paper C, einer Plattform, auf der Fachbücher kostenlos online gelesen werden können (Herunterladen oder Drucken kostet 10 Cent pro Seite), gibt es auch eine kleine Auswahl aktueller philosophischer Titel. Hier einige besonders prominente Beispiele:
Dieter Birnbacher – Natürlichkeit (2006)
Ansgar Beckermann – Analytische Einführung in die Philosophie des Geistes (3. Auflage, 2008)
Ekel und Menschlichkeit in der Politik – ein Interview mit Martha Nussbaum
Posted by Björn in Emotionen, Ethik, Moralphilosophie, Politik, Politische Philosophie, Rechte on 2010/03/04
Bei The Nation ist ein Interview mit Martha Nussbaum über ihr neues Buch “From Disgust to Humanity: Sexual Orientation and Constitutional Law” erschienen. Darin geht es darum, dass Aversionen gegen Fremdartiges nicht als moralische Rechtfertigung politischer Regelungen taugen.
“I don’t think any emotion should be trusted on its own without being constantly in dialogue with moral principles. At every point, whether it’s anger or fear or any emotion–even compassion, which can, of course, lead you to favor your family against other people–you should always be asking, Is this consistent with the idea of a society of people who are free and equal?“.
Vor diesem Hintergrund seien Argumente gegen homosexuelle Ehen nicht haltbar, weil inkonsistent. “We don’t think that heterosexuals who are flaky, silly or awful, Britney Spears marrying on a whim and then divorcing almost immediately, we don’t think that that taints the institution of heterosexual marriage.“.
Nussbaum plädiert für eine Politik der Menschlichkeit, die auf der Fähigkeit beruht, andere Personen als uns ähnlich wahrzunehmen und sie zu respektieren. Unterschiedliche sexuelle Orientierungen rechtfertigen keine unterschiedliche Behandlung vor dem Gesetz. John Stuart Mill hat besonders sorgfältig die Frage gesellschaftlicher Regulierung privaten Verhaltens untersucht – daran möchte Nussbaum anknüpfen und hofft, dass seine Einsichten sich in diesen Fragen weiter verbreiten.
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Frei zugängliche Texte (englisch)
Posted by Björn in Buecher, David Hume, Geschichte, Internet, Links, Quellen on 2008/10/07
Die Bibliothek der Universität Adelaide hat eine Webseite mit einen umfangreichen Angebot frei zugänglicher Texte in englischer Sprache, darunter sehr viele philosophische Klassiker wie Aristoteles, Francis Bacon, Cicero, Epikur, Erasmus, David Hume, John Stuart Mill, Arthur Schopenhauer, Voltaire sowie von zahlreichen Schriftstellern und Ökonomen.
Rawls, Liberalismus und Libertäre
Posted by Björn in Ökonomie, Liberalismus, Politische Philosophie, Sozialphilosophie on 2008/08/27
David Gordon, Mitglied des Ludwig von Mises Institute, beschreibt im American Conservative in einem ausführlichen Artikel, wie Libertarians die “leftist” Positionen von John Rawls aufgenommen haben: “Going Off the Rawls“. [via]
Brian Leiter kritisiert Alan Wolfes Artikel über Mill
Posted by Björn in Analytische Philosophie, Geschichte, Leute, Liberalismus, Quellen on 2008/05/22
Der neulich verlinkte Artikel von Alan Wolfe über John Stuart Mill stößt auf Kritik. Brian Leiter schreibt, Wolfe habe sich nicht ausreichend über die gegenwärtige Philosophie und Mills Beiträge zu verschiedenen philosophischen Problemfeldern informiert. “‘Tis a shame that Professor Wolfe didn’t do any research at all into “contemporary academic philosophy”–or Mill for that matter–before writing about it.“
Alan Wolfe über John Stuart Mill
Posted by Björn in Ethik, Geschichte, Glück, Leute, Liberalismus, Politische Philosophie, Sozialphilosophie on 2008/05/13
Alan Wolfe schreibt im Chronicle über John Stuart Mill und die aktuelle Mill-Biografie von Richard Reeves (s.a. hier und hier): dass Mill quer zu den heutigen philosophischen Richtungen steht und aufgrund der üblichen akademischen Spezialisierung schon beinahe ein vergessener Autor sei.
Reeves on Mill: Was sind die Grenzen individueller Freiheit?
Posted by Björn in Buecher, Ethik, Liberalismus, Politische Philosophie, Sozialphilosophie on 2008/04/29
Richard Reeves spricht im neuen Podcast von Philosophy Bites über John Stuart Mills Klassiker “On liberty”.
Mill (“dead white male”): es gibt keine relativen Wahrheiten
Posted by Björn in Buecher, Geschichte, Leute, Liberalismus, Moralphilosophie, Politische Philosophie on 2008/04/01
Tessa Mayes rezensiert Richard Reeves aktuelle Mill-Biografie “John Stuart Mill: Victorian Firebrand”:
“Just for the record, he didn’t mean, in a pre-PC relativistic fashion, that ‘all truths are equal’, but rather that truth is arrived at through the clash of ideas, the changing and tempering of views through open debate, rather than being set in authoritarian stone.”