Warum ist das Filmangebot bei Streaming-Anbietern so öde?

Ich habe mich immer gewundert, warum das Filmangebot bei Streaming-Anbietern so einseitig ist. Endlich gibt es eine technische Möglichkeit, die vielen Filmschätze, die im Laufe von Jahrzehnten entstanden sind, abrufbar zu halten – aber der Blick in das Angebot der großen Anbieter ist in dieser Hinsicht enttäuschend. Es findet sich nicht viel Klassisches und nicht viel von dem, was schön oder inspirierend ist, aber nicht unbedingt ein globaler Klassenschlager war, und das Wenige, das davon angeboten wird, ist zudem oft schwer zu finden, denn es ist keineswegs prominent platziert.

Das scheint daran zu liegen, dass die Streamingrechte wohl ziemlich teuer sind, wie Tyler Cowen meint. Das hat zur Folge, dass es zu teuer ist, eine riesige Filmbibliothek per Streaming zugänglich zu machen. Wie allerdings Filme, die nicht gezeigt werden, weil sie nirgendwo im Angebot sind, für die Rechteinhaber profitabler sind, ist mir ein Rätsel. Wären Paktelösungen und Mischkalkulationen da nicht einträglicher?

So jedenfalls sind die Angebote im Video-Streaming qualitativ recht mager und werden wohl nur diejenigen rundum befriedigenden, die sich von Hypes plagen lassen.

Arschkalt – Ein philosophischer Film

Am vergangenen Freitag hat der Fernsehsender arte den Film “Arschkalt” von André Erkau ausgestrahlt. Ein großartiges Porträt von Zuständen und Stimmungen in der real existierenden Arbeitswelt und ein Hinweis darauf, wie man sie überlebt. Sehr zu empfehlen – die Wiederholung läuft am 21.2.2013 um 3.20 Uhr (morgens). Derzeit ist der Film noch bei arte+7 online abrufbar.

Der Film ist auch auf DVD erhältlich. Ideales Lehrmaterial also, um die jungen Studierenden auf die Berufspraxis vorzubereiten, denn auch diese Aufgabe darf im Studium nicht vernachlässigt werden.

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Bieris “Nachtzug nach Lissabon” wird mit Jeremy Irons verfilmt

Seit 2011 laufen die Planungen zur Verfilmung des Romans “Nachtzug nach Lissabon” von Pascal Mercier aka Peter Bieri. Die Dreharbeiten sollen laut Webseite zum Film bereits im Mai 2012 abgeschlossen sein, mit Jeremy Irons in der Hauptrolle des Raimund Gregorius. In weiteren Rollen sollen Bruno Ganz, Martina Gedeck und Charlotte Rampling spielen. Der Filmstart ist für 2013 angekündigt.
Auf dieser Seite gibt es eine Videoreportage zum Film, in der auch Peter Bieri zu Wort kommt.

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Kinofilm über Hannah Arendt

Mar­ga­re­the von Trot­ta dreht mit Barbara Sukowa in der Hauptrolle einen Film über Hannah Arendt. Das Drehbuch verfasste von Trotta zusammen mit Pam Katz. Der Film ist eine internationale Koproduktion und wird unter anderem von der Filmstiftung NRW gefördert. Die Dreharbeiten beginnen voraussichtlich im Frühjahr 2011.