Archive for category Worte
Stark sein im Leiden? Christopher Hitchens äußert Zweifel
“Was mich nicht umbringt, macht mich stärker” – mit dieser Maxime Nietzsches setzt sich der krebskranke Christopher Hitchens in der Vanity Fair auseinander. Existenzielle Bedrohungen öffnen den Blick für die Tauglichkeit von Parolen. So sieht Hitchens das oft bemühte Zitat Nietzsches in einem anderen Licht.
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Neo- und Post-
Posted by Björn in Argumentation, Internet, Privacy, Privatsphaere, Verschiedenes, Worte on 2011/06/17
Sind Worte, die mit der Vorsilbe “Neo-” gebildet werden abwertend, und die, die mit “Post-” beginnen, positiv besetzt? Womöglich lassen sich Beispiele finden, die dies bestätigen und andere, die dies wiederlegen. Letzten Endes aber läuft es wohl alles nur auf Täuschung und Wortgeklingel hinaus als Ersatz für Dinge, die man nachvollziehbar hätte ausdrücken können. Rhetorik statt Logik.
Weshalb man jedes “Post-”Dings in ein “Neo-”Dings umwandeln kann, um auf derselben argumentativen Ebene ein Licht auf den Inhalt des jeweiligen rhetorischen Theaterstücks zu werfen. Wie bspw. Post-Privacy, die eine Neo-Religion ist.
Der Nutzen von Rhetorik
Posted by Björn in Antike, Argumentation, Quellen, Rationalität, Worte on 2010/09/02
“before some audiences not even the possession of the exactest knowledge will make it easy for what we say to produce conviction. For argument based on knowledge implies instruction, and there are people whom one cannot instruct. Here, then, we must use, as our modes of persuasion and argument, notions possessed by everybody”
(Aristoteles, Rhetorik, Buch I, Kapitel 1 (Alternativlink), in der Übersetzung von W. Rhys Roberts)
“we must be able to employ persuasion, just as strict reasoning can be employed, on opposite sides of a question, not in order that we may in practice employ it in both ways (for we must not make people believe what is wrong), but in order that we may see clearly what the facts are, and that, if another man argues unfairly, we on our part may be able to confute him.”
(Aristoteles, ebd., m. Hvh.)
Günther Anders – Diagnosen auch für das Internetzeitalter
Posted by Björn in Internet, Kulturphilosophie, Technik, Worte on 2010/04/04
“Dass wir der Perfektion unserer Produkte nicht gewachsen sind; dass wir mehr herstellen als vorstellen und verantworten können; und dass wir glauben, das, was wir können, auch zu dürfen, nein: zu sollen, nein: zu müssen.” (Günther Anders: Die Antiquiertheit des Menschen, Band 1, Vorwort zur 5. Auflage)
Zensur
Posted by Björn in Politische Philosophie, Worte on 2009/12/13
Die deutschen Zensoren – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - -Dummköpfe – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - – - -
(Heinrich Heine)
AC Grayling nimmt Fullers “Intelligent Design” auseinander
Posted by Björn in Biologie, Naturwissenschaft, Religion, Wissenschaft, Wissenschaftstheorie, Worte on 2008/09/13
Im New Humanist hat A.C. Grayling unter dem herrlichen Titel “Origin of the Specious” ein Buch von Steven Fuller über das sogenannte “Intelligent Design” untersucht – das, so Graylings Fazit, nicht allein schlecht sei, sondern auch einen weiteren Nagel in den Sarg der Theorie des Intelligent Design schlage.
Graylings Beitrag bereitet großes Vergnügen, indem er einerseits die britische Klarheit in der Analyse verworrener Konstrukte exemplifiziert, andererseits mit polemischen Schmankerln garniert ist, die keinen Zweifel an seiner Position aufkommen lassen:
“It is sometimes hard to know whether books that strike one as silly and irresponsible, like Dissent over Descent, the latest book from Steve Fuller, are the product of a desire to strike a pose and appear outrageous (the John Gray syndrome), or really do represent that cancer of the contemporary intellect, post-modernism. I suppose putatively sincere extrusions of the post-modern sensibility might henceforth deserve to be known as “the Steve Fuller syndrome”.”
Wer Spaß an bester britischer Kritik eines klaren Kopfes hat, dem sei der Text sehr empfohlen.
Und – the fun continues: Fuller hat auf Graylings Beitrag geantwortet, Grayling schließlich wieder darauf.
[via Brian Leiter]
Numminen sings Wittgenstein
Posted by Björn in Analytische Philosophie, Humor, Leute, Links, Logik, Sprache, Vermischtes Banales, Worte on 2007/11/15
M. A. Numminen singt einen bekannten Satz aus Wittgensteins Tractatus: Das Satiremagazin Titanic hat das Video mit dieser Darbietung als Piloten von Titanic-TV auf Youtube platziert.
[Via Gerd Brunzema]
Hier ist noch ein weiteres interessantes, diesmal dokumentarisches Video über Wittgenstein auf Youtube: Wittgenstein in Norway.
P.S.: Ich bin mir nicht ganz sicher, ob diese Reflexionen Billy Connollys den von Wittgenstein aufgestellten Standards genügen:
[via vowe]
“Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile”
Posted by Björn in Vermischtes Banales, Verschiedenes, Worte on 2007/10/05
Das BiBa (Bremer Institut für Produktion und Logistik GmbH) gibt dem Webauftritt seiner Abteilung “Intelligente Produktions- und Logistiksysteme” das Motto “Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile”.

Webseite des IPS beim BiBa.
Es schreibt diesen Satz Aristoteles zu mit der Zeitangabe “60 v.Chr”.
Ein kurisoser Fehler in der Visitenkarte eines Forschungsinstitutes – aber nicht so schlimm, denn so etwas passiert jedem. Bedauerlicher finde ich dagegen das Motto, dem ich hier meine Übersetzung hinzufügen möchte: “Das Ganze ist nicht mehr als eine hohle Phrase.”
Kommunismuskritik
Posted by Björn in Leute, Politische Philosophie, Worte on 2007/09/01
Communism doesn’t work because people like to own stuff. (Frank Zappa)
“Die Welt der Wissenschaft ist unendlich viel schöner als die der Religion”
In einem Interview mit der NZZ äußert sich der britische Schriftsteller Ian McEwan kritisch zur Religion, die in den letzten Jahren angeblich eine Renaissance erlebt.
“Im Gegensatz zur Wissenschaft und zum einzigartigen Projekt der Rationalität, das sich immer wieder selbst korrigiert, beruhen Religionen auf heiligen Texten, die für alle Zukunft festgeschrieben sind, und wir müssen uns mit ihnen auseinandersetzen, weil sie Behauptungen über die Welt aufstellen, für die es nicht die geringsten Beweise gibt.
…
Paradoxerweise haben also die Terroranschläge bei mir dazu geführt, nicht nur über den religiösen Glauben nachzudenken, sondern auch über die Alternative, die wir haben, und das ist in meinen Augen die Rationalität. Die Welt, die wir durch das Hubble-Teleskop oder durch ein Mikroskop betrachten, die Welt, die uns die Wissenschaft erschliesst, ist unendlich schöner als die Welten, die uns das Christentum, der Islam, der Buddhismus oder der Hinduismus zu bieten haben. Wir sollten anfangen, unsere Rationalität und unsere Wissenschaften als die wunderbaren Errungenschaften menschlicher Genialität zu feiern und der Arroganz derer zu misstrauen, die nicht nur behaupten, dass es einen Gott gebe, sondern uns auch noch sagen, was er denkt. Wir können Wunder und Inspiration in den Werken von Goethe und Shakespeare finden; wir können der Literatur eine moralische Orientierung entnehmen, die die Bibel nicht zu bieten hat.”
Ian McEwan auf NZZ-Online: “Wie viel Freiheit hat der Mensch?“
Was ist DRM?
DRM (Digitale Rechteminderung)
FAZ via vowe