Posts Tagged Freiheit
Was wäre ein selbstbestimmtes Leben? Rezensionen zu Peter Bieris “Wie sollen wir leben?”
Posted by Björn in Analytische Philosophie, Buecher, Ethik, Glück, Philosophie allgemein, Psychologie, Rationalität, rezensionen on 2011/10/22
Nach seiner Reflexion über das “Handwerk der Freiheit“, in der Peter Bieri, statt philosophische Lehren und Positionen aufzuzählen, sich in einer literarisch-philosophischen Weise einem lebensrelevanten Begriff von Freiheit nähert, ist nun mit seinem neuen Buch “Wie sollen wir leben?” ein weiterer solcher Versuch erschienen, in dem es um Selbstbestimmung und Selbsterkenntnis geht.
Bieri entfaltet explizit ein Verständnis von Philosophie, dass sie nicht auf reine “begriffliche Turnübungen” beschränkt, sondern sie bei der Klärung lebenspraktischer Fragen an die Seite der Psychologie stellt.
Rezensionen zu “Wie sollen wir leben?” haben Christian Geyer in der FAZ und Manfred Geier in der Süddeutschen geschrieben.
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Thomas Scanlon über Libertarianismus und Freiheit
Posted by Björn in Ökonomie, Liberalismus, Politik, Politische Philosophie on 2011/10/21
Thomas Scanlon bezweifelt in der Boston Review, dass die politischen Programme des Libertarianismus (weniger Staat, weniger Steuern …) sich auf indidividuelle Freiheit als Grundwert berufen können.
Volker Gerhardt rezensiert Axel Honneths “Das Recht der Freiheit”
Posted by Björn in Buecher, Politische Philosophie, rezensionen on 2011/10/17
Volker Gerhardt rezensiert in der “Welt” Axel Honneths Buch “Das Recht der Freiheit”. Es sei ein “Ereignis in der Theoriegeschichte der Bundesrepublik. Hier kommt die Kritik nicht aus dem intellektuellen Off, hier wird nicht versucht, den Verhältnissen die Leviten zu lesen, sondern hier wird beschrieben, welche Entwicklung die Dinge im Gang der letzten beiden Jahrhunderte aus der Sicht der Soziologie genommen haben.”
Honneths Buch stelle einen Paradigmenwechsel der Frankfurter Sozialkritik dar. Allerdings verkenne Honneth die “historische Rolle der Ideen, die unerlässlich sind, wenn es gilt, den Widerstand einer von puren Machtinteressen formierten Realität zu brechen.“. Die Wahrheit müsse man – so der Rezensent – nicht allein bei Hegel, sondern immer auch bei Kant suchen.
Links zu weiteren Rezensionen von Axel Honneths “Das Recht der Freiheit” finden sich hier.
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Christoph Möllers rezensiert Axel Honneths “Das Recht der Freiheit”
Posted by Björn in Buecher, Politische Philosophie, rezensionen on 2011/08/27
In der FAZ rezensiert Christoph Möllers Axel Honneths neues Buch “Das Recht der Freiheit“. Er äußert eine “gewisse Enttäuschung”, was aber nicht für den ersten Hauptteil des Buches gelte, der “eine luzide historische Darstellung des Freiheitsbegriffs aus der Perspektive der eigenen Konzeption” enthalte. Aber Honneth verabsäume es, den normativen Gehalt der sozialen Instutionen und Interaktionen zu historisieren und entidealisieren.
Update: Die Zahl der Rezensionen zu “Das Recht der Freiheit” wächst – eine weitere von Christian Schlüter ist in der Berliner Zeitung und in der FR erschienen. Weitere habe ich hier und hier erwähnt.
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Ludwig Siep rezensiert Axel Honneths neues Buch “Das Recht der Freiheit”
Posted by Björn in Buecher, Internet, Medien, Philosophiegeschichte, Politische Philosophie, rezensionen, Sozialphilosophie on 2011/08/25
In der ZEIT ist eine Rezension von Ludwig Siep zu Axel Honneths neuem Buch “Das Recht der Freiheit” erschienen. Der Schlüsselbegriff bei Honneth sei “Anerkennung”: “Jeder will sich im sozialen Handeln von den anderen bejaht, respektiert und in seinen Zielen gefördert erfahren.” Honneths Rekonstruktion der Sozialgeschichte und der Pathologien der Gesellschaft – ein Begriff, den er von John Dewey übernommen habe – sei eindrucksvoll dicht. Siep skizziert Honneths normative Analyse der Fortschritte und Rückschritte der gesellschaftlichen Entwicklung. Im Arbeitsmarkt gäbe es für die soziale Freiheit in den letzten Jahrzehnten einen enormen Rückfall, und die Medien würden ihrer Funktion zur “demokratischen Willensbildung” kaum mehr gerecht. Ob das Internet daran etwas ändern werde, sei für Honneth offen. Honneths Resümee sei, im Gegensatz zu Hegels seinerzeit, pessimistisch. Und es sei Honneth überzeugend gelungen, Grundlagen moderner Gesellschaftskritik aus Hegels Philosophie zu entwickeln.
Weitere Infos zu Sieps Rezension hier.
Siehe auch meinen früheren Beitrag zu Honneths “Das Recht der Freiheit”.
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Axel Honneths neues Buch “Das Recht der Freiheit”
Posted by Björn in Buecher, Politische Philosophie, Sozialphilosophie on 2011/07/13
Im Juni ist das neue Buch von Axel Honneth erschienen: “Das Recht der Freiheit“. Der Titel lässt vermuten, dass sich Honneths Position von der Formel “Recht auf Freiheit” abheben soll. Mit dem Buch schließt Honneth an seine Untersuchungen über Anerkennung als zentrale Kategorie der praktischen und der Sozialphilosophie an.
Bei Political Theory hat es auch schon einen Hinweis auf das Buch gegeben. Von dort habe ich den Link zur Einleitung (PDF). In ihr erläutert Honneth sein Anliegen und sein Vorgehen. Er schließt an Hegels Rechtsphilosophie, ohne auf einen idealistischen Monismus oder die Theorie des objektiven Geistes zurückzugreifen.
Im Deutschlandfunk hat Christoph Fleischmann (Transkript und Audio) mit Axel Honneth über seine Konzeption gesprochen, die Gesellschaftsanalyse und politische Philosophie verbinden will, um zu “zeigen, wie die europäische Moderne Institutionen hervorgebracht hat, die bestimmte Werte verkörpern, die uns noch heute in die Pflicht nehmen. Werte fallen bei Honneth also nicht vom Himmel der Ideen, sondern werden in der Geschichte wirksam.”
Ebenfalls im Deutschlandfunk hat Svenja Flaßpöhler Honneths Buch besprochen (auch Audio abrufbar).
Siehe auch diesen Beitrag und diesen Hinweis auf ein Fernsehinterview.
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Singer über Internet und Kritik an Internetutopien
Anlässlich des 10jährigen Jubiläums der Chronicle Review haben die Herausgeber Wissenschaftler und Künstler gefragt, welche Idee die nächste Dekade prägen wird. Peter Singer antwortet – ganz unpolemisch: Das Internet. Es werde neue Freiheiten schaffen.
Polemisch antwortet darauf Trevor Butterworth bei Forbes: “Erspart uns das Internet als Befreiungstheologie“. Der Herr Professor (Singer) sei ahnungslos, sein Beitrag voller Klischees. Butterworth führt ausgerechnet den irreführenden und viel diskutierten Beitrag bei Wired über das Verschwinden des Webs an.
Butterworths Skepsis bezüglich der überhypten Internetutopien finde ich angebracht, aber es wäre hilfreicher, würde er sie mit weniger polemischer Vernebelung beschreiben. Denn eines wird sicher die nächste Dekade prägen – wir werden noch mehr Polemik und noch mehr schlechte Argumentationen erleben, die die Sache vernebeln.
Rezension von Gellners ‘Conditions of Liberty’
Posted by Björn in Buecher, Geschichte, Leute, Politische Philosophie, Sozialphilosophie on 2010/09/10
Vor einigen Wochen ist John Halls Biografie über Ernest Gellner erschienen, die in den (natürlich nicht deutschen) Blogs einige Beachtung fand. Eines der Bücher Gellners, “Conditions of Liberty”, hat kürzlich Jacob Levy lesenswert rezensiert. [via]
Peter Singer über Internet-Freiheit
Posted by Björn in Internet, Technik, Verschiedenes on 2010/04/21
In seinem Artikel “The Unknown Promise of Internet Freedom” plädiert Peter Singer für ein freies Internet. Australien will Internetsperren einführen. Eine Leserumfrage des Sydney Morning Herald zeigte, dass 96 % sich dagegen aussprachen und nur 2 % dafür. Die Umfrage hatte die größte Beteiligung aller bisherigen Umfragen der Zeitung, und das eindeutigste Ergebnis.
Der Umbruch durch das Internet sei vergleichbar mit dem, den die Dampfmaschine hervorgebracht hat. Sie schaffe eine Informationsfülle und Informationsfreiheit, die zuvor höchstens denjenigen zugänglich war, die auf eine große Bibliothek zugreifen konnten.
Zensur
Posted by Björn in Politische Philosophie, Worte on 2009/12/13
Die deutschen Zensoren – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - -Dummköpfe – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - -
(Heinrich Heine)
Isaiah Berlins 100. Geburtstag
Posted by Björn in Geschichte, Kulturphilosophie, Leute, Liberalismus, Philosophiegeschichte, Politik, Politische Philosophie on 2009/05/28
Nick Fraser schreibt im Independent einen ausführlichen Artikel über Isaiah Berlin anlässlich dessen 100. Geburtstages. Berlin ist für seine Charakterisierung der Freiheit berühmt und bei manchen auch bekannt für seine kulturphilosophischen Studien. Fraser rühmt ihn für seine klare Analyse der politischen Verhältnisse und der potenziellen Konflikte und theoretischen Alternativen.
What he says about liberty seems to speak profoundly to our own apathetic moment. Berlin says, again and again, that freedom isn’t a bonus or an accessory, to be taken up or jettisoned at will. “Everything is what it is,” he concludes. “Liberty is liberty, not equality or justice or culture, or human happiness or a quiet life.”
TED: Dan Gilbert über synthetisches versus natürliches Glück
Posted by Björn in Glück, Psychologie, Wissenschaft on 2008/12/15
“Freedom is the friend of natural happiness, but freedom is the enemy of synthetic happiness.” Ein engagierter Vortrag des Psychologen Dan Gilbert (Harvard) auf der TED-Konferenz 2006: Why are we happy? Why aren’t we happy?
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