Archive for category Liberalismus

Bentham-Workshop in Darmstadt

Wie das Theorieblog berichtet, wird es am 23. und 24. März in Darmstadt einen Workshop “Beyond the New Bentham” geben. Gäste sind u.a. Philip Schofield, Paul Kelly und Michael Quinn. Mehr dazu im Theorieblog.

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Thomas Scanlon über Libertarianismus und Freiheit

Thomas Scanlon bezweifelt in der Boston Review, dass die politischen Programme des Libertarianismus (weniger Staat, weniger Steuern …) sich auf indidividuelle Freiheit als Grundwert berufen können.

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Martha Nussbaum über die Vervollkommnung menschlicher Fähigkeiten im Liberalismus

In der neuen Ausgabe von “Philosophy & Public Affairs” (vol. 39, no. 1, 2011) ist ein Aufsatz von Martha Nussbaum mit dem Titel “Perfectionist Liberalism and Political Liberalism” erschienen (kostenlose Registrierung erforderlich). Einen Auszug davon gibt es bei Political Theory, wo auch auf diese frühe Fassung von Nussbaums Artikel hingewiesen wird.

Perfektionistische Ethiken für den Liberalismus sind von vielen Autoren, etwa John Stuart Mill (in Anschluss an Wilhelm von Humboldt), Isaiah Berlin, John Rawls, Joseph Raz oder Charles Larmore, vorgeschlagen oder diskutiert worden. Sie vertreten eine umfassende Auffassung des menschlichen Lebens nicht nur für den politischen Bereich, sondern für das menschliche Verhalten generell. Nussbaum favorisiert gegen Joseph Raz eine Form des “Politischen Liberalismus”, wie er auch von Charles Larmore und John Rawls vorgestellt wurde. Andererseits haben Raz und Susan Moller Okin gegen Rawls darauf hingewiesen, dass es auch erforderlich sei, fundamentalistisch-religiöse, rassistische oder sexistische Auffassungen in der Gesellschaft loszuwerden. Deshalb wünscht sich Nussbaum, dass die Debatte zwischen politischem und umfassendem Liberalismus weitergehe.

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Der Sozialdemokrat Adam Smith

Wieder ein interessantes Stück über Adam Smith, das gängige Fehlinterpretationen sowie die üblichen Auswüchse der Ökonomie ins richtige Licht rückt, diesmal beim American Conservative:

“For one thing, Smith roundly mistrusted businessmen. In addition to the sallies already quoted, he insisted that businessmen, for all they may talk of freedom and fairness, ‘generally have an interest to deceive and even oppress the public.‘ One example out of many from The Wealth of Nations:

Our merchants and master-manufacturers complain much of the bad effects of high wages in raising the price, and thereby lessening the sale of their goods both at home and abroad. They say nothing concerning the bad effects of high profits. They are silent with regard to the pernicious effects of their own gains. They complain only of those of other people.’”

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Erinnerung an Robert Nozick

Am 23. Januar war der Todestag von Robert Nozick. Manwithoutqualities erinnert an Nozicks weitgespannte Interessen in der Philosophie und verlinkt einige Nachrufe auf ihn.

Nozick hat ja nicht nur “Anarchy, State, and Utopia” geschrieben, das ihn berühmt machte, das aber von seinen Bewunderern noch weniger verstanden wird als von seinen Kritikern, wie Alan Ryan 2002 im Independent feststellt. Zwar wird das Buch oft als philosophische Unterstützung für die neokonservative Politik seit den 1980ern betrachtet, doch ist die darin enthaltene Kritik des sozialen Konservativismus verheerend. Wichtiger (und kennzeichnender) waren für Nozick Bücher wie “Philosophical Explanations” (1981), “The Examined Life” (1989) und “The Nature of Rationality”.

Hilary Putnam, Thomas Scanlon und andere erinnern in einem Nachruf der Harvard Gazette an interessante akademische und biografische Details aus Nozicks Leben.
Nozick war in zweiter Ehe mit der amerikanischen Dichterin Gjertrud Schnackenberg verheiratet.

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Adam Smith – der Philosoph

Es ist erstaunlich, welches Bild von Adam Smith heute allgemein verbreitet ist. Nun, er war sozusagen im Zentrum der großen ideologischen Auseinandersetzungen der letzten zweihundert Jahre – allerdings von Gegnern und Anhängern dieser Ideologien dort hingestellt. In der Politik wird bekanntlich grob gehobelt, da nimmt man auf Einzelheiten keine Rücksicht. Dennoch ist es unverständlich, dass ausgerechnet ein Wissenschaftler, der auf ein überhöhtes Podest gehoben wird, so wenig bekannt, sein Bild so verzeichnet ist.
Nicholas Phillipson hat jetzt eine neue Adam-Smith-Biografie geschrieben, die beim New Statesman rezensiert wird. Eine kurze, aber vorzügliche deutsche Biografie hat Gerhard Streminger schon vor einigen Jahren in der Reihe Rowohlts Monographien veröffentlicht.

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Philosophische Bücher online: Birnbacher, Beckermann, Mill

Bei Paper C, einer Plattform, auf der Fachbücher kostenlos online gelesen werden können (Herunterladen oder Drucken kostet 10 Cent pro Seite), gibt es auch eine kleine Auswahl aktueller philosophischer Titel. Hier einige besonders prominente Beispiele:

Dieter Birnbacher – Natürlichkeit (2006)

Ansgar Beckermann – Analytische Einführung in die Philosophie des Geistes (3. Auflage, 2008)

John Stuart Mill – Über die Freiheit (Meiner-Ausgabe, 2009)

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Hans Albert über Fundamentalismus

Die Dankesrede, die Hans Albert zur Annahme der Ehrendoktorwürde der Universität Klagenfurt im Jahr 2007 gehalten hat, ist als PDF-Datei auf der Webseite der Uni downloadbar. Offenbar handelt es sich um das Originalmanuskript, das eine Handvoll kleinerer handschriftlicher Änderungen enthält.
Soweit ich sehe, enthält die Rede nichts Neues gegenüber den bisherigen Veröffentlichungen Alberts. Er beschreibt die religiösen Wurzeln bekannter Fundamentalismen, und deren Funktion zur Steuerung und Stabilisierung von Erkenntnissen und Autoritäten. Kritikimmunität und privilegierter Erkenntniszugang sind wesentliche Kennzeichen des Fundamentalismus. Dies steht dem Kritizismus der Aufklärung entgegen. Man kann daher nicht fordern, wie Jürgen Habermas es tut, dem religiösen Denken eine Sonderstellung einzuräumen.

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John Stuart Mill: Utilitarismus ohne Konsequenzialismus

Daniel Jacobsons Artikel in der Philosophical Review 117-2, pp. 159-191, “Utilitarianism without Consequentialism: The Case of John Stuart Mill” ist bei Philosopher’s Annual als einer der zehn besten Artikel des Jahres 2008 aufgeführt und dort als PDF-Datei erhältlich. [via]
Obwohl in der üblichen Definition der Konsequenzialismus ein Bestandteil des Utilitarismus ist, will Jacobson zeigen, dass Utilitarismus ohne Konsequenzialismus logisch möglich ist und dass genau dies die Position von Mill gewesen sei. In der gängigen Interpretation sei ein wichtiger Aspekt von Mills Theorie übergangen worden, der seinen unorthodoxen Utilitarismus gerade besonders interessant mache.

“I refer here to Mill’s sentimentalist metaethics, which proves crucial for understanding his view of morality as comprising just one distinct sphere within what he called “the Art of Life, in its three departments. Morality, Prudence or Policy, and Aesthetics; the Right, the Expedient, and the Beautiful or Noble, in human conduct and works”.

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Milton Friedman über Gier und Kapitalismus


[via]

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Podcast und Bericht zu Amartya Sens Buchvortsellung

Am Montag hat Amartya Sen an der LSE einen Vortrag aus Anlass der Veröffentlichung seines neuen Buches “The Idea of Justice” gehalten.

Die LSE bietet den Vortrag als MP3-Datei zum Download an.
Die Zeitung The Telegraph aus Kalkutta berichtet über das Ereignis.

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Porträt über und Vortrag von Amartya Sen

The Independent hat ein ausführliches Porträt von Amartya Sen (Nobelpreis für Ökonomie 1998) [via greater or smaller].
Aus Anlass der Veröffentlichung seines neuen Buches “The Idea of Justice” hält Sen nächsten Montag an der London School of Economis einen Vortrag (6.30-8pm britische Zeit), der als Live Webcast verfolgt werden kann.



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