Arbeitest du für einen Psychopathen?

Der durchschnittliche freundliche Mensch ist immer wieder überrascht, wenn er der üblen, rücksichtslosen, gehässigen Sorte begegnet, weil er normalerweise anderen nicht die Dinge unterstellt, die für diesen Typ gerade einen zentralen Teil seines Lebensinhaltes ausmachen.

Vor der Frage, wie man sich vor Narzissten, Ausbeutern, notorischen Besserwissern und Kontrollfreaks schützt, steht das Problem, wie man sie überhaupt identifiziert. Wer sich darum bemüht, die Dinge gut und anderen das Leben angenehm zu machen, hat oft nicht die Konzepte, Trolle und ihr Gift zu identifizieren. Bei PsychCentral gibt es einen Artikel, der ein paar Merkmale dieser Zeitgenossen beschreibt – zwar ein wenig schematisch, aber immerhin ein Ansatz.

Umverteilung galore

Der Bedarf und die Notwendigkeit für Umverteilung von Einkommen und Vermögen wird in naher Zukunft aufgrund massiver Roboterisierung drastisch ansteigen – schreibt der Economist. Dies erfordert (natürlich) institutionelle Rahmenbedingungen, die dies gewährleisten.

Arschkalt – Ein philosophischer Film

Am vergangenen Freitag hat der Fernsehsender arte den Film “Arschkalt” von André Erkau ausgestrahlt. Ein großartiges Porträt von Zuständen und Stimmungen in der real existierenden Arbeitswelt und ein Hinweis darauf, wie man sie überlebt. Sehr zu empfehlen – die Wiederholung läuft am 21.2.2013 um 3.20 Uhr (morgens). Derzeit ist der Film noch bei arte+7 online abrufbar.

Der Film ist auch auf DVD erhältlich. Ideales Lehrmaterial also, um die jungen Studierenden auf die Berufspraxis vorzubereiten, denn auch diese Aufgabe darf im Studium nicht vernachlässigt werden.

.

.

Über die Kultur der Säcke

Judith Holofernes, die Heldin, die sich seinerzeit der Pfiffigkeit einer bekannten Werbekampagne nicht anschließen wollte (siehe hier, mein Hinweis dazu hier), hat in ihrem Blog einen wunderbaren Text über Bewerbungsgespräche und Business-Kultur geschrieben: “Don´t call us, we´ll call you“.

Ein adäquater wissenschaftlicher Beitrag zur “Igittness des modernen Arbeitsmarkts “.

Intelligenz und harte Arbeit

Robert Paul Wolff erzählt eine Geschichte (die Carl Sandburg erzählt hat) von zwei Küchenschaben, die von einem Karren fallen. Die eine fällt auf einen wunderschönen Misthaufen, die andere in die Kanalisation. Die erste wird dick und glücklich, die zweite müht sich zäh, aus der Kanalisation herauszukommen. Als es ihr endlich halb verhungert gelingt, sieht sie die fette und glückliche Schabe auf dem Misthaufen und fragt, wie sie so fett und glücklich geworden ist. “Intelligenz und harte Arbeit” antwortet die selbstzufriedene glückliche Schabe auf dem Mist.

Ihre Ablehnung meiner Bewerbung muss ich leider zurückweisen

In den USA läuft gerade die jährliche Runde der Vergabe neuer Stellen in den Philosophie-Departments. Das Blog “Philosophy Smoker” hat deshalb dieses wunderbare Antwortschreiben eines Bewerbers auf die Mitteilung, dass seine Bewerbung nicht angenommen wurde, veröffentlicht.
Der Text macht immer wieder mal die Runde im Internet. Eine frühe Variante aus dem Jahr 1996 findet sich hier. Und dieses Posting nennt einen Aufsatz von Neil Postmann von 1988, der das Antwortschreiben erwähnt.