“Bryan Munich” verliert in der “Alienz Arena” und kann “nach Hause” gehen

Über die Entwicklung im Fußball und ganz allgemein im Spocht haben wir ja schon geschimpft, da war Facebook noch gar nicht geboren. Mittlerweile ist uns nach so viel Frust längst alles egal und wir nehmen den Quatsch (s. z.B. hier) gar nicht mehr ernst. Und siehe da, dadurch erhält er einen ganz neuen Unterhaltungswert. Wie zum Beispiel das.

Die Segnungen des Internetdiskurses

Was manche Fußball nennen, nennen andere Soccer, wobei letztere durchaus nicht unrecht haben – denn Soccer war in London, Oxford und Cambridge in den 1870er Jahren die gebräuchliche und plausible Bezeichnung für Fußball im Gegensatz zu Rugger (Rugby). Nun sind Worte ein ausgezeichneter und würdiger Anlass für Streit und Beleidigungen – wofür die sozialen Netzwerke und Kommentare im Internet schließlich geschaffen wurden. Als paradigmatisches Beispiel mag mustergültig und vorbildlich (noch mehr Doppelungen krieg ich nicht unter) diese Rekonstruktion eines Internetdiskurses über die historisch-philologisch korrekte Bezeichnung für Fußball / Soccer dienen:

Sócrates ist tot

Der ehemalige brasilianische Fußball-Nationalspieler Sócrates ist gestern in São Paulo gestorben. Der begnadete Fußballspieler hatte seinerzeit die Fans aufgerufen, sich gegen die Militärdiktatur und für die Demokratie einzusetzen. Zusammen mit anderen Mitspielern erstritt er demokratische Strukturen in seinem Verein (“Democracia Corinthiana“). Fußballer wie Sócrates spielten “‘linken Fußball’ als Antwort auf die rechten Diktaturen in Südamerika – angstfrei, lebensfroh und offensiv”, wie die FR schreibt.

.