Martha Nussbaum hält die Oxforder John Locke Lectures 2014

Martha Nussbaum wird 2014 die John Locke Lectures halten. Eine offizielle Ankündigung ist mir entgangen, aber gestern habe ich es auf Twitter gelesen, und gleich mal recherchiert. Die Webseite der John Locke Lecture führt es tatsächlich selbst an (ganz unten), bei Wikipedia steht es auch (dann ist es notwendigerweise wahr) und Martha Nussbaum erwähnt es selbst in diesem kleinen Interview aus dem Jahr 2012.

Sandel am 17.10. in Berlin

An der Freien Universität Berlin hält Michael Sandel am 17.10.2013 einen Vortrag mit dem Titel “What money can’t buy”. Dies ist auch der Titel seines jüngsten Buches, dass auf deutsch “Was man für Geld nicht kaufen kann” heißt.
Hier die Ankündigung der FU.

Zeit und Ort: 17.10.2013, 18:15, Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin, Hörsaal 1a

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A Theory of Justice – The Musical: Runde 2

Das Musical “A Theory of Justice”, benannt nach dem gleichnamigen Klassiker von John Rawls, hatte Anfang des Jahres erfolgreich seine Premiere in Oxford (siehe z.B. meinen Bericht hier). Nun singen und tanzen Rawls, Nozick, Platon, Mill und Rousseau vom 31. Juli bis zum 26. August in Edinburgh. Der Eintrittspreis liegt etwa zwischen 8 und 12 Pfund. Soundtrack und Film können auch online bezogen werden (je für 9,99 $).

Ob man in Deutschland auch einmal ein solches philosophisch-musisches Projekt realisieren wird? Habermas’ “Theorie des kommunikativen Handelns” oder Poppers “Offene Gesellschaft und ihre Feinde” beinhalten jedenfalls hinlänglich viel Personal, das in werkgetreuer Dramatik auf die Bühne gebracht werden könnte. Vielleicht ja auch als mehrteilige Kinokassenschlager.

Thomas Scanlon hält die Uehiro Lectures 2013

Thomas Scanlon wird in Oxford vom 5. bis 10. Dezember die Uehiro Lectures 2013 halten. Das Thema ist noch nicht angekündigt.

Scanlon hielt schon 2009 die John Locke Lectures unter dem Titel “Being Realistic about Reasons”. Davon sind Texte und Audioaufzeichnung im MP3-Format hier erhältlich.

Die letzten Uehiro Lectures hielt 2012 Janet Radcliffe Richards zu philosophischen Fragen der Geschlechtergerechtigkeit (Video und Audio hier).

Konferenz zu Reduktion und Emergenz

Reduktion und Emergenz sind seit einigen Jahrzehnten Kernthemen der Wissenschaftsphilosophie. In München wird vom 14. bis 16. November 2013 eine Konferenz mit dem Titel “Reduction and Emergence in the Sciences” stattfinden. Unterstützt wird die Konferenz durch die Alexander-von-Humboldt-Stiftung. Zu den Organisatoren und zum Programmkomitee gehören für diesen Bereich bekannte Namen wie Stephan Hartmann, Albert Newen, Achim Stephan, Paul Hoyningen-Huene und andere.

Als Keynote Speaker werden angekündigt Patricia S. Churchland, Kevin D. Hoover, Margaret Morrison und Samir Okasha. Die Konferenz soll auf iTunes U dokumentiert werden (hier der Direktlink zum iTuneskanal des Munich Center for Mathematical Philosophy).

Martha Nussbaum kommt nach Frankfurt

Martha Nussbaum wird am 13. Dezember 2012 in Frankfurt einen Vortrag über den “Capabilities approach” halten. Der Vortrag mit dem Titel “Development and Human Capabilities: The Contribution of a Philosophical Theory of Justice” wird um 19 Uhr c.t. im Hörsaal 6 des Hörsaalzentrums auf dem Frankfurter Campus Westend stattfinden.

Auch im nächsten Jahr wird Martha Nussbaum nach Frankfurt kommen. Dann wird sie die zweite Dagmar Westberg-Vorlesung an der Goethe-Universität halten.

(via “Marketing und Kommunikation” der Uni Frankfurt)

Über den ontologischen Gottesbeweis

John Haldane (St Andrews), Peter Millican (Oxford) und Clare Carlisle (Religionsphilosoph, London) diskutieren morgen auf BBC4 über den Ontologischen Gottesbeweis. Vermutlich wird die Sendung danach auf der Webseite des Programms abrufbar sein.

Anselm von Canterbury hat im Jahr 1077 die erste Version des Ontologischen Gottesbeweises formuliert. Es ist ein rein logisch-begriffliches Argument, das darauf hinausläuft, dass aus dem Begriff Gottes logisch auch seine Existenz bewiesen werden kann. Bekannte Varianten stammen von Descartes und Leibniz.
Als Kritker haben Thomas von Aquin, David Hume, Kant, Gottlob Frege, Bertrand Russell und Norbert Hoerster die logischen Mängel dieses Arguments aufgezeigt.

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Konferenz der Gesellschaft für Wissenschaftsphilosophie

Die neugegründete Gesellschaft für Wissenschaftsphilosophie (Gründungsmitglieder u.a. Andreas Bartels, Carsten Held, Holger Lyre, Meinard Kuhlmann, Gregor Schiemann) wird vom 11. bis 13. März 2012 ihre erste internationale Konferenz, die zugleich Kick-Off-Meeting ist, in Hannover veranstalten.

Thema der Konferenz ist “How Much Philosophy in the Philosophy of Science?” Es geht um die Frage, wie weit sich die Wissenschaftstheorie den methodologischen Standards der Einzelwissenschaften angenähert und dabei möglicherweise von der philosophischen Tradition entfernt hat, und wie dies zu bewerten ist. Gibt es zwischen Philosophie der Physik, Philosophie der Biologie, Philosophie der Sozialwissenschaften etc. etwas Verbindendes? Und zeigen die jüngsten Debatten um Begriffe wie Kausaliät, Mechanismen und Komplexität, dass es einheitliche Hintergrundorientierungen in diesen zunächst disparaten Bereichen gibt?

Keynote-Speaker der Konferenz sind Peter Godfrey-Smith, Stephan Hartmann, James Ladyman, Sandra Mitchell, Chrysostomos Mantzavinos, Margaret Morrison und Wolfgang Spohn.

Rudolf-Carnap-Lectures mit Ned Block und Susan Carey

Die Rudolf-Carnap-Lectures, die vom 31. Mai bis zum 2. Juni an der Ruhr-Universität Bochum stattfinden, haben diesmal einen psychologischen Schwerpunkt. Als Gäste sind der Professor für Philosophie und Psychologie Ned Block sowie die Psychologin Susan Carey eingeladen. Das Programm ist auf dieser Seite veröffentlicht.

Graduierte sind aufgerufen, Vorträge einzureichen, die mit den Themen der Gastvorträge von Block und Carey zu tun haben oder jedenfalls in den Bereich der Philosophie des Geistes und der Entwicklungspsychologie gehören.

Die von Albert Newen initiierten Carnap-Lectures werden im Jahr 2013 David Chalmers zu Gast haben, der sich in seinem neuen Buch “Constructing the world” mit Carnaps “Logischem Aufbau der Welt” auseinandersetzt (siehe meinen Beitrag zum “Aufbau”hier). Zu seinem Buch hatte Chalmers 2010 die John-Locke-Lectures in Oxford gehalten, von denen Handouts, Tonmitschnitt und Folien hier heruntergeladen werden können. Ein Manuskript von Chalmers Buch ist auf dieser Seite erhältlich.

Formale Ontologie für Informationssysteme

Die 7. Konferenz “Formal Ontologies in Information Systems” (FOIS 2012) wird vom 24. bis 27. Juli 2012 in Graz stattfinden. Sie beschäftigt sich mit den Repräsentationen in Informationssystemen wie Künstlicher Intelligenz, Software, Datenbanken, Bioinformatik, Wissensmanagementsystemen und Semantischem Web. Die Konferenz widmet sich sowohl theoretischen Fragen als auch konkreten Anwendungen.
Eine Übersicht über bisherige Konferenzen gibt es auf der Webseite formalontology.org.

Philosophie und Psychiatrie – Jaspers-Kongress in Heidelberg

Zur Zeit (15. – 16.9. 2011) findet in Heidelberg der Jaspers-Kongress statt. Titel der Veranstaltung ist ‘100 Years of Karl Jaspers’ “General Psychopathology”‘.

Dabei geht es unter anderem um “Fragen, die Patienten in ihrem Selbsterleben existentiell betreffen, wie die nach der eigenen Identität, der Wirklichkeit oder der Seele. Ein philosophisch geschulter Psychiater kann mit diesen Themen umgehen und den Patienten geeignete Impulse geben.

Organisator des Kongresses ist Thomas Fuchs, Karl Jaspers-Professor für Philosophische Grundlagen der Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Heidelberg.

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