Archive for category Kulturphilosophie
Diedrich Diederichsen über Glück
Posted by Björn in Glück, Kulturphilosophie, Musik, Soziologie on 2012/01/25
Im kürzlich erschienenen interdisziplinären Handbuch “Glück”, herausgegeben von Dieter Thomä, Christoph Henning und Olivia Mitscherlich-Schönherr, schreibt der Poptheoretiker Diedrich Diederichsen über “Figuren des Glücks in der frühen Pop-Musik“.
Es geht unter anderem um verfehltes Glück, falsches Glück, Glücklosigkeit, Glück unter Bedingungen der Entfremdung / Ausbeutung, Jefferson Airplane, Hippie-Musik, Beatles, Punk und die Kinks.
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Die Kultur von Anzug und Krawatte
Posted by Björn in Ökonomie, Kulturphilosophie on 2011/05/06
Die Finanzkrise scheint schon fast wieder vergessen. Über die kulturellen Hintergünde mag schon gar niemand mehr nachdenken. Der isländische Schriftsteller Hallgrimur Helgason ist da nicht so vergesslich:
Die Kümmerform von Bildung heute
Posted by Björn in Erziehung, Kulturphilosophie, Philosophie allgemein on 2011/02/26
Bei den Philosophischen Schnipseln gibt es einen interessanten Beitrag zum Bildungs(un)wesen in Deutschland heute mit einem Video, in dem Julian Nida-Rümelin sich dafür ausspricht, wieder an das humanistische Bildungsideal anzuknüpfen, in dem Menschen befähigt werden, eigene Urteile zu entwickeln und die ganze Persönlichkeit zu entfalten.
Privacy und Selbsterkenntnis
Posted by Björn in Internet, Kulturphilosophie, Philosophiegeschichte, Privacy, Privatsphaere on 2011/02/23
Zwei interessante Links: Wenn Privacy möglicherweise bald passé ist, wäre es sicher besser, es wie Montaigne zu halten, der Selbsterkenntnis nicht mit exhibitionistischer Selbstdarstellung via Twitter und Facebook verwechselt hätte.
Nussbaum-Interview: Aufklärung im 21. Jahrhundert
Posted by Björn in Akademisches, Erziehung, Ethik, Kulturphilosophie, Moralphilosophie, Philosophie allgemein, Philosophiegeschichte, Politische Philosophie, Psychologie on 2011/02/16
Die RSA hat in der letzten Zeit Videos einiger Vorträge veröffentlicht, die im Netz viel Aufmerksamkeit fanden. Vor zwei Monaten war Martha Nussbaum eingeladen, über Aufklärung im 21. Jahrhundert zu sprechen. In den USA und Großbritannien ist ihr kürzlich erschienenes Buch “Not for Profit: Why Democracy Needs the Humanities” viel diskutiert worden, weil die Relevanz der Geisteswissenschaften in der politischen Agenda in Frage gestellt wird.
Im Video legt Martha Nussbaum einige ihrer Positionen zu Fragen der Moral und Politik in kurzer, anschaulicher Form dar. Es kann hier heruntergeladen werden (hier nur Audio).
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Der Identitätenkampf in den Museen
Posted by Björn in Geschichte, Kulturphilosophie on 2011/01/04
Edward Rothstein, der Chefkulturkritiker der New York Times, kritisiert, dass Museumsausstellungen, die Identitäten neu definieren wollen, immer verzerrender und schlechter werden: “To Each His Own Museum, as Identity Goes on Display“
Webintelligenz
Posted by Björn in Internet, Kulturphilosophie on 2010/11/29
Thorstena fragt sich zurecht, ob wir eine Webintelligentsia haben. Ich war da immer optimistisch, was die Möglichkeiten des Mediums angeht. Beim Ist-Zustand in Deutschland kann ich allerdings mit Blick auf die von Thorstena Genannten Habermas’ Skepsis nachvollziehen. Was da auf den kleinräumigen virtuellen Trampelpfaden an intellektueller Orientierung geboten wird, lässt sich in etwa so zusammenfassen:

Schäferidyll
Posted by Björn in Geschichte, Kulturphilosophie, Musik, Philosophiegeschichte, Verschiedenes on 2010/11/19
Die Pastorale oder Bukolik spielt ja nicht nur in der Musik und Dichtung eine Rolle, das Schäferideal ist auch in der Philosophie beispielsweise bei Rousseau bekannt. Wie dieses “Idyll” in der Realität aussieht, kann man in eindrucksvollen Bildern bei Charming Quark sehen.
“Privatsphäre ist kein schützenswertes Gut mehr”
Posted by Björn in Internet, Kulturphilosophie, Medien, Persönlichkeitsrechte, Privacy, Privatsphaere, Technik on 2010/11/08
In der FAZ schreibt Don Alphonso über die Argumente einer Gruppe von Internetaktivisten, die glauben, “dass die Gesellschaft eine „Bringschuld“ habe, sich mit den Veränderungen zu beschäftigen, sich anzupassen und deren Vorteile zu entdecken. Damit gehen sie im 21. Jahrhundert den Weg vieler Entwicklungen des zwanzigsten Jahrhunderts“.
In der Tat zeigen diese Argumente eine merkwürdige Mischung aus unkritischem “Positivismus” und fatalem, alleinseeligmachendem Anspruch einer Technikreligion. Die schmerzhaften Entwicklungen des zwanzigsten Jahrhunderts und die technik- und zivilisationskritischen Reflexionen der Literatur, Kunst und Philosophie scheinen vollständig vergessen worden zu sein. Es ist schon gesagt worden, “dass vollkommene Technik vollkommenen Frust erzeugt”. (Stanislaw Lem) Die Segnungen des Internet im Licht dieser Erfahrung differenziert zu betrachten ist dringend notwendig. Das sollte man sich nicht über die Begeisterung, dass man jetzt auch ein Handy mit Augmented Reality und Location Based Networking hat, abgewöhnen.
Weitere aktuelle Links dazu:
- Don Alphonso nochmal zum gleichen Thema
- Benedikt Köhler über “Digitale Zwangsneurosen”
- Die Sozialtheoristen
- Jörg-Olaf Schäfers bei netzpolitik.org
- Annalist über “Post-Privacy”
- Thorstena über die Debatte
Stephen Frys Sprache (animiert)
Posted by Björn in Kulturphilosophie, Kunst, Literatur, Sprache on 2010/10/25
Vor ca. zwei Jahren hat Stephen Fry auf seiner Webseite einen wunderbaren Podcast über Sprache veröffentlicht. Matthew Rogers hat aus einem Ausschnitt daraus eine kinetische Typografie gemacht, die es vielleicht gerade dem Nicht-Muttersprachler noch einfacher macht, dem ohnehin schon klaren Vortrag Frys zu folgen. Der Inhalt ist inspirierend: es ist ein Aufruf zum genussvollen, schöpferischen Umgang mit Sprache.
Stephen Fry Kinetic Typography – Language from Matthew Rogers on Vimeo.
Entfaltung der Persönlichkeit trotz Internet
Posted by Björn in Emotionen, Erziehung, Internet, Kulturphilosophie, Medien, Psychologie, Second Life, Technik, Virtual Reality on 2010/10/24
In Freundschaften geht man ein Risiko ein – im Internet geht dieser Aspekt realer Beziehungen verloren, schreibt Roger Scruton in “Hiding behind the screen“. Fernsehen, Facebook, Second Life, iPod – deren Dominanz reduziert die Erfahrungsmöglichkeiten, die man braucht, um Selbstbestimmung (Fichte), Anerkennung (Hegel) und Entfaltung (Marx) zu erleben. Demgegenüber wird die Entfremdung durch den Fetischismus der Massenkultur (Adorno, Horkheimer) immer subtiler – und umfassender. Es fehlt an einer kritischen Haltung, die es den Menschen erlaubt, auf reale Erfahrungen und reale Emotionen Wert zu legen. Dazu gehört das Eingehen von Risiken – auch realer emotionaler Risiken, wie sie in naturwüchsigen Beziehungen drohen. Um zu einem moralischen Wesen zu wachsen, braucht es “risk, embarrassment, suffering, and love.“
Literatur, Kultur, Politik, Internet
Posted by Björn in Buecher, EBooks, Geschichte, Internet, Kulturphilosophie, Literatur, Medien, Philosophiegeschichte, Politik, Sprache on 2010/10/24
Drei Artikel:
Die Provinz, die Schweden ist: Schwedische Kommentatoren sind mit der Verleihung des Nobelpreises für Literatur an Mario Vargas Llosa nicht einverstanden – weil er auf der falschen politischen Seite stehe. Johan Norberg wundert sich über seine Kollegen: disqualifiziert sich ein Schriftsteller, weil er einen Liberalismus in der Tradition von John Locke und Adam Smith befürwortet? Weil er sich vom Kommunismus abgewendet hat, weil er entsetzt ist über das Leid, das sozialistische Machthaber verursacht haben? “He moved on not because he was no longer able to sympathise with the poor and oppressed, but because he still did when others began to identify more with the revolutionaries than with the people in whose name they made the revolution. He saw that Castro persecuted homosexuals and imprisoned dissenters. While other socialists kept quiet and thought that the dream justified the means, Vargas Llosa began to ask himself the difficult questions about why his ideals looked more like prison camps than socialist utopias when realised.”
James Buchan rezensiert beim Guardian Peter Watsons Buch “The German Genius”
Braucht Poesie Papier? Gefährdet die Veränderung der Medien den Reichtum und die Vielfalt künstlerischen Schaffens? Schrumpft der Kontext und veräbdert dadurch die Sprache, wie Don DeLillo meint?