Posts Tagged John Rawls
Martha Nussbaum über die Vervollkommnung menschlicher Fähigkeiten im Liberalismus
Posted by Björn in Liberalismus, Politische Philosophie on 2011/04/11
In der neuen Ausgabe von “Philosophy & Public Affairs” (vol. 39, no. 1, 2011) ist ein Aufsatz von Martha Nussbaum mit dem Titel “Perfectionist Liberalism and Political Liberalism” erschienen (kostenlose Registrierung erforderlich). Einen Auszug davon gibt es bei Political Theory, wo auch auf diese frühe Fassung von Nussbaums Artikel hingewiesen wird.
Perfektionistische Ethiken für den Liberalismus sind von vielen Autoren, etwa John Stuart Mill (in Anschluss an Wilhelm von Humboldt), Isaiah Berlin, John Rawls, Joseph Raz oder Charles Larmore, vorgeschlagen oder diskutiert worden. Sie vertreten eine umfassende Auffassung des menschlichen Lebens nicht nur für den politischen Bereich, sondern für das menschliche Verhalten generell. Nussbaum favorisiert gegen Joseph Raz eine Form des “Politischen Liberalismus”, wie er auch von Charles Larmore und John Rawls vorgestellt wurde. Andererseits haben Raz und Susan Moller Okin gegen Rawls darauf hingewiesen, dass es auch erforderlich sei, fundamentalistisch-religiöse, rassistische oder sexistische Auffassungen in der Gesellschaft loszuwerden. Deshalb wünscht sich Nussbaum, dass die Debatte zwischen politischem und umfassendem Liberalismus weitergehe.
Podcast mit Raymond Geuss
Posted by Björn in Liberalismus, Moralphilosophie, Politik, Politische Philosophie on 2008/10/22
Raymond Geuss spricht im neuesten Podcast von Philosophy Bites über sein neues Buch (eine Rezension dazu habe ich gestern besprochen), in dem er Philosophen wie Robert Nozick oder John Rawls eine fundamentale Fehlausrichtung ihrer politischen Philosophie attestiert.
—
.
Raymond Geuss’ neues Buch – Machtpolitik statt Moral
Posted by Björn in Buecher, Ethik, Liberalismus, Moralphilosophie, Politik, Politische Philosophie on 2008/10/21
Adam Kirsch rezensiert Raymond Geuss neues Buch “Philosophy and Real Politics“. “I object to the claim that politics is applied ethics“, schreibt Geuss und richtet sich explizit gegen die “neo-kantianische”, liberale politische Philosophie, wie sie von Robert Nozick und John Rawls vertreten wurde. Diese seien abstrakt, unrealistisch, letzten Endes ideologische Mystifikationen. Geuss setzt dem ein marxistisch-leninistisches Politikverständnis entgegen, wonach das Bewusstsein durchs Sein korrumpiert ist, weshalb nicht moralische Gerechtigkeitserwägungen, sondern Macht der Untersuchungsgegenstand der politischen Philosophie sein solle. Er plädiert für einen “return from the present reactionary forms of neo-Kantianism to . . . neo-Leninism.”
Sein Rezensent Adam Kirsch weist darauf hin, dass der Verzicht auf moralische Analyse und Gerechtigkeitserwägungen konsistent in der Position des Thrasymachus ausgedrückt ist: “The unjust is lord over the truly simple and just: he is the stronger, and his subjects do what is for his interest, and minister to his happiness, which is very far from being their own“. Dann ist aber fraglich, wie man für ein Engagement gegen Unterdrückung und Machtmissbrauch und für Solidarität argumentieren kann.
.
Rawls, Liberalismus und Libertäre
Posted by Björn in Ökonomie, Liberalismus, Politische Philosophie, Sozialphilosophie on 2008/08/27
David Gordon, Mitglied des Ludwig von Mises Institute, beschreibt im American Conservative in einem ausführlichen Artikel, wie Libertarians die “leftist” Positionen von John Rawls aufgenommen haben: “Going Off the Rawls“. [via]
Neuer enzyklopädischer Beitrag über John Rawls
Posted by Björn in Leute, Politische Philosophie on 2008/03/20
David Reidy (University of Tennessee) hat für die IVR Encyclopedia of legal and political philosophy einen Beitrag über John Rawls geschrieben, den man beim Social Science Research Network runterladen kann (PDF, 27 Seiten). [via]
Brief von Rawls über Baseball
John Rawls hat Baseball sehr geschätzt. Die Boston Review veröffentlicht einen seiner Briefe über “the best of all games“. [via]