Bernard-Henri Lévy verteidigt Strauss-Kahn

Bernard-Henri Lévy verurteilt die Berichterstattung über Strauss-Kahn. Niemand wisse, was tatsächlich vorgefallen sei. Die geschilderten Vorgänge würden Fragen aufwerfen. Strauss-Kahn sei ein Freund von Frauen, aber vor allem seiner eigenen. Und er sei nicht das Tier, das die Boulevard-Presse aus ihm mache. Vor allem habe Strauss-Kahn den Ausverkauf schwächerer europäischer Staaten an die Interessen der Finanzwelt verhindert.

Französische Frauen haben hingegen in einer Erklärung bei Le Monde den Sexismus in Frankreich verurteilt.

Update: Es gibt auch andere Stimmen – wie Pascal Bruckner, der gesagt haben soll, Strauss-Kahn hätte man schon früher zu psychologischer Hilfe raten sollen.

Bernard-Henry Lévy: Kant ist eine Erfindung

Bernard-Henri Lévy ist offenbar einer Ente aufgesessen, auf die er sich ungeprüft in seinem neuesten Buch bezieht. Einen einigermaßen ausführlichen Artikel dazu findet man in der TimesOnline. Im Mittelpunkt der Affäre steht das Buch The Sex Life of Immanuel Kant von Jean-Baptiste Botul. Botul, so schreibt Bernard-Henry Lévy, habe ein für allemal erwiesen, dass Kant eine Fiktion sei. Das Pikante daran: Botul ist eine Erfindung eines französischen Journalisten – was Lévy selbst aus der Wikipedia hätte erfahren können.
Seitdem das bekannt wurde, verbreiten sich in Internet und Feuilleton Häme über Lévy, die meist nicht ohne Seitenhiebe auf seine Selbstinszenierung als eitler Medienstar auskommen.

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