Ein Video eines im November 2009 in Moskau gehaltenen Vortrages von Jürgen Habermas mit dem Titel “Religion, Law and Politics – On Political Justice in a Multicultural World Society” ist hier zu sehen. (Das Weblog Political Theory verlinkte es unter dem Titel “The Internal Relationship Between Human Dignity and Human Rights”. Von dort auch der Link zu einem Video einer Diskussion von Habermas mit russischen Kollegen).
Die Beiträge zur jüngsten Ausgabe der Hume Studies, Volume 34, Number 1, April 2008 sind als HTML- und als PDF-Version kostenlos erhältlich. Darin u.a.:
- Politeness, Paris and the Treatise
- Reason in Hume’s Passions
- A Conversation between Annette Baier and Anik Waldow about Hume’s Account of Sympathy
- The Miseries of Life: Hume and the Problem of Evil
Brian Leiter, der mit den Leiter Reports eines der prominentesten Philosophieblogs führt, klärt im Gespräch mit Nigel Warburton auf Philosophy Bites die größten Missverständnisse, die im allgemein bekannten Nietzschebild enthalten sind: der Übermensch, der Wille zur Macht, sein Antisemitismus und sein proto-postmoderner Wahrheitsskeptizismus – sie alle gehören gar nicht oder nicht zentral zu den Überzeugungen, die Nietzsche publiziert hat.
Nietzsche Source ist eine neue Webseite, auf der Texte von und über Friedrich Nietzsche veröffentlicht werden. Verantwortlich dafür ist das Editorial Board der Association HyperNietzsche, aus der die Nietzsche Source Organization mit Sitz an der École normale supérieure in Paris hervorgegangen ist.
Derzeit ist die Faksimile-Ausgabe von Nietzsches Nachlass sowie die Digitale Kritische Gesamtausgabe Werke und Briefe (eKGWB), die auf der kritischen Gesamtausgabe von Colli und Montinari basiert, online.
Da jeder Textstelle eine stabile Internetadresse zugeordnet ist, die sich an den Standardabkürzungen der Druckausgabe orientiert, ist nach eigenen Aussagen die eKGWB eine “der ersten digitalen Editionen, die, bei einfachster Handhabung, akademisch voll zitierfähig ist“.
Die Philobar berichtet von einem neuen Buch von Maria Michela Sassi – Gli inizi della filosofia: in Grecia – in dem es um die Frage der Anfänge der abendländischen Philosophie geht. Was weiß man aus der Zeit vor den Vorsokratikern?
Bei der BBC gibt es jährlich die Reith Lectures, deren Ziel so beschrieben wird: “Series of annual radio lectures on significant contemporary issues, delivered by leading figures from the relevant fields.”
Die Lectures der vergangenen zehn Jahre werden regelmäßig auf der Webseite der BBC als Audiodatei zur Verfügung gestellt. Aber auch einige ältere sind dort abrufbar, darunter die erste aus dem Jahr 1948, von Bertrand Russell mit dem Titel “Authority and the Individual” (Format: Real Audio). [via]
Bei Curious Expeditions gibt es schon eine Weile einen Beitrag mit Bildern der schönsten Bibliotheken der Welt. Großartige Beispiele dabei – man wünscht sich das nötige Kleingeld, um selbst so einen Traum zu verwirklichen.
George Peabody Library, Baltimore, Maryland, USA
Real Gabinete Portugues De Leitura Rio De Janeiro, Brazil
In der Times Higher Education schreibt Simon Blackburn aus Anlass der aktuellen Debatten um Religion, Glaube und Atheismus über David Humes “Dialoge über natürliche Religion” (Divine irony). Diese wortreiche Diskussion sei ärgerlich, allein schon, weil der informierte Zeitgenosse weiß, dass das alles schon mal dagewesen sei – ein Deja vu: “But it is not just that old tunes are being replayed, but that they are being replayed badly.”
Die “Dialoge über natürliche Religion” von David Hume sind die klassische Abhandlung über die vorliegenden Positionen. Hume selbst sei zu subtil, um sich selbst als Atheisten zu bezeichnen. Was man von ihm lernen könne sei die skeptische Ironie. Der Olympische Überblick über die ins Spiel gebrachten Argumente und Positionen sei für diejenigen, die sich auf spezielle Authoritäten berufen, schwer auszuhalten.
PhilPapers, das Verzeichnis von Online-Aufsätzen und -Büchern (akademischer) Philosophen, ist zwar erst zwei Monate alt, blüht und gedeiht aber prächtig. David Chalmers berichtet von den neuesten Entwicklungen: Benutzerzahlen, 200.000 Pfund frischer Fördermittel, ein Editorsystem zur Kategorisierung der Einträge und schließlich ein Forum und ein Blog.
Der Titel ist missverständlich. Es geht nicht darum, dass Beziehungen zwischen den beiden Denkern hergestellt werden, sondern darum, dass Jeremy Stangroom für die Serie “Great Philosophers” des Independent einen Aufsatz zu Edmund Burke und einen weiteren zu Ibn Rushd heschrieben hat, die online abrufbar sind.
Christopher Pincock hat einen Entwurf seines Überblicksartikels über Rudolf Carnaps “Der logische Aufbau der Welt” (1928) als PDF-Datei online gestellt: “… it is fair to say that the Aufbau, as the book is typically called, is one of the most important books for the history of analytic philosophy. … The main aim of this article is to help the non-specialist approach the Aufbau and begin to appreciate why so many philosophers have spent so much time trying to understand it.“