Marcel Weiß: Online-Medien sind Filter, keine Gatekeeper
“Immer wieder liest man, wie Blogs und andere Online-Medien als die “neuen Gatekeeper” bezeichnet werden. …
Michael Arrington hat mit dem erfolgreichen US-Techblog TechCrunch Macht. Aber die Macht unterscheidet sich massgeblich von z.B. der eines FAZ-Herausgebers bis vor wenigen Jahren.
Arrington kann Tech-Geschichten nach oben pushen, weil er sie auf TechCrunch einem breiten Publikum präsentieren kann. Er kann aber keine Geschichten verhindern, weil diese dann einfach von anderen Blogs aufgegriffen werden. Die Informanten suchen sich notfalls einen anderen Weg. Wenn die Geschichte in die Öffentlichkeit will, findet sie einen Weg. Heute einfacher als früher.
Er ist ein Filter, kein Gatekeeper.“
Marcel Weiß: Online-Medien sind Filter, keine Gatekeeper
"Immer wieder liest man, wie Blogs und andere Online-Medien als die “neuen Gatekeeper” bezeichnet werden. ...
Michael Arrington hat mit dem erfolgreichen US-Techblog TechCrunch Macht. Aber die Macht unterscheidet sich massgeblich von z.B. der eines FAZ-Herausgebers bis vor wenigen Jahren.
Arrington kann Tech-Geschichten nach oben pushen, weil er sie auf TechCrunch einem breiten Publikum präsentieren kann. Er kann aber keine Geschichten verhindern, weil diese dann einfach von anderen Blogs aufgegriffen werden. Die Informanten suchen sich notfalls einen anderen Weg. Wenn die Geschichte in die Öffentlichkeit will, findet sie einen Weg. Heute einfacher als früher.
Er ist ein Filter, kein Gatekeeper." The wrong plugin was activated, so no comments could be saved. Commenting should work fine now. Sorry for the inconveniences.
The wrong plugin was activated, so no comments could be saved. Commenting should work fine now. Sorry for the inconveniences. Dieses Weblog zur Philosophie ist ein lang gehegter Wunsch und länger schon vorbereitetes (aber keinesfalls straff geführtes) privates Projekt. Die Philosophie ist in der Öffentlichkeit – so auch im Internet – oft gar nicht, oder aber schlecht, d.h. in einer der aktuellen Moderichtungen oder in einem krausen, pseudo-avantgardistischen Stil vertreten. Es gibt allerdings auch eine andere Tradition, die die Philosophie ernst nimmt und sich auch bemüht, sie den Menschen näherzubringen. Im 18. Jahrundert tat dies beispielsweise Voltaire, im neunzehnten Heinrich Heine oder im 20. Jahrundert Bertrand Russell. Und obwohl es erstens noch viele Andere gibt, und zweitens dieses Blog nicht den Anspruch erheben will, es besser zu machen oder in dieser Hinsicht originell zu sein, so will es es doch wenigstens tun – über Philosophie schreiben, und die Philosophie und die Menschen ernst nehmen.
Und ein gerade gefallenes Stichwort führt sogleich zu einem ersten Motto, das erfreulicherweise eine soziale Tugend vieler Philosophen ist, die ich schätzen gelernt habe:
Originalität und Schnelligkeit sind keine entscheidenden Kriterien in der Philosophie. In der Populärkultur, auf dem Schulhof und im Sport mag dies anders sein. Diese beruhigende und erfeuliche Bedächtigkeit der Philosophie soll hier gleich zu Beginn als Pappschild gegen die kreischenden Züge des Internetz aufgestellt sein.
Dieses Weblog zur Philosophie ist ein lang gehegter Wunsch und länger schon vorbereitetes (aber keinesfalls straff geführtes) privates Projekt. Die Philosophie ist in der Öffentlichkeit - so auch im Internet - oft gar nicht, oder aber schlecht, d.h. in einer der aktuellen Moderichtungen oder in einem krausen, pseudo-avantgardistischen Stil vertreten. Es gibt allerdings auch eine andere Tradition, die die Philosophie ernst nimmt und sich auch bemüht, sie den Menschen näherzubringen. Im 18. Jahrundert tat dies beispielsweise Voltaire, im neunzehnten Heinrich Heine oder im 20. Jahrundert Bertrand Russell. Und obwohl es erstens noch viele Andere gibt, und zweitens dieses Blog nicht den Anspruch erheben will, es besser zu machen oder in dieser Hinsicht originell zu sein, so will es es doch wenigstens tun - über Philosophie schreiben, und die Philosophie und die Menschen ernst nehmen.
Und ein gerade gefallenes Stichwort führt sogleich zu einem ersten Motto, das erfreulicherweise eine soziale Tugend vieler P