Category: Psychologie

Von der Neuroethik zum Neurorecht?

Bei Vandenhoeck & Ruprecht ist eine Aufsatzsammlung mit dem Titel “Von der Neuroethik zum Neurorecht?” erschienen, herausgegeben von Stephan Schleim, Tade Matthias Spranger und Henrik Walter. Er befasst sich mit den philosophischen, psychologischen und rechtswissenschaftlichen Fragen, die der Fortschritt der modernen Neurowissenschaften aufwirft. Wie sind die Erkenntnisse der modernen Hirnforschung zu verstehen, und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die genannten Disziplinen? Das Buch enthält elf Beiträge, unter anderem von Dieter Birnbacher, Stephan Schleim, Henrik Walter und Klaus Günther.

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Was ist Lacansche Psychoanalyse?

November 20, 2009 | Filed Under Psychologie, Verschiedenes | 2 Comments

Das Wall Street Journal berichtete vor einem Monat, dass Argentinien relativ zur Einwohnerzahl die meisten Psychologen aufweist. Vaughan Bell bietet auf Mind Hacks eine Erklärung zu diesem Phänomen. Die Argentinier hätten eine kulturell verwurzelte Faszination für die Psychoanalyse nach Freud. Ebenso sei Argentinien ein Zentrum der Lacanschen Psychoanalyse, die er wie folgt beschreibt:

If you can, imagine a French post-modern take on Freud. If you can’t, reading Lacan is unlikely to help because it’s an almost impenetrable reinterpretation of what was already a set of theories that was fairly loopy in places.

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Können Schimpansen trauern?

Ein Photo für National Geographic, dass bei Boing Boing gezeigt wird, scheint ein “Ja” nahezulegen. Sehr bewegend.

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Podcast mit Sabine Döring über Gefühle

August 31, 2009 | Filed Under Emotionen, Ethik, Psychologie | Comments Off

Auf Philosophy Bites gibt es einen neuen Podcast mit Sabine Döring über Gefühle. Unter anderem geht es um die Frage, welche Rolle Gefühle in unserem Leben spielen sollten.
Im Juli war sie bei Bayern 2 zu einem Gespräch über Liebe als das schwierigste der Gefühle.

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Zweiter Teil des Videointerviews mit Stephan Schleim zu Neuro-Enhancement

August 25, 2009 | Filed Under Ethik, Medizinethik, Moralphilosophie, Psychologie | Comments Off

Der zweite Teil des Videointerviews, das Arvid Leyh mit dem Philosophen Stephan Schleim zum Thema Neuro-Enhancement geführt hat, ist jetzt auch veröffentlicht (hier, oder direkt bei Vimeo hier). Darin geht es, wie Stephan Schleim hier im Blog kommentiert hat, “aus ethisch-philosophischer Sicht … um die wesentlich interessanteren Fragen.” Sehenswert!

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Neuro-Enhancement und Neuroethik: Neil Levy

August 24, 2009 | Filed Under Akademisches, Bioethik, Ethik, Glück, Leute, Medizinethik, Moralphilosophie, Psychologie | Comments Off

Neil Levy hat den Eureka Prize for Research in Ethics 2009 der Australian Catholic University erhalten. Der Webseite des Australian Museum zufolge ist Levy (University of Melbourne und Oxford University) ein Pionier der Neuroethik. Er vertritt die These, dass – informierte Einwilligung vorausgesetzt – psychopharmazeutische Behandlung der individuellen Authentizität keinen Abbruch tut. “Dr Levy also argues we need to stop seeing the brain as sacrosanct.
Seine Positionen hat Levy in dem Buch Neuroethics: Challenges for the 21st Century dargelegt. [via]

Update: Boing Boing hat einen Bericht zur Verwendung von chemischen Substanzen zu militärischen Zwecken. Er bezieht sich auf einen Artikel von Malcolm Dando in Nature: Biologists napping while work militarized. Um das Offenkundige explizit zu machen: Natürlich hat dieser Einsatzzweck nichts mit informierter Einwilligung zu tun. Ausführlicher äußert sich dazu Stephan Schleim: “Neuro-Waffen auf dem Vormarsch”.

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Woody Allen über Philosophie

August 10, 2009 | Filed Under Humor, Leute, Philosophie allgemein, Psychologie, Religion, Verschiedenes | Comments Off

Edgar Dahl hat in seinem Weblog Libertarian ein fabelhaftes Interview mit Woody Allen veröffentlicht, das er mit ihm in Allens Lieblingsrestaurant „Elaine’s“ geführt hat. Woody Allen plaudert zwanglos und gewohnt ironisch über sein Verhältnis zur Philosophie. Als Quelle seines Pessimismus führt er Schopenhauer an. Er hat die klassischen Autoren des Existenzialismus und deutschen Idealismus gelesen, und gibt als seinen Philosophielehrer Sandor Nadelmann aus. Ob es diesen Nadelmann wirklich gibt, habe ich nicht herausfinden können. Im Internet stieß ich nur auf eine Anekdote über Nadelmann, die Allen in den 80ern geschrieben hat und die voller Übertreibungen ist, sowie auf einen Artikel in der taz, dessen Autor diesen Namen vermutlich als Pseudonym verwendet.

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Interview mit Stephan Schleim zum Neuro-Enhancement

Arvid Leyh hat mit dem Philosophen Stephan Schleim ein Videointerview zum Thema Neuro-Enhancement geführt, dessen erster Teil jetzt auf seinem Weblog Braincasts erschienen ist.
Stephan Schleim hat auch eine Webseite zu Neuro-Enhancement.

Braincast 165 – Neuro-Enhancement 1 from Anita Leyh on Vimeo.

Demnächst wird dann wohl der zweite Teil des Videos bei Braincasts erscheinen.

Weitere Philoblog-Beiträge zum Enhancement finden sich hier und hier.

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Generation Me: Eine narzisstische (selbstverliebte) Jugend

Jean Twenge und W. Keith Campbell analysieren Studien, die zeigen, dass es generationelle Unterschiede bezüglich des Narzissmus gibt: die jüngere Generation (“Generation Y”) sei erheblich individualistischer als die ihr vorausgehenden. Sie beschäftige sich stärker mit den eigenen Wünschen, sei selbstbewusster – aber auch unglücklicher als ältere Generationen. Das Befolgen von Pflichten und sozialen Regeln sei ihr weniger geläufig.

Aus der Kommunitarismusdebatte der 80er und 90er Jahre sind diese Diagnosen den Philosophen bereits vertraut. Sie hat uns darauf vorbereitet, über Umgangsformen mit diesem Phänomen nachzudenken. Eine Lösung haben wir noch nicht gefunden, was zu einem erheblichen Teil der ideologischen Unterfütterung geschuldet ist, mit der manche Positionen in dieser Debatte vertreten wurden. Wer vorgebliche Ursachen aus ideologischen Gründen überzeichnet, wer bei praktischen Alternativen das Kind mit dem Bade ausschüttet, der löst eben kein Problem. Dennoch ist die Debatte nach wie vor aktuell. Es gibt eine Vielzahl von wertvollen Beiträgen und umsichtigen Anaylsen. Die Bewahrung oder Wiederbelebung (oder Neuerschaffung) des Gemeinsinns in einer pluralistischen Gesellschaft (d.h. ohne Bezug auf orthodoxe oder okkulte Authoritäten) ist eine der wichtigsten sozialen Aufgaben unserer Zeit.

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Zweifel an der Existenz von Spiegelneuronen?

June 8, 2009 | Filed Under Psychologie, Wissenschaft | Comments Off

Spiegelneurone sind eine verheißungsvolle Entdeckung – wenn es sie denn wirklich gibt. Derzeit bestehen noch Zweifel:
- All smoke and mirror neurons?
- Can fMRI adaptation demonstrate (or refute) the existence of mirror neurons?

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Leistungssteigernde Pharmazeutika

June 5, 2009 | Filed Under Ethik, Medizinethik, Moralphilosophie, Psychologie | Comments Off

Bei Neuroanthropology gibt es einen guten Überblicksartikel zur Frage, was von den neuen leistungssteigernden Mitteln für mentale / kognitive Fähigkeiten zu halten ist: The New Performance Enhancing Drugs. Ritalin und Adderall werden in ihren erwünschten und unerwünschten Effekten beschrieben. Erfreulicherweise enthält der Artikel auch eine qualifizierte ethische und soziokulturelle Bewertung. Er kommt zu dem Schluss:

Cognitive enhancers do provide significant long term mental benefits and arguably some social benefits. However, as we have argued, these benefits are outweighed by the physical side effects and social ramifications that such use would entail.

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Psychologie: Forschung und Therapie in virtuellen Welten

June 2, 2009 | Filed Under Internet, Links, Psychologie, Second Life, Virtual Reality | Comments Off

Bislang stößt man hierzulande im Wesentlichen auf Unverständnis, wenn man von den kollaborativen Chancen virtueller Welten spricht, für die Second Life wohl das prominenteste Beispiel ist. Seit einigen Jahren kenne ich englischsprachige Projekte in Second Life zu psychologischen Themen – sei es als Bildungs-, Beratungs- oder Selbsthilfeangebot. Mein Eindruck ist, dass sie recht gut funktionieren und einige Möglichkeiten eröffnen, die in der physischen Welt nicht bestehen. Die jeweiligen Betreiber wissen, welche Probleme dagegen das Internet mit sich bringt, und berücksichtigen dies in der Konzeption ihrer Projekte.
Nun berichtet Christian Jarrett in der aktuellen Ausgabe des Psychologist (Volume 22, Part 6, June 2009), dem Flaggschiff der British Psychological Society, von Vorzügen und Gefahren virtueller Welten für die psychologische Forschung, Therapie und Lehre.

Und ganz zeitgemäß kann der Psychologist auch digital online gelesen werden, als Online-Magazin, das sich durchblättern lässt. Der Artikel “Get a second life” lässt sich direkt anspringen, in dem man direkt über der Präsentationsfläche die Seitenzahl “27″ (von 52) eingibt. Oder indem man den unten eingebetteten Reader anklickt.

(Lesemodus öffnet sich durch Anklicken des Magazins)

Jarrett berichtet in seinem Artikel von konkreten Erfahrungen in psychologischer Forschung, Therapie und Lehre in Second Life.

Article written by Björn
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