Posts Tagged Biologie

Konferenz der Gesellschaft für Wissenschaftsphilosophie

Die neugegründete Gesellschaft für Wissenschaftsphilosophie (Gründungsmitglieder u.a. Andreas Bartels, Carsten Held, Holger Lyre, Meinard Kuhlmann, Gregor Schiemann) wird vom 11. bis 13. März 2012 ihre erste internationale Konferenz, die zugleich Kick-Off-Meeting ist, in Hannover veranstalten.

Thema der Konferenz ist “How Much Philosophy in the Philosophy of Science?” Es geht um die Frage, wie weit sich die Wissenschaftstheorie den methodologischen Standards der Einzelwissenschaften angenähert und dabei möglicherweise von der philosophischen Tradition entfernt hat, und wie dies zu bewerten ist. Gibt es zwischen Philosophie der Physik, Philosophie der Biologie, Philosophie der Sozialwissenschaften etc. etwas Verbindendes? Und zeigen die jüngsten Debatten um Begriffe wie Kausaliät, Mechanismen und Komplexität, dass es einheitliche Hintergrundorientierungen in diesen zunächst disparaten Bereichen gibt?

Keynote-Speaker der Konferenz sind Peter Godfrey-Smith, Stephan Hartmann, James Ladyman, Sandra Mitchell, Chrysostomos Mantzavinos, Margaret Morrison und Wolfgang Spohn.

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Tangophilosophie – Die natürlichen Wurzeln des Tanzes

Nicky Clayton erforscht an der Universität Cambridge das Verhalten von Vögeln. Ihr fiel auf, wie häufig verschiedene Individuen ihre Bewegungen synchronisierten, und die Tänze verschiedener Vogelarten beeindruckten sie. Da sie selbst Tangotänzerin ist, erarbeitete sie mit einer professionellen Tanzgruppe eine Choreografie.
Der Tango Argentino ist weniger reglementiert als beispielsweise die Standardtänze. Er besteht aus einer freien Abfolge von Bewegungen (“Tangoschritten”), die im Moment des Tanzes improvisiert werden und eine tänzerische Kommunikation der beiden Tanzpartner erfordern. Die Führung besteht aus einer nicht vorherbestimmten Abfolge von Bewegungsimpulsen, auf die der geführte Tanzpartner – ganz ähnlich wie in der Musikimprovisation – unmittelbar reagiert, je nach Können und Veranlagung mit einer bestimmten Auswahl und Ausgestaltung dazu passender Bewegungsantworten.

Im Internet ist der Kakadu Snowball ja zu einiger Berühmtheit gelangt. Ich habe mal gehört, dass nur Papageien und Menschen in der Lage sind, Musik in rhythmische Tanzbewegungen umzusetzen. Eine interessante Frage jedenfalls.

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Moral und Gefühl bei Säugetieren?

Der Ökologe Marc Bekoff (University of Colorado, Boulder) glaubt, dass in den Gehirnen aller Säugetiere eine moralische Komponente hart verdrahtet sei. Bekoff, der zusammen mit Jane Godall ein Buch über die Verpflichtung zum Erhalt der Umwelt geschrieben hat, hat jetzt mit der Moralphilosophin Jessica Pierce “Wild Justice” veröffentlicht, worin argumentiert wird, dass es bei Säugetieren einen angeborenen Sinn für Gerechtigkeit und Empathie gebe, der helfe, in sozialen Gruppen Aggression einzudämmen und Kooperation zu fördern. Es gäbe immer mehr Belege dafür, heißt es in einem Artikel des Telegraph: “Recent neurology work has also revealed that distantly related mammals such as whales and dolphins have the same structures in their brains that are thought to be responsible for empathy in humans. Other findings have also suggested that some animals may even be capable of showing empathy with the suffering of other species.
Bekoffs Thesen stoßen auf Skepsis und Widerspruch bei anderen Wissenschaftlern. Der Telegraph zitiert Frans de Waal: “I don’t believe animals are moral in the sense we humans are – with well developed and reasoned sense of right and wrong – rather that human morality incorporates a set of psychological tendencies and capacities such as empathy, reciprocity, a desire for co-operation and harmony that are older than our species. Human morality was not formed from scratch, but grew out of our primate psychology. Primate psychology has ancient roots, and I agree that other animals show many of the same tendencies and have an intense sociality.” [via]

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Philosophie der Neurowissenschaften

Das “Oxford Handbook of Philosophy of Biology”, herausgegeben von Michael Ruse, ist 2008 bei Oxford University Press erschienen. Drei Kapitel daraus können vollständig bei Google Books nachgelesen werden, darunter
- “Philosophy of Neuroscience” von I. Gold & A. Roskies
- “Sociobiology, Evolutionary Psychology, and Cultural Evolution” von Matteo Mameli (Link zum Kapitel im Inhaltsverzeichnis)

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Darwin und Psychologie

Die jüngste Ausgabe der Zeitschrift “American Psychologist” (2009 Volume 64, Issue 2 (Feb-Mar)) widmet sich dem Thema Darwin and Psychology. 16 Aufsätze beschäftigen sich unter anderem mit der Bedeutung von Darwins Theorie für Francis Galton, James Baldwin, die Psychologie der Gefühle und die Evolutionäre Psychologie. Die Beiträge sind online abrufbar.

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Neue Online-Enzyklopädie des Lebens – ein Mammutprojekt

Marc berichtet, dass das unter anderem von Edward O. Wilson initiierte ehrgeizige Online-Projekt “Encyclopedia of Life” Informationen zu allen bekannten Lebewesen im Internet veröffentlichen will. Angesichts der bisher bekannten 1,8 Millionen Arten ein Mammutprojekt. Wilson, ehrenamtlicher Vorsitzender des Projektes sagt dazu: “It’s going to be a fun adventure for the next few decades”. [via Wissenswerkstatt]

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Gilbert Harman rezensiert Margaret A. Bodens “Mind as Machine”

Gilbert Harman (Princeton) rezensiert im American Scientist Margaret A. Bodens “Mind as Machine: A History of Cognitive Science”:

It is fortunate that Mind as Machine is highly readable, particularly because it contains 1,452 pages of text …” that “…weigh more than 7 pounds“:

The first five chapters present the historical background of the field, delving into such topics as cybernetics and feedback, and discussing important figures such as René Descartes, Immanuel Kant, Charles Babbage, Alan Turing and John von Neumann … Boden also goes into some detail about the situation in psychology and biology during the transition from behaviorism to cognitive science, which she characterizes as a revolution. The metaphor she employs is that of cognitive scientists entering the “house of Psychology,” whose lodgers at the time included behaviorists, Freudians, Gestalt psychologists, Piagetians, ethologists and personality theorists.

In den folgenden 11 Kapiteln geht Boden auf alle wesentlichen Aspekte der Cognitive Science ein, computational psychology, psychology of language, anthropology, artificial intelligence, connectionist neural-nets, virtual-reality systems, computational and cognitive neuroscience, artificial life und so weiter.

This is, as far as I know, the first full-scale history of cognitive science. … Future histories of the subject will have to build on this one.

[via 3quarksdaily]

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Darwins Texte online

Die Texte von Charles Darwin gibt es bei Darwin-Online. [via Loggast]

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Debatte um Dworkins Thesen: Für spirituelles Design und dagegen

Vor ein paar Wochen hatte ich Dworkins “Three Questions for America” verlinkt. Darauf entgegnet Danis Rose (Dublin) in der NYRB mit einer Ablehnung des Darwinismus in der Biologie und des “Materialismus” in der Wissenschaft und plädiert, [to] “search elsewhere for the origin of the world, life, consciousness, and all the rest.” Eine Replik dazu hat Richard Dawkins verfasst.

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