Archive for category Rechte

Die Menschen wollen einen guten Tod

In den Niederlanden ist Sterbehilfe seit 5 Jahren legal. In einem Interview in De Groene Amsterdamer sagt der Psychiater Boudewijn Chabot: “Die meisten Menschen assoziieren einen ‘guten Tod’ mit dem Dahinscheiden am Ende eines langen Lebens, gewaltlos und im Familienkreis.” “Die Menschen wollen nicht tage- oder wochenlang ohne Bewusstsein und völlig wehrlos, unter Verlust ihrer Würde, zu ihren Vorfahren geschickt werden.” [via Perlentaucher]

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Digitale Wasserzeichen in Apples Musikdownloads

Digitale Wasserzeichen in Musikdateien sind nichts Neues. Das Fraunhofer-Institut bewirbt sie schon länger, weshalb ich vor über einem Jahr schon einmal darüber geschrieben habe.
Nun macht Apple also einen neuen Schritt [via EDV], weg vom umständlichen DRM, hin zum verborgenen Merkmal, dass den Kunden eindeutig identifziert. Die Probleme – und zwar auch die jenseits der immer in den Vordergrund gestellten Piraterie – sind damit also nicht vom Tisch. Der Kunde kann nicht uneingeschränkt über das gekaufte Gut verfügen, er kann es bspw. nicht veräußern, wie er es mit Tonträgern konnte. Oder mal auf eine private Party mitnehmen – was, wenn er das gute Stück vergisst, wieder mitzunehmen, oder per USB-Stick auf den Laptop mit der Mixsoftware geladen hat. Wie soll er es da wieder runterbekommen? Etc. pp – so normal und zahlreich, wie die Alltagssituationen sind, in denen wir Musik hören, ohne Verbrechen zu begehen, so zahlreich sind die Probleme von gekaufter Musik mit Benutzermerkmalen in Form von Wasserzeichen.

Nachtrag:
Wie ich heute lese (Electronic Frontier Foundation, via Franztoo) bezeichnet man die von Apple in die Musikdateien eingebrachten Kundendaten nicht als Wasserzeichen. Die Problematik bleibt die gleiche.

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Bruce Schneier: Warum Vistas DRM schlecht für sie ist

Bruce Schneier, bekannter Computersicherheitsexperte, fällt ein vernichtendes Urteil über die absichtlich beschränkten Multimediafähigkeiten von Windows Vista:

Windows Vista enthält eine Reihe von “Features”, die man nicht will. Diese Features machen ihren Computer weniger zuverlässig und weniger sicher. Sie machen ihren Computer weniger stabil und langsamer. Sie verursachen Probleme beim technischen Support. Sie erfordern sogar möglicherweise eine Erneuerung der Hardwareperipherie und der vorhandenen Software. Und diese Features leisten überhaupt nichts Nützliches. Tatsächlich arbeiten sie gegen sie. Es sind Digital Rights Management (DRM) Features, die auf Geheiß der Unterhaltungsindustrie in Vista eingebaut wurden.

Und sie können sie nicht ablehnen.

(Original (englisch) bei Forbes und im Weblog)

[Via vowe: "Repeat after me: DRM is bad for the customer"]

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Was ist DRM?

DRM (Digitale Rechteminderung)

FAZ via vowe

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Interview mit Martha Nussbaum

In der Reihe “Conversations with History” von Harry Kreisler an der Universität Berkely ist ein ausführliches Interview mit Martha Nussbaum (University of Chicago) online erschienen: “Women’s rights, religious freedom, and liberal education“.
Darin beschreibt Martha Nussbaum ihre persönliche Biografie, ihre Arbeit mit Amartya Sen und geht dann im Detail auf ihre moral- und sozialphilosophischen Konzeptionen bezüglich der Rechte von Frauen, der Rolle der Religionen, von Gleichheit und Bildung und der Aufgaben und Möglichkeiten von Intellektuellen ein.

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SPD kurzsichtig: für schlechteres Urheberrecht

Der Anschein, dass Regierungsstellen in Berlin Verbrauchern und Kreativen einen schlechten Dienst erweisen, indem sie sich die Auffassungen von Lobbyisten zu eigen machen, hat SPD-Chef Kurt Beck wieder einmal bestätigt: Er hat Verlagen beim Schutz des geistigen Eigentums “volle Unterstützung” zugesagt. Von den Rechten der Autoren und der Käufer war nicht die Rede.
Zum Thema siehe auch hier.

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Wessen Urheberrecht?

Die Rede ist viel vom Urheberrecht, dem bedrohten, schützenswerten. Gemeint ist aber das Recht der Verwerter, nicht der Urheber. Autoren dagegen haben wie eh und je Anlass zur Klage, systematisch hintergangen zu werden.

Allerhöchste Zeit, dass auch Verlage, die sich über die Rechte ihrer Vertragspartner so flott hinwegsetzen, eine entsprechende Behandlung erfahren. Für jede dem Autor verschwiegene Verwertung seines Werkes Gefängnis oder ein angemessener Schadensersatz – nicht nur die paar Peanuts, die manche Verlagshäuser ihren Autoren anzubieten wagen, wenn ihre Heimlichkeiten zufällig entdeckt werden.

Theo Winterlich in Telepolis

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DRM und Digitales Wasserzeichen

In vielen Downloadshops für Musik wird ein Digitales Rechtemanagement angewendet, das die Verwendungsmöglichkeit der erworbenen Dateien einschränkt. Alternativ kommen Digitale Wasserzeichen zum Einsatz, die vordergründig keine Einschränkungen bewirken. Sie verändern die akustische Information in lauteren Bereichen der Musikdatei durch ein eindeutiges, nicht wahrnehmbares Identifikationsmerkmal des Käufers, das nicht manipulierbar ist. »Wer nicht über den Schlüssel des Wasserzeichens verfügt, kann noch nicht einmal feststellen, ob überhaupt ein Wasserzeichen in eine Datei eingebettet ist. Damit dürfte in der Praxis das Wasserzeichen kaum entfernbar sein, da kein Angreifer überprüfen kann, ob er erfolgreich war. Tests haben gezeigt, dass die IPSI-Wasserzeichen selbst eine analoge Rundfunkübertragung und Aufnahme vom Lautsprecher auf Tonband überstehen« (Martin Steinebach vom Fraunhofer IPSI).
Faktisch bringt das Digitale Wasserzeichen gleichwohl Einschränkungen mit sich – die akustische Qualität ist manipuliert, was empfindsame Liebhaber feiner Musik (bspw. Jazz, Klassik) stören dürfte. Außerdem lässt sich die erworbene Musik nicht mehr problemlos veräußern (verschenken, verkaufen (wie die alte Plattensammlung auf dem Flohmarkt)), denn der ursprüngliche Käufer hat keine Handhabe bezüglich des Tuns des neuen Besitzers. Drittens sind die Daten des Käufers mit den Signaturinformationen auf lange Sicht bei einem Unternehmen hinterlegt, was Fragen des Datenschutzes und des Schutzes der Privatsphäre aufwirft.

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Philosophielinks

Ronald Dworkins Analysen und Rezensionen bei der New York Review of Books finden sich online hier.

Freges ‘Die Grundlagen der Arithmetik’ als pdf, via Stanford Encyclopedia of Philosophy

Das erste Kapitel aus Samuel Fleischacker: ‘On Adam Smith’s Wealth of Nations – A Philosophical Companion’

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