Warum ist das Filmangebot bei Streaming-Anbietern so öde?

Ich habe mich immer gewundert, warum das Filmangebot bei Streaming-Anbietern so einseitig ist. Endlich gibt es eine technische Möglichkeit, die vielen Filmschätze, die im Laufe von Jahrzehnten entstanden sind, abrufbar zu halten – aber der Blick in das Angebot der großen Anbieter ist in dieser Hinsicht enttäuschend. Es findet sich nicht viel Klassisches und nicht viel von dem, was schön oder inspirierend ist, aber nicht unbedingt ein globaler Klassenschlager war, und das Wenige, das davon angeboten wird, ist zudem oft schwer zu finden, denn es ist keineswegs prominent platziert.

Das scheint daran zu liegen, dass die Streamingrechte wohl ziemlich teuer sind, wie Tyler Cowen meint. Das hat zur Folge, dass es zu teuer ist, eine riesige Filmbibliothek per Streaming zugänglich zu machen. Wie allerdings Filme, die nicht gezeigt werden, weil sie nirgendwo im Angebot sind, für die Rechteinhaber profitabler sind, ist mir ein Rätsel. Wären Paktelösungen und Mischkalkulationen da nicht einträglicher?

So jedenfalls sind die Angebote im Video-Streaming qualitativ recht mager und werden wohl nur diejenigen rundum befriedigenden, die sich von Hypes plagen lassen.

“Bryan Munich” verliert in der “Alienz Arena” und kann “nach Hause” gehen

Über die Entwicklung im Fußball und ganz allgemein im Spocht haben wir ja schon geschimpft, da war Facebook noch gar nicht geboren. Mittlerweile ist uns nach so viel Frust längst alles egal und wir nehmen den Quatsch (s. z.B. hier) gar nicht mehr ernst. Und siehe da, dadurch erhält er einen ganz neuen Unterhaltungswert. Wie zum Beispiel das.

Pseudo-Science und Anti-Science im Ökomarkt

Öko-Produkte sind eine gute Sache. Allgemein gesehen sind sie ein Beitrag zu einer vernünftigen Welt. Der Markt für Ökoprodukte ist riesig, und da wundert es nicht, dass es Weltanschauungen ganz unterschiedlicher Art in dieser Wundertüte gibt. Von Anfang an hat es im Ökobereich auch pseudowissenschaftliche Behauptungen gegeben, die fantastische Resultate aufgrund doch recht spezieller Ursachen versprechen. Und nicht nur Pseudowissenschaft, auch Anti-Wissenschaft gedeiht in einem solchen Rahmen. Mit Blick auf die amerikanische Ökomarktkette “Whole Foods” beschreibt dies Daily Beast: Der Tempel der Pseudowissenschaft.

Odo Marquard gestorben

Odo Marquard ist am Samstag im Alter von 87 Jahren gestorben. Es gibt bereits einige Nachrufe. Eine wohl von dpa vorbereitete Meldung findet sich in mehreren Medien, beispielsweise hier oder hier. Ausführlicher schreiben Jens Hacke in der SZ, der Gießener Anzeiger und Jürgen Kaube in der FAZ. Der Bayerische Rundfunk hat hier einen Sendemitschnitt.

Marquard empfahl, auf die Absolutheitsansprüche der Weltverbesserer und der Negativitätstheoretiker zu verzichten – ein Ratschlag, der aktueller kaum sein könnte. Und seine Diagnose von der Einsamkeit in unserer Zeit muss bei aller digitalen Kommunikation und sozialen Vernetzung wohl kaum revidiert werden. Marquard steht nicht zuletzt für einen Humor des Intellektuellen, der nicht krampfhaft und nicht böswillig ist. 1985 hielt er die Laudatio auf Loriot bei der Verleihung des Kasseler Literaturpreises für grotesken Humor.

Update: Weitere Nachrufe gibt es von Gregor Dotzauer im Tagesspiegel, Ludger Fittkau bei Deutschlandradio-Kultur, von Holger Noltze als Audio beim Deutschlandfunk, von Mladen Gladic bei der WELT, von Martin Meyer in der NZZ, und auch N24, der ORF, der Standard und das Giornale dell Umbria berichten

Wie viele Sterne gibt es?

Mit bloßem Auge sind am Nachthimmel unter günstigen Bedingungen (also jenseits der Städte) nicht ganz 10.000 Sterne zu sehen. Wie viele sind es wohl im ganzen Universum? 100 Milliarden? Das ist vermutlich eher die Anzahl an Galaxien im Universum. Also sind es doch ganz erheblich mehr Sterne. Erklärt uns auch dieses kleine, anschauliche Video: