Category: Persönlichkeitsrechte

Von der Neuroethik zum Neurorecht?

January 29, 2010 | Filed Under Buecher, Ethik, Persönlichkeitsrechte, Philosophie des Geistes, Psychologie, Rechte | Comments Off

Bei Vandenhoeck & Ruprecht ist eine Aufsatzsammlung mit dem Titel “Von der Neuroethik zum Neurorecht?” erschienen, herausgegeben von Stephan Schleim, Tade Matthias Spranger und Henrik Walter. Er befasst sich mit den philosophischen, psychologischen und rechtswissenschaftlichen Fragen, die der Fortschritt der modernen Neurowissenschaften aufwirft. Wie sind die Erkenntnisse der modernen Hirnforschung zu verstehen, und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die genannten Disziplinen? Das Buch enthält elf Beiträge, unter anderem von Dieter Birnbacher, Stephan Schleim, Henrik Walter und Klaus Günther.

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Datenschutz, Websitestatistiken und IP-Nummern

December 3, 2009 | Filed Under Datenschutz, Internet, Persönlichkeitsrechte, Technik | 2 Comments

Ist Google Analytics illegal? Die IP-Nummer und die deutschen Datenschutzbeauftragten – Ein engagierter und wie ich finde guter Beitrag von Markus Breuer zur Ansicht deutscher Landesdatenschutzbeauftragter, die IP-Adresse eines Besuchers einer Webseite sei personenbezogen. “Irrsinn!“, findet Markus Breuer.

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Der Nachteil von Patenten und Urheberrechten

James Surowieckis Besprechung von Michael Hellers Buch “The Gridlock Economy“_

“In the second decade of the twentieth century, it was almost impossible to build an airplane in the United States. That was the result of a chaotic legal battle among the dozens of companies—including one owned by Orville Wright—that held patents on the various components that made a plane go. No one could manufacture aircraft without fear of being hauled into court. …
The situation that grounded the U.S. aircraft industry is an example of what the Columbia law professor Michael Heller, in his new book, “The Gridlock Economy,” calls the “anticommons.” …
The commons leads to overuse and destruction; the anticommons leads to underuse and waste. …”

[via]

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Religion und Kultur und die Unterdrückung der Frauen

May 12, 2008 | Filed Under Ethik, Persönlichkeitsrechte, Politik, Religion | Comments Off

Bei Butterflies and Wheels gibt es eine Übersicht über den aktuellen Status von Frauen in verschiedenen kulturellen Systemen mit zahlreichen weiterführenden Links: “a great many women lead lives of misery and sometimes of plain horror.” Dies ist eine aufrüttelnde Übersicht. Dieses Thema bleibt nach wie vor das Wichtigste für jede emanzipatorische, humanistische, liberale Agenda. Butterflies and Wheels: Women Under Theocracy

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Die Balance zwischen Zentralismus und Föderalismus

Francis Fukuyama beschreibt, dass das Problem des mangelnden Rechtsschutzes für einfache Bürger in China nicht unbedingt durch die Zentralregierung entsteht, sondern (auch) durch ihre Schwäche, lokale Autoritäten in ihre Schranken zu weisen. “It both lacks the capacity to do this and depends on local governments and the private sector to produce jobs and revenue. The Chinese Communist Party understands that it is riding a tiger.” Historisch sei diese Situation nicht unbekannt: ob in Frankreich vor der Revolution von 1789, in den Südstaaten der USA vor dem Bürgerkrieg, oder den mittel- und osteuropäischen Aristokratien des Mittelalters und der frühen Neuzeit – wenn die lokalen Mächte sich dem Einfluss der Zentralgewalt entziehen, kann dies dazu führen, dass Bürger ihre grundlegenden, minimalen Rechte nicht in Anspruch nehmen können. “State weakness can hurt the cause of liberty.

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Eine Aufsatzsammlung zu Ronald Dworkin

January 28, 2008 | Filed Under Buecher, Ethik, Leute, Moralphilosophie, Persönlichkeitsrechte, Politische Philosophie, Rechte | Comments Off

Arthur Ripstein hat im letzten Jahr bei CUP eine Aufsatzsammlung zu Ronald Dworkin herausgegeben, die Joseph R. Reisert in der Law and Politics Book Review ausführlich rezensiert:

Although his works, individually, are models of clarity, Dworkin has written so much, and contributed to so many different debates in practical philosophy, that it can be difficult to appreciate the full scope and range of his intellectual achievements. Arthur Ripstein’s collection of essays, RONALD DWORKIN, aims to help readers meet that challenge.

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Die Beiträge zu den verschiedenen Facetten von Dworkins Interessen stammen von Arthur Ripstein, Scott Shapiro, David Dyzenhuis, Benjamin Zipursky und James Fleming sowie Sanford Levinson.

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Privacy, Identität, Data Mining und Überwachung

July 11, 2007 | Filed Under Datenschutz, Internet, Persönlichkeitsrechte, Privacy, Privatsphaere, Technik | Comments Off

Das Softwaretool Paterva Evolution demonstriert, wie leicht es für jeden ist, gezielte Datenrecherchen im Internet anzustellen, um gebündelte Informationen über Spuren, die beispielsweise eine Person im Web hinterlassen hat, zu erhalten. Kai Raven gibt ein Beispiel für dieses Data Mining. Es vermittelt einen Eindruck von den Möglichkeiten professionellen Data Minings zum Zweck der Profilgewinnung.

Einen anderen Aspekt der Identität im Web erwähnt Michael Panzer, den er bei Danah Boyd gefunden hat, und den sie “Ephemeral profiles” nennt: Internetnutzer legen einfach ein neues Profil oder ein neues Benutzerkonto an, wenn sie ihre Zugangsdaten verloren haben.

Many teens are content (if not happy) to start over with most of their accounts in most places. Forgot your IM password? Sign up again. Forgot your email address? Create a new one. Forgot your login? Time for a change.

Noch etwas anderes: Gero von Randow vertritt in einer Diskussion auf ZEIT.de eine Gegenmeinung: Überwachung tut not. Er fordert eine nüchterne Klärung der Details.

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Die Menschen wollen einen guten Tod

June 6, 2007 | Filed Under Bioethik, Ethik, Moralphilosophie, Persönlichkeitsrechte, Rechte | Comments Off

In den Niederlanden ist Sterbehilfe seit 5 Jahren legal. In einem Interview in De Groene Amsterdamer sagt der Psychiater Boudewijn Chabot: “Die meisten Menschen assoziieren einen ‘guten Tod’ mit dem Dahinscheiden am Ende eines langen Lebens, gewaltlos und im Familienkreis.” “Die Menschen wollen nicht tage- oder wochenlang ohne Bewusstsein und völlig wehrlos, unter Verlust ihrer Würde, zu ihren Vorfahren geschickt werden.” [via Perlentaucher]

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Digitale Wasserzeichen in Apples Musikdownloads

May 31, 2007 | Filed Under Internet, Musik, Persönlichkeitsrechte, Privatsphaere, Rechte, Wirtschaftsethik | Comments Off

Digitale Wasserzeichen in Musikdateien sind nichts Neues. Das Fraunhofer-Institut bewirbt sie schon länger, weshalb ich vor über einem Jahr schon einmal darüber geschrieben habe.
Nun macht Apple also einen neuen Schritt [via EDV], weg vom umständlichen DRM, hin zum verborgenen Merkmal, dass den Kunden eindeutig identifziert. Die Probleme – und zwar auch die jenseits der immer in den Vordergrund gestellten Piraterie – sind damit also nicht vom Tisch. Der Kunde kann nicht uneingeschränkt über das gekaufte Gut verfügen, er kann es bspw. nicht veräußern, wie er es mit Tonträgern konnte. Oder mal auf eine private Party mitnehmen – was, wenn er das gute Stück vergisst, wieder mitzunehmen, oder per USB-Stick auf den Laptop mit der Mixsoftware geladen hat. Wie soll er es da wieder runterbekommen? Etc. pp – so normal und zahlreich, wie die Alltagssituationen sind, in denen wir Musik hören, ohne Verbrechen zu begehen, so zahlreich sind die Probleme von gekaufter Musik mit Benutzermerkmalen in Form von Wasserzeichen.

Nachtrag:
Wie ich heute lese (Electronic Frontier Foundation, via Franztoo) bezeichnet man die von Apple in die Musikdateien eingebrachten Kundendaten nicht als Wasserzeichen. Die Problematik bleibt die gleiche.

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Interview mit Martha Nussbaum

In der Reihe “Conversations with History” von Harry Kreisler an der Universität Berkely ist ein ausführliches Interview mit Martha Nussbaum (University of Chicago) online erschienen: “Women’s rights, religious freedom, and liberal education“.
Darin beschreibt Martha Nussbaum ihre persönliche Biografie, ihre Arbeit mit Amartya Sen und geht dann im Detail auf ihre moral- und sozialphilosophischen Konzeptionen bezüglich der Rechte von Frauen, der Rolle der Religionen, von Gleichheit und Bildung und der Aufgaben und Möglichkeiten von Intellektuellen ein.

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DRM und Digitales Wasserzeichen

April 17, 2006 | Filed Under Datenschutz, Internet, Musik, Persönlichkeitsrechte, Privacy, Privatsphaere, Rechte, Wirtschaftsethik | Comments Off

In vielen Downloadshops für Musik wird ein Digitales Rechtemanagement angewendet, das die Verwendungsmöglichkeit der erworbenen Dateien einschränkt. Alternativ kommen Digitale Wasserzeichen zum Einsatz, die vordergründig keine Einschränkungen bewirken. Sie verändern die akustische Information in lauteren Bereichen der Musikdatei durch ein eindeutiges, nicht wahrnehmbares Identifikationsmerkmal des Käufers, das nicht manipulierbar ist. »Wer nicht über den Schlüssel des Wasserzeichens verfügt, kann noch nicht einmal feststellen, ob überhaupt ein Wasserzeichen in eine Datei eingebettet ist. Damit dürfte in der Praxis das Wasserzeichen kaum entfernbar sein, da kein Angreifer überprüfen kann, ob er erfolgreich war. Tests haben gezeigt, dass die IPSI-Wasserzeichen selbst eine analoge Rundfunkübertragung und Aufnahme vom Lautsprecher auf Tonband überstehen« (Martin Steinebach vom Fraunhofer IPSI).
Faktisch bringt das Digitale Wasserzeichen gleichwohl Einschränkungen mit sich – die akustische Qualität ist manipuliert, was empfindsame Liebhaber feiner Musik (bspw. Jazz, Klassik) stören dürfte. Außerdem lässt sich die erworbene Musik nicht mehr problemlos veräußern (verschenken, verkaufen (wie die alte Plattensammlung auf dem Flohmarkt)), denn der ursprüngliche Käufer hat keine Handhabe bezüglich des Tuns des neuen Besitzers. Drittens sind die Daten des Käufers mit den Signaturinformationen auf lange Sicht bei einem Unternehmen hinterlegt, was Fragen des Datenschutzes und des Schutzes der Privatsphäre aufwirft.

Article written by Björn
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