Archive for category Medien
Die Strumpfhosen der 68er
Posted by Björn in Buecher, Humor, Medien, Verschiedenes on 2010/07/04

Die Welt aka teh internets bewegt ja dieser Tage die Frage, warum das Mannequin nur einen gelben Socken trägt. Der Werbefotograf scheint mir allerdings mit der Sockenlösung die unterschiedlichen Strumpfhosentypen kongenial ins Bild gesetzt zu haben. Verwirrender ist demgegenüber die Frage, was der Sockenträger da liest? Ein Buch der Edition Suhrkamp?
Cinematischer Journalismus
Posted by Björn in Kulturphilosophie, Medien on 2010/04/29
Bei Marcus Bösch habe ich den Hinweis auf eine Debatte um eine neue journalistische Darstellungsweise gefunden: Cinematic Journalism. Was das genau ist, ist Gegenstand der Debatte, aber Marcus Bösch zitiert ein paar Kriterien: “no interviews, no voiceovers, no commentary, and no context.” Ausgangspunkt ist dieses Video von den Zerstörungen in Haiti nach dem Erdbeben:
Haiti Earthquake Aftermath Montage from Khalid Mohtaseb on Vimeo.
Was man mit (gedruckten) Büchern alles machen kann
Die Schweizer Initiative zum Welttag des Buches strahlt einen TV Spot aus, der veranschaulicht, was man mit gedruckten Büchern machen kann. Und lesen kann man sie auch noch.
Marshall McLuhan über das globale Dorf
Posted by Björn in Internet, Medien, Soziologie, Technik on 2010/04/16
Marshall McLuhan hat schon in den 1960ern behauptet, dass die Welt mit den elektronischen Medien zum globalen Dorf wird, und viele kommunikationssoziologischen Implikationen daraus benannt. Bei seinen Erläuterungen in dem folgenden Video habe ich aber auch den Eindruck, dass er einige Seifenblasen produziert, mit denen wir uns auch in der Internetdebatte herumschlagen.
[via Open Culture]
Habermas über die Rolle der Intellektuellen im Internetzeitalter
Posted by Björn in Argumentation, Internet, Medien, Verschiedenes on 2010/04/01
Jürgen Habermas’ Preisrede “Ein avantgardistischer Spürsinn für Relevanzen. Was den Intellektuellen auszeichnet” (zur Verleihung des Kreisky-Preises 2005 an ihn) war schon 2006 im Internet zu lesen (Teil1 und Teil 2 beim Standard) und wurde in einigen Weblogs diskutiert. So wurde Habermas’ Pessimismus bezüglich des öffentlichen Diskurses im Internet kritisiert.
In den letzten Tagen hat der Text im Netz wieder die Runde gemacht – ich nehme an, weil am Dienstag bei Transformations of the Public Sphere eine kondensierte Version des Textes, der 2009 in dem Band “Europe: The Faltering Project” (Polity Press, 2009) abgedruckt wurde, erschien: “An Avantgardistic Instinct for Relevances: Intellectuals and their Public“. Das PDF der vollständigen deutschen Version, die in der Essaysammlung “Ach, Europa” (2008) abgedruckt wurde, findet sich beim Renner-Institut. [via Political Theory - Habermas and Rawls]
In seiner Preisrede stellt Habermas fest, dass die Sphäre des Öffentlichen informeller werde und die gewohnten Rollen darin verschwämmen. Aufgrund der dezentralen, informellen Struktur des Öffentlichen im Internet und dem Mangel eines gefilterten Pools an Nachrichten stünden die Beiträge der Intellektuellen nicht mehr im Fokus. Diese Form der Öffentlichkeit basiere mehr auf Popularität als auf guten Argumenten. Intellektuelle sollten es als Privileg betrachten, nicht um Popularität zu buhlen und stattdessen ein Gespür für relevante Themen haben.
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Enhanced eBooks: Neue Formen interaktiver E-Books
Posted by Björn in Buecher, Medien, Technik, Verschiedenes on 2010/03/09
Tim O’Reilly hat gerade auf der TOC 2010 die Verleger beruhigt, es sei für sie nicht das Wichtigste, “the coolest new enhanced ebooks” zu entwickeln (damit würden die Kreativen schon noch zu den Verlegern kommen). Aber Penguin stellt schon mal seine neuesten eBooks fürs iPad vor:
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Charlie Brookers Mediensatire
Posted by Björn in Humor, Medien, Verschiedenes on 2010/03/01
Psychologisch, ästhetisch oder politisch – letzten Endes hängt viel davon ab, sich die Realität passend zurechtzuschneiden, wie Charlie Brooker anhand der Medien schön gezeigt hat. Dessen Analyse der amerikanischen TV-News war ja schon klasse. Und sein Beitrag über die Methode, einen Nachrichtenclip zu machen wird ja gerade so legendär, dass es auch im selbstgefälligen, behäbigen Deutschland angekommen ist – wenn nicht in den klassischen Medien, dann eben im Internet bei Sixtus vs. Lobo.
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Bernard-Henry Lévy: Kant ist eine Erfindung
Posted by Björn in Leute, Medien, Philosophiegeschichte, Verschiedenes on 2010/02/15
Bernard-Henri Lévy ist offenbar einer Ente aufgesessen, auf die er sich ungeprüft in seinem neuesten Buch bezieht. Einen einigermaßen ausführlichen Artikel dazu findet man in der TimesOnline. Im Mittelpunkt der Affäre steht das Buch The Sex Life of Immanuel Kant von Jean-Baptiste Botul. Botul, so schreibt Bernard-Henry Lévy, habe ein für allemal erwiesen, dass Kant eine Fiktion sei. Das Pikante daran: Botul ist eine Erfindung eines französischen Journalisten – was Lévy selbst aus der Wikipedia hätte erfahren können.
Seitdem das bekannt wurde, verbreiten sich in Internet und Feuilleton Häme über Lévy, die meist nicht ohne Seitenhiebe auf seine Selbstinszenierung als eitler Medienstar auskommen.
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Copyright, Public Domain, Kreativität und Innovation
Das Center for the Study of the Public Domain veranstaltet eine Vorlesungsreihe zum Thema Geistiges Eigentum (Intellectual Property). Videoaufzeichnungen der Vorträge stehen auf der Webseite der Veranstaltungsreihe im RealMedia-Format zur Verfügung. Besonders interessant fand ich folgende Titel:
William F. Patry (Senior Copyright Counsel at Google, Inc.): Moral Panics and the Copyright Wars. A Reply to Jack Valenti [Link zur Webseite]
- Joseph Stiglitz (Nobelpreis Ökonomie): “The Economic Foundations of Intellectual Property” [Direktlink zum Video]
- Lawrence Lessig: Architecting Innovation [Direktlink zum Video]
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Typografie: Eine Schrifttype zu Ehren Ralf Dahrendorfs
Posted by Björn in Kunst, Leute, Medien, Verschiedenes on 2009/06/23
Der Zürcher Gestalter Stefan Huber hat im Auftrag des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) exklusiv eine Schrifttype entwickelt. “Diese Schrift wird künftig für alle WZB-Medien eingesetzt: für die ‘Mitteilungen’, die Visitenkarten, das Briefpapier, die Website – und für das Logo“, teilt das Zentrum mit. Die Ankündigung und den Zeichensatz in verschiedenen Varianten kann man in dieser PDF-Datei sehen. Mir gefällt die Schrift sehr gut. Joachim Güntner bespricht in der NZZ Online die neue Schrifttype “Dahrendorf” versierter als ich. Sein Fazit: “schöne Schrift, grosses Lob.“
Film: Philosophen auf der Straße
Posted by Björn in Ethik, Leute, Medien, Philosophie allgemein, Verschiedenes on 2009/01/16
Astra Taylor hat einen Film mit acht Philosophen gemacht, die in alltäglicher Umgebung über ihre Sicht der Welt erzählen. Darunter Avital Ronell, Judith Butler, Peter Singer, Cornel West, Michael Hardt, Žižek und Martha Nussbaum. Der Film heißt “The Examined Life“. Auf YouTube sind zwei Videos dazu zu finden:
