Archive for category Politische Philosophie
Axel Honneth im TV-Interview
Posted by Björn in Ökonomie, Leute, Politik, Politische Philosophie, Sozialphilosophie on 2012/01/30
Im Schweizer Fernsehen wurde Axel Honneth zu seinem neuen Buch “Das Recht der Freiheit” interviewt. Das Interview kann als Video im Portal der Sternstunden Philosophie oder beim Suhrkamp-Verlag angesehen werden, oder von der Webseite der Sternstunden runtergeladen werden (Videolink, Audiolink). [via Habermas-Rawls-Blog]
In dem einstündigen Gespräch spricht Honneth von “einer seltsamen Aktualität” der Kritischen Theorie. “Ich hab das auch selber nie für möglich gehalten, weil ich immer dachte, es ist doch veralteter als man meint. Gerade so Überlegungen … zu dem, was man die Durchökonomisierung nennen könnte, dass tatsächlich mehr und mehr Lebensbereiche erfasst werden von einem ökonomischen Imperativ …“. Diese Diagnose sei besonders in Adornos “Minima Moralia” zu finden.
Weitere Beiträge zu Honneths Buch findet man im Philoblog ausgehend von diesem Link.
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Rainer Forst erhält Leibniz-Preis
Posted by Björn in Akademisches, Leute, Politische Philosophie on 2011/12/15
Rainer Forst wird mit zehn weiteren Wissenschaftlern mit dem Leibniz Preis der DFG ausgezeichnet. Hier die Pressemitteilung der Uni Frankfurt mit einer Würdigung der Arbeit von Forst.
Das Theorieblog und das Habermas-and-Rawls-Blog berichten auch.
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Thomas Scanlon über Libertarianismus und Freiheit
Posted by Björn in Ökonomie, Liberalismus, Politik, Politische Philosophie on 2011/10/21
Thomas Scanlon bezweifelt in der Boston Review, dass die politischen Programme des Libertarianismus (weniger Staat, weniger Steuern …) sich auf indidividuelle Freiheit als Grundwert berufen können.
Volker Gerhardt rezensiert Axel Honneths “Das Recht der Freiheit”
Posted by Björn in Buecher, Politische Philosophie, rezensionen on 2011/10/17
Volker Gerhardt rezensiert in der “Welt” Axel Honneths Buch “Das Recht der Freiheit”. Es sei ein “Ereignis in der Theoriegeschichte der Bundesrepublik. Hier kommt die Kritik nicht aus dem intellektuellen Off, hier wird nicht versucht, den Verhältnissen die Leviten zu lesen, sondern hier wird beschrieben, welche Entwicklung die Dinge im Gang der letzten beiden Jahrhunderte aus der Sicht der Soziologie genommen haben.”
Honneths Buch stelle einen Paradigmenwechsel der Frankfurter Sozialkritik dar. Allerdings verkenne Honneth die “historische Rolle der Ideen, die unerlässlich sind, wenn es gilt, den Widerstand einer von puren Machtinteressen formierten Realität zu brechen.“. Die Wahrheit müsse man – so der Rezensent – nicht allein bei Hegel, sondern immer auch bei Kant suchen.
Links zu weiteren Rezensionen von Axel Honneths “Das Recht der Freiheit” finden sich hier.
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Rezension zu Martha Nussbaums “Creating Capabilities”
Posted by Björn in Ethik, Moralphilosophie, Politische Philosophie, Sozialphilosophie on 2011/09/02
Ingrid Robeyns rezensiert auf Crooked Timber ausführlich Martha Nussbaums Buch “Creating Capabilities“. Das Buch sei eine gelunge Einführung in den Capabilties Approach. Als solche könne es aber nicht umfassend auf alle Details eingehen, wie beispielsweise Fragen der ökonomischen Messung. Schließlich geht Robeyns, die den Eintrag zum Thema bei der SEP geschrieben hat, zu einer Kritik von Nussbaums Capabilties Approach über – ihre Voraussetzungen unterstellten einen Konsens, der nicht existiert. Man könne sich auch eine paternalistischere Version des Capabilities Approach denken, wie Nussbaum ihn ablehnt. Wie ist diese Kritik einzuordnen? Ich denke, aus Nussbaums Sicht würde man einen solchen Ansatz … eben … ablehnen.
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Christoph Möllers rezensiert Axel Honneths “Das Recht der Freiheit”
Posted by Björn in Buecher, Politische Philosophie, rezensionen on 2011/08/27
In der FAZ rezensiert Christoph Möllers Axel Honneths neues Buch “Das Recht der Freiheit“. Er äußert eine “gewisse Enttäuschung”, was aber nicht für den ersten Hauptteil des Buches gelte, der “eine luzide historische Darstellung des Freiheitsbegriffs aus der Perspektive der eigenen Konzeption” enthalte. Aber Honneth verabsäume es, den normativen Gehalt der sozialen Instutionen und Interaktionen zu historisieren und entidealisieren.
Update: Die Zahl der Rezensionen zu “Das Recht der Freiheit” wächst – eine weitere von Christian Schlüter ist in der Berliner Zeitung und in der FR erschienen. Weitere habe ich hier und hier erwähnt.
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Ludwig Siep rezensiert Axel Honneths neues Buch “Das Recht der Freiheit”
Posted by Björn in Buecher, Internet, Medien, Philosophiegeschichte, Politische Philosophie, rezensionen, Sozialphilosophie on 2011/08/25
In der ZEIT ist eine Rezension von Ludwig Siep zu Axel Honneths neuem Buch “Das Recht der Freiheit” erschienen. Der Schlüsselbegriff bei Honneth sei “Anerkennung”: “Jeder will sich im sozialen Handeln von den anderen bejaht, respektiert und in seinen Zielen gefördert erfahren.” Honneths Rekonstruktion der Sozialgeschichte und der Pathologien der Gesellschaft – ein Begriff, den er von John Dewey übernommen habe – sei eindrucksvoll dicht. Siep skizziert Honneths normative Analyse der Fortschritte und Rückschritte der gesellschaftlichen Entwicklung. Im Arbeitsmarkt gäbe es für die soziale Freiheit in den letzten Jahrzehnten einen enormen Rückfall, und die Medien würden ihrer Funktion zur “demokratischen Willensbildung” kaum mehr gerecht. Ob das Internet daran etwas ändern werde, sei für Honneth offen. Honneths Resümee sei, im Gegensatz zu Hegels seinerzeit, pessimistisch. Und es sei Honneth überzeugend gelungen, Grundlagen moderner Gesellschaftskritik aus Hegels Philosophie zu entwickeln.
Weitere Infos zu Sieps Rezension hier.
Siehe auch meinen früheren Beitrag zu Honneths “Das Recht der Freiheit”.
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BBC-Interview mit Martha Nussbaum
Posted by Björn in Ethik, Moralphilosophie, Politische Philosophie, Sozialphilosophie on 2011/08/04
In der Sendereihe “Thinking Allowed” der BBC wurde ein Interview mit Martha Nussbaum veröffentlicht. Sie spricht über ihren Fähigkeitenansatz (capabilities approach) im Vergleich zum Konzept des Bruttosozialproduktes. Das Interview kann als MP3-Datei heruntergeladen (Direktlink) werden.
Axel Honneths neues Buch “Das Recht der Freiheit”
Posted by Björn in Buecher, Politische Philosophie, Sozialphilosophie on 2011/07/13
Im Juni ist das neue Buch von Axel Honneth erschienen: “Das Recht der Freiheit“. Der Titel lässt vermuten, dass sich Honneths Position von der Formel “Recht auf Freiheit” abheben soll. Mit dem Buch schließt Honneth an seine Untersuchungen über Anerkennung als zentrale Kategorie der praktischen und der Sozialphilosophie an.
Bei Political Theory hat es auch schon einen Hinweis auf das Buch gegeben. Von dort habe ich den Link zur Einleitung (PDF). In ihr erläutert Honneth sein Anliegen und sein Vorgehen. Er schließt an Hegels Rechtsphilosophie, ohne auf einen idealistischen Monismus oder die Theorie des objektiven Geistes zurückzugreifen.
Im Deutschlandfunk hat Christoph Fleischmann (Transkript und Audio) mit Axel Honneth über seine Konzeption gesprochen, die Gesellschaftsanalyse und politische Philosophie verbinden will, um zu “zeigen, wie die europäische Moderne Institutionen hervorgebracht hat, die bestimmte Werte verkörpern, die uns noch heute in die Pflicht nehmen. Werte fallen bei Honneth also nicht vom Himmel der Ideen, sondern werden in der Geschichte wirksam.”
Ebenfalls im Deutschlandfunk hat Svenja Flaßpöhler Honneths Buch besprochen (auch Audio abrufbar).
Siehe auch diesen Beitrag und diesen Hinweis auf ein Fernsehinterview.
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Axel Honneth rezensiert “Kritik der politischen Philosophie” von Raymond Geuss
Posted by Björn in Buecher, Politische Philosophie on 2011/07/08
In der Frankfurter Rundschau rezensiert Axel Honneth das neue Buch von Raymond Geuss – “Kritik der politischen Philosophie“. Honneths Einschätzung ist kritisch: Geuss’ Abhandlung sei stellenweise dekretiv und begründungsarm. Dessen Realismus, der sich gegen den Primat der Ethik wendet, sei unbekümmert, und Geuss verliere sich letztlich in abstrakten Allgemeinheiten.
Auch Adam Kirsch hatte – wie hier berichtet – den methodischen Ansatz von Raymond Geuss in seiner Rezension von “Philosophy and Real Politics” ganz ähnlich kritisiert.
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Die enorme Popularität Michael Sandels in Asien
Posted by Björn in Buecher, Leute, Medien, Moralphilosophie, Philosophie allgemein, Politische Philosophie on 2011/06/27
China Newsweek hat Michael Sandel als “die einflussreichste ausländische Person” des Jahres in China bezeichnet, wie die Harvard Gazette oder auch die New York Times berichten.
Sandels Popularität verdankt sich offenbar seinem regelmäßig abgehaltenen Harvard-Kurs “Justice”, den mittlerweile über 15.000 Studenten absolviert haben sollen und der laut Wikipedia mit 1115 Zuhörerinnen im Jahr 2007 der größte jemals durchgeführte Kurs in Harvard gewesen sein soll. Sandels erfolgreicher Kurs wurde auf Video aufgezeichnet, im öffentlichen Fernsehen ausgestrahlt und wird als Videoserie von der Universität Harvard auf einer eigenen Webseite präsentiert (alternativ die zugehörige Playlist des Harvard-YouTube-Kanals).
Sandel hat ein Buch zu dieser Veranstaltung veröffentlicht – “Justice: What’s the Right Thing to Do?“, das allein in Ostasien über eine Million mal verkauft wurde. In Japan ist Sandel nämlich eine Art Rockstar, nachdem das japanische Fernsehen NHK die Aufzeichnungen von Sandels Kurs übersetzt und ausgestrahlt hat. Das Buch dazu kletterte auf Platz 1 der ausländischen Veröffentlichungen bei Amazon Japan. Die japanischen Sendungen wurden wiederum chinesisch untertitelt und auf chinesischen Webseiten veröffentlicht, wo sie Millionen von Aufrufen haben sollen. Michael Sandel hat danach eine erfolgreiche Lesetour durch Japan unternommen sowie Vorlesungen in China gehalten.
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Robert Nozick und das Ende des Libertarianismus
Posted by Björn in Leute, Politische Philosophie on 2011/06/23
Bei Slate gibt es einen interessanten, aber sehr journalistischen Artikel über Robert Nozick, d.h. die Argumente sind nicht immer deutlich. Beschrieben wird die Entwicklung der libertarians, die Tatsache, dass Nozick in den späten 80ern seine frühere libertäre Position als unangemessen bezeichnet hat und die traurige, wenn nicht abstoßende heutige Realität einer konservativen Sozialideologie.
P.S.: Hier gibt es ein Interview mit Robert Nozick aus dem Jahr 2001