Archive for category Wissenschaftstheorie
“Ayer on Logical Positivism” bei YouTube
Posted by Björn in Analytische Philosophie, Geschichte, Leute, Links, Logik, Logischer Positivismus, Sprachphilosophie, Wissenschaftstheorie on 2008/03/24
Bryan Magee hat 1977 und dann noch einmal 1987 für die BBC eine Interview-Serie zur Philosophie gemacht. Daraus ist das Buch “Talking Philosophy: Dialogues with Fifteen Leading Philosophers” entstanden. Ein Großteil der Gespräche ist legendär und von hervorragender Qualität: “Peter Singer on Hegel, Putnam on Philosophy of Science, Dworkin on Justice, Bernard Williams on Descartes, AJ Ayer on Logical Positivism, Burnyeat on Plato …” (Link)
Das Gespräch mit Alfred Jules Ayer über den Logischen Positivismus gibt es in vier Teilen bei YouTube:
Section 1:
Moritz Schlick Gesamtausgabe
Posted by Björn in Analytische Philosophie, Buecher, Ethik, Geschichte, Leute, Logischer Positivismus, Moralphilosophie, Naturwissenschaft, Quellen, Wissenschaftstheorie on 2008/03/24
Friedrich Stadler (Universität Wien und Institut Wiener Kreis) und Hans Jürgen Wendel (Universität Rostock, Moritz Schlick Forschungsstelle) geben bei Springer die Moritz Schlick Gesamtausgabe heraus. “Dieses internationale Forschungs- und Editionsprojekt wird im Rahmen einer bilateralen Zusammenarbeit zwischen dem Institut Wiener Kreis und der Universität Wien, der Forschungsstelle und Dokumentationszentrum für österreichische Philosophie in Graz und der Moritz-Schlick-Forschungsstelle am Institut für Philosophie der Universität Rostock realisiert.”
Schlick war Mitbegründer des Wiener Kreises, der in der Zwischenkriegszeit auf der Grundlage der Arbeiten von Einstein, Russell und Wittgenstein den Logischen Emirismus begründete. Der Wiener Kreis wurde durch den Nationalsozialismus zersprengt, seine Mitglieder emigirierten großteils ins Ausland. Moritz Schlick wurde 1936 ermordet.
Die Gesamtausgabe beruht auf dem Nachlass und den veröffentlichten Schriften. In der ersten Abteilung (Veröffentlichte Schriften) sind die ersten fünf Bände bereits erschienen, der sechste (“Die Wiener Zeit”) erscheint im Juli 2008. In Band 3 sind die beiden moralphilosophischen Schriften “Lebensweisheit. Versuch einer Glückseligkeitslehre” und “Fragen der Ethik” endlich wieder der Öffentlichkeit zugänglich.
Podcast mit Colin McGinn über Skeptizismus, Religion und Shakespeare
Posted by Björn in Ethik, Geschichte, Leute, Moralphilosophie, Politische Philosophie, Religion, Wissenschaftstheorie on 2008/02/11
Point of Inquiry hat einen Podcast mit Colin McGinn veröffentlicht, in dem es um Skeptizismus, radikalen Fallibilismus, Postmoderne, Atheismus, Religion und Shakespeare als Philosophen geht. Er zeigt, wie Kritik unter Philosophen bei gleichzeitiger Toleranz als vorbildliches Modell für “citizenship” dienen kann.
Rezension von Ruses “Darwinism and its Discontents”
Posted by Björn in Bioethik, Biologie, Buecher, Ethik, Geschichte, Moralphilosophie, Naturwissenschaft, Wissenschaft, Wissenschaftstheorie on 2008/01/08
Tim Lewins (Department of History and Philosophy of Science, University of Cambridge) rezensiert bei TPM Online Michael Ruses Buch “Darwinism and its Discontents”. In Ruses Buch geht es nicht hauptsächlich um die folkloristische Debatte um “Intelligent Design”:
“…the book has a far broader scope. Ruse takes on a variety of different thinkers, from a variety of different periods, all of whom have challenged Darwinism in some way or another.“
Ruse untersucht eine Reihe von wissenschaftlichen Beiträgen, die der natürlichen Selektion keine oder eine geringere Rolle in der Biologie einräumen. Auch die Relevanz von Darwins Theorie für die Philosophie wird überprüft. Dabei vertritt er eine mittlere Position, die davon ausgeht, dass sich die Philosophie mit Darwins Prinzipien auseinandersetzen muss, aber beispielsweise eine starke Formulierung der Evolutionären Ethik, die an den naturalistischen Fehlschluss erinnert, unhaltbar ist. Ruse setzt dem seine eigene “Darwinsche Ethik” entgegen. Tim Lewins gibt allerdings zu bedenken, ob es Ruse gelingt, einen Darwinismus zu skizzieren, dem auch andere Darwinisten zustimmen würden. Jedenfalls ist Ruse bemüht zu zeigen, dass es sich um eine richtige Darstellung von Darwins Ideen handelt – und diese Bemühungen machen das Buch so reichhaltig einerseits, aber auch schwer zu überschauen für Leser, die mit der Materie weniger vertraut sind.
In jedem Fall, so schließt Lewins seine Rezension, vermittelt das Buch einen guten Eindruck von den historischen, philosophischen und wissenschaftlichen Kontroversen, die um das Evolutionäre Denken entstanden sind.
Dada und Ordnung
Posted by Björn in Leute, Wissenschaftstheorie on 2004/06/20
Paul Feyerabend, der für eine Anarchie im wissenschaftlichen Denken und im Privaten steht (sich allerdings ausdrücklich gegen eine im politischen Handeln aussprach), wird gelegentlich auch als der Dadasoph der Wissenschaftstheorie bezeichnet.
Dadafreak though he was, Feyerabend could also bring order when we need it: he wrote wonderful indexes to his books; indeed there are completely different indexes to the first and third editions of Against Method, each reflecting what he wanted the reader to know. (PDF)
Aus der Rezension von Ian Hacking in der London Review of Books vom 20. Jan.2000 zu “For and against method: including Lakatos’s Lectures on Scientific Method and the Lakatos-Feyerabend Correspondence by Imre Lakatos and Paul Feyerabend ed. Matteo Motterlini”