Über den ontologischen Gottesbeweis

John Haldane (St Andrews), Peter Millican (Oxford) und Clare Carlisle (Religionsphilosoph, London) diskutieren morgen auf BBC4 über den Ontologischen Gottesbeweis. Vermutlich wird die Sendung danach auf der Webseite des Programms abrufbar sein.

Anselm von Canterbury hat im Jahr 1077 die erste Version des Ontologischen Gottesbeweises formuliert. Es ist ein rein logisch-begriffliches Argument, das darauf hinausläuft, dass aus dem Begriff Gottes logisch auch seine Existenz bewiesen werden kann. Bekannte Varianten stammen von Descartes und Leibniz.
Als Kritker haben Thomas von Aquin, David Hume, Kant, Gottlob Frege, Bertrand Russell und Norbert Hoerster die logischen Mängel dieses Arguments aufgezeigt.

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Michael Dummett (1925-2011)

Der britische Philosoph Michael Dummett ist am 27. Dezember 2011 gestorben.

Dummett ist unter anderem als Interpret von Gottlob Frege und Ludwig Wittgenstein bekannt. In seinem Buch “Ursprünge der analytischen Philosophie” zeigt er, dass zu den Vorreitern der Analytischen Philosophie Brentano, Frege und Husserl gehören. Gegen den Realismus, für den Wahrheit durch einen Zustand in der “wirklichen Welt” verbürgt wird, hat Dummett im Anschluss an Wittgenstein einen Anti-Realismus vertreten.
Zuletzt hat er “The Nature and Future of Philosophy” veröffentlicht, worin er für eine Überwindung der Gräben zwischen unterschiedlichen philosophischen Denkschulen plädiert.

Dummett hat sich politisch aktiv gegen Rassismus engagiert. Während des Zweiten Weltkrieges trat er zum katholischen Glauben über und hat später gelegentlich die katholische Orthodoxie verteidigt.

Nachrufe auf Dummett gibt es beim Guardian und beim Telegraph. (Update: Der blinde Hund hat auf die Nachrufe und Erinnerungen von Hilary Putnam, Crispin Wright und vielen anderen im Opinionator-Blog der New York Times hingewiesen.)
Biografische Notizen gibt es bei den Gifford-Lectures und bei Wikipedia (englisch und deutsch)

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Philosophielinks

Ronald Dworkins Analysen und Rezensionen bei der New York Review of Books finden sich online hier.

Freges ‘Die Grundlagen der Arithmetik’ als pdf, via Stanford Encyclopedia of Philosophy

Das erste Kapitel aus Samuel Fleischacker: ‘On Adam Smith’s Wealth of Nations – A Philosophical Companion’