Category: Philosophiegeschichte

Adam Smith – der Philosoph

Es ist erstaunlich, welches Bild von Adam Smith heute allgemein verbreitet ist. Nun, er war sozusagen im Zentrum der großen ideologischen Auseinandersetzungen der letzten zweihundert Jahre – allerdings von Gegnern und Anhängern dieser Ideologien dort hingestellt. In der Politik wird bekanntlich grob gehobelt, da nimmt man auf Einzelheiten keine Rücksicht. Dennoch ist es unverständlich, dass ausgerechnet ein Wissenschaftler, der auf ein überhöhtes Podest gehoben wird, so wenig bekannt, sein Bild so verzeichnet ist.
Nicholas Phillipson hat jetzt eine neue Adam-Smith-Biografie geschrieben, die beim New Statesman rezensiert wird. Eine kurze, aber vorzügliche deutsche Biografie hat Gerhard Streminger schon vor einigen Jahren in der Reihe Rowohlts Monographien veröffentlicht.

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Platon mit Emoticons (Smilies und so)

:-> Plato with emoticons :^D – um den heutigen Studenten den kognitiven Zugang zur Philosophie zu erleichtern. Witzig und pädagogisch fürs Erste vielleicht gar nicht so schlecht.

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Was ist Analytische Philosophie? Nichts als Anti-Metaphysik oder Logik?

Pierre Wagner schreibt bei Eurozine über falsche, weil verkürzende Vorstellungen von Analytischer Philosophie: “The linguistic turn and other misconceptions about analytic philosophy“. Ist Analytische Philosophie dezidiert antimetaphysisch? Heute macht Metaphysik einen großen Teil der analytischen Forschung aus – wenn auch nicht in der Art, wie sie von Hegel oder Bergson betrieben wurde. Ist Analytische Philosophie unhistorisch? Schon einer der “Gründerväter”, Bertrand Russell, hat umfangreich über die Geschichte der Philosophie geschrieben. Wichtige Interpretationen von Platon und Aristoteles stammen aus der Feder von analytischen Philosophen. Ist Philosophie die “Magd der Wissenschaften”? Nicht bei Quine, nicht bei Wittgenstein, und es lassen sich viele Belege in der heutigen Analytischen Philosophie für eine gegenteilige Meinung finden. Sind analytische Philosophen hauptsächlich linguistische Philosophen? Wie ist der “linguistic turn” zu verstehen? Jedenfalls nicht eindeutig in der Weise, so Wagner, dass alle analytischen Philosophen damit auf ein Programm festgelegt wären. Die Analytische Philosophie ist zu vielfältig, als dass sie sich ausschließlich mit einem der genannten Programmpunkte charakterisieren ließe.

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Rezensionen

May 10, 2010 | Filed Under Buecher, Philosophiegeschichte | Leave a Comment

Adam Kirsch über Heideggers Nazismus.

Francis Fukuyama über Julian Youngs Nietzsche-Biografie.

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Blackburn rezensiert Collingwood-Biografie

Simon Blackburn rezensiert Fred Inglis’ Biografie “History Man: The Life of R.G. Collingwood”. Collingwood war ein brillianter Philosoph und Historiker, so Blackburn. Neben seinen bekannten historischen und philosophiegeschichtlichen Arbeiten sind seine philosophy of mind und seine philosophy of art bemerkenswert modern. Allerdings findet Collingwood in der heutigen Philosophie meist nur in Fußnoten Beachtung, was möglicherweise auch, so vermutet Blackburn, an seiner ostentativen Unbescheidenheit liegt (wie er im Vergleich zu Wittgenstein verdeutlicht).

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Die meistzitierten Autoren 2007 in den Geisteswissenschaften

sind einer ISI-Studie zufolge
1. Foucault
2. Bourdieu
3. Derrida

Mehr hier. Keine Überraschung. Das sagt viel über die derzeitigen verworrenen Debatten und Standards aus. Siehe auch teh Internets.

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Albert Einstein gegen Astrologie

Bei Letters of Note wurde ein kurzer Brief Albert Einsteins veröffentlicht, in dem dieser die Astrologie als Pseudowissenschaft und Aberglaube bezeichnet – was im klaren Gegensatz zur Behauptung einiger Astrologen steht, Einstein habe der Astrologie Sympathien entgegengebracht.

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Texte des Wiener Kreises kostenfrei auf PaperC lesen

March 15, 2010 | Filed Under Analytische Philosophie, Buecher, Logischer Positivismus, Philosophiegeschichte | Comments Off

Die im Meiner Verlag erschienene Textsammlung “Wiener Kreis. Texte zur wissenschaftlichen Weltauffassung” mit Originaltexten von Rudolf Carnap, Otto Neurath, Moritz Schlick, Hans Hahn und anderen Mitgliedern ist online bei PaperC kostenlos zu lesen (Registrierung erforderlich, Druck und Download nur gegen Entrichtung eines Seitenpreises).

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Gedenkveranstaltung zum 150. Todestag von Arthur Schopenhauer

March 12, 2010 | Filed Under Akademisches, Philosophiegeschichte, Termine, Verschiedenes | Comments Off

Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste in Düsseldorf hat für Freitag, den 30.4.2010, von 15 bis ca. 19 Uhr, eine Gedenkveranstaltung zum 150. Todestag von Arthur Schopenhauer organisiert. Wolfram Hogrebe, Markus Gabriel, Dieter Birnbacher und Kai Vogeley werden zu verschiedenen Themen Vorträge halten. Die Veranstaltung ist nach vorheriger Anmeldung frei zugänglich.

Das Vortragsprogramm:
Prof. Dr.Wolfram Hogrebe: Einführung

Prof. Dr. Markus Gabriel: Im Spiegelkabinett. Die Welt als Vorstellung

Prof. Dr. Dieter Birnbacher: Nahmoral und Fernmoral. Ein Dilemma für die Mitleidsethik

Prof. Dr. Dr. Kai Vogeley: Die Welt: Fiktion des Gehirns

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Enttäuschung über Derrida

February 26, 2010 | Filed Under Buecher, Kulturphilosophie, Leute, Literatur, Philosophiegeschichte, rezensionen | Comments Off

David Mikics hat eine intellektuelle Biografie über Jacques Derrida geschrieben – “Who Was Jacques Derrida?” – die von David Kaufmann im Onlinemagazin Tablet rezensiert wird. In den 80er-Jahren war Mikics ein Anhänger Derridas – zu einer Zeit, als Derridas Dekonstruktivismus die amerikanischen Geisteswissenschaften dominierte: so vehement, wie Derridas Skeptizismus vertreten wurde, so heftig wurde er kritisiert. Mikics zeichnet die biografischen Stationen von Derridas subversiver Polemik nach, und zeigt die Widersprüche seiner Position. Derridas moralisch-praktische Indifferenz sind der wichtigste Grund für Mikics, die Philosophie des Stars der 80er aufzugeben.

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Bernard-Henry Lévy: Kant ist eine Erfindung

February 15, 2010 | Filed Under Leute, Medien, Philosophiegeschichte, Verschiedenes | Comments Off

Bernard-Henri Lévy ist offenbar einer Ente aufgesessen, auf die er sich ungeprüft in seinem neuesten Buch bezieht. Einen einigermaßen ausführlichen Artikel dazu findet man in der TimesOnline. Im Mittelpunkt der Affäre steht das Buch The Sex Life of Immanuel Kant von Jean-Baptiste Botul. Botul, so schreibt Bernard-Henry Lévy, habe ein für allemal erwiesen, dass Kant eine Fiktion sei. Das Pikante daran: Botul ist eine Erfindung eines französischen Journalisten – was Lévy selbst aus der Wikipedia hätte erfahren können.
Seitdem das bekannt wurde, verbreiten sich in Internet und Feuilleton Häme über Lévy, die meist nicht ohne Seitenhiebe auf seine Selbstinszenierung als eitler Medienstar auskommen.

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Linksammlung 2009-01-27

Ein Video eines im November 2009 in Moskau gehaltenen Vortrages von Jürgen Habermas mit dem Titel “Religion, Law and Politics – On Political Justice in a Multicultural World Society” ist hier zu sehen. (Das Weblog Political Theory verlinkte es unter dem Titel “The Internal Relationship Between Human Dignity and Human Rights”. Von dort auch der Link zu einem Video einer Diskussion von Habermas mit russischen Kollegen).

Die Beiträge zur jüngsten Ausgabe der Hume Studies, Volume 34, Number 1, April 2008 sind als HTML- und als PDF-Version kostenlos erhältlich. Darin u.a.:
- Politeness, Paris and the Treatise
- Reason in Hume’s Passions
- A Conversation between Annette Baier and Anik Waldow about Hume’s Account of Sympathy
- The Miseries of Life: Hume and the Problem of Evil

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