Simon Blackburn rezensiert Fred Inglis’ Biografie “History Man: The Life of R.G. Collingwood”. Collingwood war ein brillianter Philosoph und Historiker, so Blackburn. Neben seinen bekannten historischen und philosophiegeschichtlichen Arbeiten sind seine philosophy of mind und seine philosophy of art bemerkenswert modern. Allerdings findet Collingwood in der heutigen Philosophie meist nur in Fußnoten Beachtung, was möglicherweise auch, so vermutet Blackburn, an seiner ostentativen Unbescheidenheit liegt (wie er im Vergleich zu Wittgenstein verdeutlicht).
“There is grandeur in this view of life” – Ein Wettbewerb
“There is grandeur in this view of life, with its several powers, having been originally breathed into a few forms or into one; and that, whilst this planet has gone cycling on according to the fixed law of gravity, from so simple a beginning endless forms most beautiful and most wonderful have been, and are being, evolved.” (Charles Darwin)
Das CultureLab des New Scientists ruft auf, dieses Darwin-Zitat in einem neuen Kunstwerk wiederzugeben – Musik, Gedicht, Malerei, Video, Prosa … Es gibt keine Beschränkungen: “The sky’s the limit”.
Der Wettbewerb geht bis zum 21. Dezember. Die besten Beiträge werden bei CultureLab vorgestellt und fünf Gewinner erhalten eine Sonderausgabe von Darwins “Origins”.
Typografie: Eine Schrifttype zu Ehren Ralf Dahrendorfs
Der Zürcher Gestalter Stefan Huber hat im Auftrag des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) exklusiv eine Schrifttype entwickelt. “Diese Schrift wird künftig für alle WZB-Medien eingesetzt: für die ‘Mitteilungen’, die Visitenkarten, das Briefpapier, die Website – und für das Logo“, teilt das Zentrum mit. Die Ankündigung und den Zeichensatz in verschiedenen Varianten kann man in dieser PDF-Datei sehen. Mir gefällt die Schrift sehr gut. Joachim Güntner bespricht in der NZZ Online die neue Schrifttype “Dahrendorf” versierter als ich. Sein Fazit: “schöne Schrift, grosses Lob.“
“Minima Moralia” als Punk Album
Anti-Anti-Anti-Anti- … ich weiß nicht, wie viele Negationen man dafür verwenden müsste, aber jedenfalls ist es ganz undialektisch amüsant, dass Brian Joseph Davis versucht hat, Theodor Adornos “Minima Moralia” als Punk-EP zu vertonen:
“It’s just a bad idea … Greil Marcus … made a glib aside about Marxist theorist Theodore Adorno and his exhiled-in-1940s-America memoir, Minima Moralia. With its bleaker-than-black humour and dismantling of modern life, Marcus said it would have made an excellent punk album. Why not take this pop wish and make it come true?“
Zu finden ist diese EP als Download bei UbuWeb, das Cover dazu ist bei Rhizome abgebildet.
Podcast über Nietzsche zu Kunst und Wahrheit
Nietzsche hat bei der Untersuchung von Kunst und Wahrheit unter anderem die dionysischen und appollonischen Elemente unterschieden. Aaron Ridley spricht bei Philosophy Bites darüber.
Mechanisch reproduzierbare Kunst
David Pearson hat die Cover dieser und dieser großartigen Taschenbuchreihe bei Penguin Books gestaltet – und wie man sich denken kann folglich auch dieser deutschen. (Das habe ich vor 2 Jahren dazu geschrieben.)
Das Cover zu dem Klassiker von Walter Benjamin in dieser Reihe ist so schlicht wie eindrucksvoll:

[via]
Kunst: Ausgestopfter Hai für 12 Mio. Dollar
Marginal revolution: “The dead shark cost $12 million to buy but, of course, it didn’t cost nearly that much to make. So the production process isn’t eating up too many societal resources or causing too much damage to the environment. For the most part, it’s money passing back and forth from one set of hands to another, like a game — and, yes, the game is fun for those who have the money to play it. Don’t laugh, but we do in fact need some means of determining which of the rich people are the cool ones, and the art market surely serves that end.“
Symbolische Wegweisersysteme
Da mich Otto Neuraths Isotype-System fasziniert, haben die symbolischen Wegweisersysteme von Lance Wyman meine Aufmerksamkeit geweckt. Bei Webesteem erklärt Wyman seine Arbeiten.
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Tony Whites Animation “Hokusai”
Tony Whites Animation “Hokusai – An animated sketchbook”, für die er 1978 den British Academy Award erhielt, ist auf Youtube zu sehen. [via]
Kunst mit Büchern
Cara Bareer experimentiert mit der Verformung von Büchern. “My photographs are primarily a documentation of a physical evolution.” Es entstehen Objekte in vielfältigen Formen.
Nietzsche und die Musik
“Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.” – Friedrich Nietzsche
Vielleicht zu Recht hat Rüdiger Safranski in seiner Nietzsche-Biografie Erläuterungen über das Verhältnis des Philosophen zur Musik an den Anfang gesetzt.
Nietzsche komponierte auch selbst Musik. Einige Beispiele sind bei “Nietzsche und die Musik” zu finden
Grafiken des Manierismus
Der Schockwellenreiter heute wieder mit zwei wunderbaren Links, diesmal zum Manierismus. The manner of Being bei BibliOdyssey, und Der Welt Lauf. Allegorische Graphikserien des Manierismus.

