Archive for category Logischer Positivismus

Otto Neuraths universelle Silhouetten

George Pendle schreibt im Cabinet Magazine über Otto Neurath und seine Isotype-Symbole: Otto Neurath’s Universal Silhouettes. (Ein früher Eintrag in diesem Weblog zu Neuraths Isotype findet sich hier.)

Isotype ist Neuraths Beitrag zu einer möglichst allgemeinen und leicht verständlichen Distribution von Informationen durch neue visuelle Darstellungsformen. “The one constant throughout Neurath’s polymathic life was his interest in visual innovation.” Dieses Anliegen ist anti-elitär: “Not only would it help educate the common Viennese man, but he also believed it might widen the sphere of peaceful cooperation across the world. “The more cooperative man is,” he declared, “the more ‘modern’ he is.”

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Von Otto Neurath als Visionär der multimedialen Wissenskultur und seinem Isotype-System handelt der Band “Bildersprache. Otto Neurath Visualisierungen” von Frank Hartmann und Erwin K. Bauer.
Neurath war Mitglied des Wiener Kreises. Die bebilderte Monographie von Manfred Geier bei rororo, “Der Wiener Kreis. Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten” enthält einen guten Überblick über Leben und Werk seiner Mitglieder. Das Institut Wiener Kreis widmet sich der Dokumentation von Werk und Wirkung des Wiener Kreises.

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Arthur C. Danto über Richard Rorty

Arthur C. Danto schreibt über Richard Rorty und sein letztes Buch ‘Philosophy as Cultural Politics’. Dabei stimmt Danto Rortys Urteil über die Philosophie nicht zu:

Rorty writes that “philosophers’ explanations of how the mind is related to the brain, or of how there can be a place for value in a world of fact, or of how free will and mechanism might be reconciled, do not intrigue most contemporary intellectuals.” The obvious response to this is surely, “So what?” Maybe the things that intrigue contemporary intellectuals don’t especially engage philosophers. What guarantee is there that turning our backs on the great questions of philosophy in favor of doing cultural politics will make people happier, freer, and more flexible persons? Philosophy no more than physics produces practical wisdom.” [Arthur C. Danto: Margins for Error]

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Simple Fragen

Von Bruce Aune ist ein Paper über Herbert Feigl und die Entwicklung der Analytischen Philosophie an der Universität von Minnesota online: Feigl & the development of analytic philosophy at the University of Minnesota.
Herbert Feigl hat folgende einfache Fragen als wichtiges Werkzeug einer konstruktiven Argumentation hervorgehoben:

‘The philosophical tradition he represented centered
its chief inquiries, he said, around two humble questions, “What do you mean?” and “How do you know?”‘

Weitere Dokumente, in denen Feigls berühmte Fragen erwähnt werden, findet man hier.

Der Journalist John Sawatsky plädiert in der American Journalism Review dafür, auch im Journalismus und anderen Bereichen möglichst einfache Fragen zu stellen:

The best questions, argues Sawatsky, are like clean windows. “A clean window gives a perfect view. When we ask a question, we want to get a window into the source. When you put values in your questions, it’s like putting dirt on the window. It obscures the view of the lake beyond. People shouldn’t notice the question in an interview, just like they shouldn’t notice the window. They should be looking at the lake.”

und

“Colorless questions usually provide colorful answers.”

Mehr Empfehlungen für guten Journalismus findet man bei Signal vs. Noise

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A propos Naturalismus

“Im Gegensatz zu dem, was die Positivisten für möglich hielten, ist ontologische Sparsamkeit nicht durch eine im Lehnstuhl gepflogene “Sprachanalyse” erreichbar, sondern – wenn überhaupt – nur in der Alltagspraxis.”

(R. Rorty, Physikalismus ohne Reduktionsimus, Reclam 1993, S. 53)

Allerdings legen die von Rorty gebrauchten Beispiele selbst den Einwand nahe, dass die Praxis, die z.B. die religiöse Terminologie obsolet gemacht hat, sich doch ganz erheblich den “Lehnstuhlanalysen” eines Gallilei, Newton, Hume und Voltaire verdankt. Andererseits erhält man in Zeiten wie diesen, wo es wieder schicker wird, intellektuelles Opium zu predigen, den Eindruck, dass die fünfhundertjährige Alltagspraxis einer wissenschaftlich aufgeklärten Sprache auch ein Ende haben könnte, angetrieben wohl weniger von sprachtheoretischen Lehnstuhlanalysen als von politischen Strategien.

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so ging internetz früher

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otto neurath nannte das in wien isotype und hatte im sinn, dass jeder freien zugang zu den informationen erhält, die ihn interessieren. isotype ist ein bildzeichensystem, das historische, soziale oder whatever umstände veranschaulicht – in büchern, auf plakaten oder in ausstellungen.

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