Archive for category Rationalität

John Coopers Locke-Lectures über Philosophie als Lebensweise

Neben der anspruchsvollen akademischen Philosophie, die sich damit beschäftigt, was anspruchsvolle akademische Philosophie ist und welche Denkschulen nicht als richtige Philosophie akzeptiert werden können, hat es immer – prominent besonders in der antiken griechischen und römischen Philosophie – eine zweite, zusätzliche Auffassung von Philosophie als Lebensweise oder als Methode für einen gelingendes Leben gegeben. Diese Auffassung ist für Autoren wie Platon, Epikur, Chrysippos, Cicero oder Seneca integraler Bestandteil der Philosophie.

John M. Cooper (Harvard) hat 2011 die John Locke Lectures in Oxford gehalten – unter dem Titel “Ancient Greek Philosophies as a Way of Life“. Er spricht darüber, dass für antike griechische Philosophen die philosophisch gebildetete Vernunft, und nicht etwa Religion oder Tradition, die einzige Autorität in der Frage des richtigen Lebens und des richtigen Handelns ist. Diese pagane Konzeption verfolgt Cooper von Sokrates, Platon und Aristoteles, über die Stoiker, Epikur, die Pyrrhonische Skepsis bis zu Plotin und den spätantiken Platonismus.

Es hat den Anschein, dass diese Locke-Lectures die Grundlage für Coopers neues Buch “Pursuits of Wisdom: Six Ways of Life in Ancient Philosophy from Socrates to Plotinus” sind, das im April bei Princeton University Press erscheinen wird.

John Cooper ist Herausgeber einer vielbeachteten neueren Platongesamtausgabe (siehe dazu diesen informierten Kommentar eines Amazon-Users) und Übersetzer einiger Schriften Senecas. Einige seiner Aufsätze zur antiken Philosophie sind 1986 in “Reason and Human Good in Aristotle” und 1998 in “Reason and Emotion: Essays on Ancient Moral Psychology and Ethical Theory” erschienen.

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Was wäre ein selbstbestimmtes Leben? Rezensionen zu Peter Bieris “Wie sollen wir leben?”

Nach seiner Reflexion über das “Handwerk der Freiheit“, in der Peter Bieri, statt philosophische Lehren und Positionen aufzuzählen, sich in einer literarisch-philosophischen Weise einem lebensrelevanten Begriff von Freiheit nähert, ist nun mit seinem neuen Buch “Wie sollen wir leben?” ein weiterer solcher Versuch erschienen, in dem es um Selbstbestimmung und Selbsterkenntnis geht.

Bieri entfaltet explizit ein Verständnis von Philosophie, dass sie nicht auf reine “begriffliche Turnübungen” beschränkt, sondern sie bei der Klärung lebenspraktischer Fragen an die Seite der Psychologie stellt.

Rezensionen zu “Wie sollen wir leben?” haben Christian Geyer in der FAZ und Manfred Geier in der Süddeutschen geschrieben.

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Bertrand Russell über Klarheit

Aristoteles hat die Suche nach Erkenntnis als eine Frage der Einstellung gesehen (Zweite Analytik, II, 19; 99b17), wobei uns die antiken Philosophen die Rationalität als Ausweg aus dem bloßen Meinen und dem gewaltsamen Übertrumpfen anempfehlen. Rationales, nachvollziehbares Argumentieren ist die demokratische, intersubjektive Methode, die von allen denjenigen, die die Welt mit ihrer Überzeugung beglücken wollen, ohne kritische Fragen zuzulassen – auch besonders heute wieder – verachtet wird.

Für die rationale Einstellung sprach sich der Pazifist, Logiker, Lebensberater, Schriftsteller, Philosoph und Nobelpreisträger Bertrand Russell aus:

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Carnap-Video auf YouTube

Auf YouTube und anderen Videoplattformen gibt es nur wenige deutschsprachige Videos zur Philosophie. Noch weniger Philosophievideos gibt es dort, die nicht der Postmoderne, Heidegger oder Frankfurter Schule gewidmet sind.

Der blinde Hund hat erfreulicherweise bemerkt, dass vor kurzem ein dreiteiliges Video eines Interviews, das Willy Hochkeppel 1964 mit Rudolf Carnap geführt hat, gepostet wurde. So hatte ich zum ersten Mal Gelegenheit, Carnap im Originalton zu hören und zu sehen. Dem Urteil des blinden Hundes kann ich mich anschließen: “sympathisch zurückhaltend”. Unter anderem betont Carnap, dass Wissenschaftlichkeit Kooperation möglich macht, im Unterschied zu einer “monologischen” Philosophie. Weitere Themen sind Fortschritt in der Philosophie, Bedeutung und Entwicklung der Logik, insbesondere der induktiven Logik, und am Ende des letzten Teils gibt es ein paar interessante Bemerkungen zu Tatsachen- und Wertfragen.

Der erste Teil scheint unvollständig zu sein – er läuft nur 36 Sekunden und enthält offenbar nur das Intro. Der zweite und dritte Teil scheinen vollständig zu sein.

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Mehr zu Carnap.

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Die technologische Naivität der Ingenieure

Trial and error in der Technologie sind gang und gäbe. Bei einem Auto oder einem Gebäude ist ein Unfall tragisch, hat aber klar begrenzte Folgen, die schnell überschaubar sind. Der Unfallprozess als solcher ist von kurzer Dauer und danach abgeschlossen. Dies ist bei einem GAU nicht der Fall – der provisorische Betonsarkopharg in Tschernobyl ist Zeichen einer katastrophalen, nicht mehr beherrschbaren Situation. Die tödlichen, strahlenemittierenden Prozesse laufen über lange Zeiträume weiter.

In Fukushima ist ein Fall eingetreten, der nach Expertise der Ingenieure kaum wahrscheinlich und außerdem gut beherrschbar ist (s.u.).

In Folge eines Erdbebens verloren offenbar mehrere der dortigen Reaktorblöcke die Stromversorgung von außerhalb. Allerdings konnten auch die internen Systeme zur Notstromversorgung keine oder nicht genügend Energie zum Betrieb der Ventile und Pumpen des Kühlsystems der Reaktoren liefern. Dieses Havarie-Szenario wird “station blackout” genannt. Ein glücklich verlaufener Vorläufer dieses Unfalltyps trug sich 1975 im Kernkraftwerk Greifswald (DDR) zu.

Wie Scientific American berichtet, halten Experten die Eintrittswahrscheinlichkeit eines solchen Szenarios für schwer kalkulierbar, zumal wenn es sich um nur eine Ursache handelt, die sowohl die externe als auch die interne Energieversorgung der Pumpen stört.

Die Realität hat nun gezeigt, wie eine solche Ursache beschaffen sein kann und wie wahrscheinlich es ist, dass sie eintritt. Der von nukleartechnischem und wahrscheinlichkeitskalkulatorischem Wissen unbefleckte Laie kann sich zudem leicht weitere Konstellationen ausmalen, in denen zwei Dinge wie diese mal kaputt gehen können. Ist das naiv?

Ganz seriös dagegen berichtet (PDF, S. 59 ff) die Reaktor-Sicherheitskommission am 16. März 1988 zum Notfallschutz am Beispiel des Kernkraftwerkes Krümmel:

“Im Fall des Ausfalls der Eigenbedarfsversorgung und aller Notstromdiesel (Station blackout) stehen mindestens 5 h zur Verfügung, um ausgefallene Systeme wieder verfügbar zu machen oder zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen. Bis zu diesem Zeitpunkt ist der Reaktorkern ausreichend gekühlt. Eine Auswertung der Zuverlässigkeit der Netzversorgung, die vor der RSK vorgenommen wurde, hat ergeben, daß nach einem großflächigen Ausfall der Netzversorgung innerhalb von ca. 2 Staunden die Versorgung der Kernkraftwerke aus dem Netz wiederhergestellt werden kann.”

Während man sozusagen live mitverfolgt, wie sich in den letzten Tagen die Dinge in Fukushima entwickeln, demontiert sich zugleich der Optimismus solcher Experteneinschätzungen als waghalsige Naivität.

Wem es an Phantasie fehlt, um die Auswirkungen der Kernenergie für die belebte Natur realistisch einzuschätzen, hat in der Geschichte der Störfälle dieser Technologie bedrückendes Anschauungsmaterial.
An der Gefährlichkeit der manipulierten Materie ist technologisch prinzipiell nichts zu ändern. Der Einsatz dieser Technik ist naiv und gefährlich. Da er nicht im lokal umgrenzten Sandkasten stattfindet, ist die illusionäre Seriösität, die uns die Kommissionen der Technokraten vermitteln sollen, unverzeihlich.


Update: Bodenseepeter hat sich dankenswerterweise die Mühe gemacht, diese Übersetzung eines Blogposts zu den technischen Details des Unfalls anzufertigen (aus einem Blog, das merkwürdigerweise nichts anderes als dieses eine Posting enthält, in dem zudem den “unermüdlichen Leuten bei WNN” besonders gedankt wird). Frappierend ist jedoch an diesem Text, dass hier wieder das übliche Argument der Ahnungslosigkeit der Gegenseite bemüht wird, um einen Standpunkt der praktischen Bewertung – hier also in der Technikethik der Kernkraft – zu diskreditieren. In den Reihen sowohl der Befürworter als auch der Gegner wird jedoch der Anteil der im technischen Detail Ahnungslosen zweifellos gleichermaßen enorm sein. Und dass bei Kritikern – und selbst bei den vielgescholtenen Journalisten – kein Sachverstand zu finden ist, ist eine Behauptung, die ihrerseits den Tatbestand der Ahnungslosigkeit erfüllt, dem mit einem geringen Aufwand an Internetrecherche abzuhelfen ist.

Darüberhinaus ist der Text auf unfreiwillige Weise ein Beleg für die Monstrosität der in Frage stehenden Tatsachen und Abläufe. Jeder sollte genau dies auf möglichst nüchterne, rationale Weise selbst beurteilen.


Update 2: Auch der “ahnungslose” Scienceticker maßt sich unbefugterweise eine Meinung zur Kerntechnik an (Ironie aus): “Solange wir Atomenergie nutzen, gehen wir Risiken ein, die im Falle eines technischen Versagens lebensgefährlich sind.
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Für eine Kultur respektvoller Debatten – Martha Nussbaum

Martha Nussbaums Buch “Not for Profit” über die Relevanz der Geisteswissenschaften wird in Großbritannien und den USA viel diskutiert. Völlig zu Recht weist sie darauf hin, dass es sich um ein weltweites Problem handelt.

Ende letzten Jahres wurde im Blog “In Socrates’ Wake” in mehreren Beiträgen über “Not for Profit” diskutiert, und am 8. November 2010 antwortete Martha Nussbaum auf die Diskussion. Sie wies auf einige positive Aspekte des amerikanischen Systems hin, die es in dieser Form in Deutschland nicht oder nur ansatzweise gibt.
Außerdem diskutiert sie die Verantwortung der Geisteswissenschaft – und dieser Teil scheint mir in Manchem übertragbar auf die Situation in Deutschland, aber auch von ganz eigener Wichtigkeit zu sein.
Sie hält in den akademischen Disziplinen einen Respekt für ernsthafte Argumente ebenso für erforderlich wie das Ideal, dass widerstreitende Positionen mit Respekt und verständnisvoll untersucht werden müssen. Beides vermisst sie insbesondere in den Literaturwissenschaften (“literature departments”). Sie diskutiert dann einige amerikanische Besonderheiten, und streicht dann noch einmal die Bedeutung des “respektvollen Argumentierens” für die demokratische Kultur heraus.

Sowohl, was ihre Einschätzung dieser Wichtigkeit, als auch was die typischen Symptome des Ignorierens dieses Werts angeht, stimme ich ihr zu. Hiesige Debatten, etwa in der Politik oder im Internet, lassen in ganz erstaunlichem Maß die Fähigkeit und Bereitschaft vermissen, Themen sachgerecht darzustellen und alternative Positionen angemessenen zu diskutieren. Stattdessen werden die eher üblichen, ohnehin schon unverzeihlichen rhetorischen Fouls nicht selten von mehr oder weniger verschleierten ad-hominem-Attacken gekrönt.

Tatsächlich haben die Geisteswissenschaften die Aufgabe, den Studierenden die Fähigkeit zu intellektuellem Respekt beizubringen, und tatsächlich ist es erforderlich, diese Fähigkeit möglichst weit zu verbreiten. Destruktive Machtkämpfe in Debatten sind psychologisch und kulturell krank.
In Martha Nussbaums Worten: “I so often see opposing positions demonized and not engaged with seriously, and I think this is a grave failing of our culture.” Erforderlich ist “a way of putting forward one’s own position (by persuasive argument) that is not insulting but deeply respectful.

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Erinnerung an Robert Nozick

Am 23. Januar war der Todestag von Robert Nozick. Manwithoutqualities erinnert an Nozicks weitgespannte Interessen in der Philosophie und verlinkt einige Nachrufe auf ihn.

Nozick hat ja nicht nur “Anarchy, State, and Utopia” geschrieben, das ihn berühmt machte, das aber von seinen Bewunderern noch weniger verstanden wird als von seinen Kritikern, wie Alan Ryan 2002 im Independent feststellt. Zwar wird das Buch oft als philosophische Unterstützung für die neokonservative Politik seit den 1980ern betrachtet, doch ist die darin enthaltene Kritik des sozialen Konservativismus verheerend. Wichtiger (und kennzeichnender) waren für Nozick Bücher wie “Philosophical Explanations” (1981), “The Examined Life” (1989) und “The Nature of Rationality”.

Hilary Putnam, Thomas Scanlon und andere erinnern in einem Nachruf der Harvard Gazette an interessante akademische und biografische Details aus Nozicks Leben.
Nozick war in zweiter Ehe mit der amerikanischen Dichterin Gjertrud Schnackenberg verheiratet.

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Martha Nussbaum hält Ratzingers Äußerung zum Relativismus für falsch

Anlässlich des Erscheinens der italienischen Übersetzung von Martha Nussbaums Buch “Upheavals of thought” (Affiliate-Link) führte Vera Fisogni ein Interview mit der Philosophin Martha Nussbaum (hier abrufbar).
Darin wird auch Ratzingers Kritik des “westlichen Rationalismus” als angebliche Ursache des Relativismus angesprochen. Nussbaum erwidert, dass sie Ratzingers Diagnose für falsch hält.

Fisogni: “The origin of ethical relativism, according to the Pope Ratzinger, belongs to the development of modern Western thought. …”

Nussbaum: “I don’t think he is correct about relativism; it has many origins in many different ethical traditions. And I don’t think that the Western philosophical tradition has typically separated rationality from emotion. … it would be wrong to call Hume a relativist, and just as wrong to call William James a relativist. So I don’t see any interesting connection between these two issues.”

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Kampagnen und Polemik

Paul Krugman meint, die Demokraten in den USA sollten einfach aggressiver in ihren Kampagnen auftreten, wie es die Republikaner auch immer tun. Schließlich habe Harry Reid damit Erfolg gehabt.
Interessant, aber ob’s stimmt? War Reids Gegenkandidatin vielleicht einfach zu schlecht? Und ist die Welt besser, wenn Demokraten nicht auch noch polemisch, sondern lieber vernünftig argumentieren (d.h., können wir noch mehr von der Scheiße überhaupt vertragen?) Natürlich wundert man sich, wie die Republikaner und andere rechte Spinner mit ihren abstrusen Äußerungen durch- und ankommen.

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Kurt Baier gestorben

Der Moralphilosoph Kurt Baier (1917 – 2010) emigrierte 1938 nach dem Einmarsch der Nazis in Österreich nach Großbritannien, wo er als “friendly enemy alien” interniert und dann nach Australien geschickt wurde (Biografie hier). Dort studierte er Philosophie. 1952 erhielt er seinen DPhil von der Oxford University. Später lehrte er an der Universität Pittsburgh. Er war verheiratet mit Annette Baier. Kurt Baier starb vor Kurzem in Neuseeland.

Sein 1958 veröffentlichtes Buch “The Moral Point of View” dürfte sein bekanntestes sein. 1995 veröffentlichte er “The Rational and the Moral Order: The Social Roots of Reason and Morality”, in dem er eine Begrüdnung für Moral lieferte, ohne auf prekäre Annahmen über Altruismus angewiesen zu sein. Er will zeigen, dass rationale Gründe für Moral existieren. Baier hat dazu beigetragen, den Fokus der Moralphilosophie nach der Phase der eher akademischen sprachphilosophischen Analysen wieder mehr auf konkrete moralische Fragestellungen zu lenken.
Nachrufe beim Standard und Brian Leiter.

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Edna Ullman-Margalit gestorben

Edna Ullmann-Margalit (1946 – 2010) ist gestorben. Sie ist bekannt durch Aufsätze und Monografien, in denen sie Konzepte der praktischen und politischen Philosophie durchleuchtet und auf konkrete Problemfelder angewendet hat. So dürfte ihr Aufsatz “Invisible Hand Explanations” (1978: Synthese 39 (2)) eine der ersten gründlichen philosophischen Analysen zu diesem Thema sein. Eine ihrer jüngeren Arbeiten heißt “Trust out of Distrust” (2002: Journal of Philosophy 99 (10): S. 532-548).
1999 gab sie bei OUP “Reasoning Practically” heraus, und 2001 “Isaiah Berlin: A Celebration” (mit Aufsätzen von Autoren wie Sidney Morgenbesser, Charles Taylor, Ronald Dworkin, Alfred Brendel, Bernard Williams und anderen).

Es scheint nicht viele Nachrufe im Internet zu geben. Eine Meldung gibt es bei Brian Leiter und eine bei Crooked Timber.

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Der Nutzen von Rhetorik

“before some audiences not even the possession of the exactest knowledge will make it easy for what we say to produce conviction. For argument based on knowledge implies instruction, and there are people whom one cannot instruct. Here, then, we must use, as our modes of persuasion and argument, notions possessed by everybody”

(Aristoteles, Rhetorik, Buch I, Kapitel 1 (Alternativlink), in der Übersetzung von W. Rhys Roberts)

“we must be able to employ persuasion, just as strict reasoning can be employed, on opposite sides of a question, not in order that we may in practice employ it in both ways (for we must not make people believe what is wrong), but in order that we may see clearly what the facts are, and that, if another man argues unfairly, we on our part may be able to confute him.”

(Aristoteles, ebd., m. Hvh.)

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