Category: Glück

Neuro-Enhancement und Neuroethik: Neil Levy

August 24, 2009 | Filed Under Akademisches, Bioethik, Ethik, Glück, Leute, Medizinethik, Moralphilosophie, Psychologie | Comments Off

Neil Levy hat den Eureka Prize for Research in Ethics 2009 der Australian Catholic University erhalten. Der Webseite des Australian Museum zufolge ist Levy (University of Melbourne und Oxford University) ein Pionier der Neuroethik. Er vertritt die These, dass – informierte Einwilligung vorausgesetzt – psychopharmazeutische Behandlung der individuellen Authentizität keinen Abbruch tut. “Dr Levy also argues we need to stop seeing the brain as sacrosanct.
Seine Positionen hat Levy in dem Buch Neuroethics: Challenges for the 21st Century dargelegt. [via]

Update: Boing Boing hat einen Bericht zur Verwendung von chemischen Substanzen zu militärischen Zwecken. Er bezieht sich auf einen Artikel von Malcolm Dando in Nature: Biologists napping while work militarized. Um das Offenkundige explizit zu machen: Natürlich hat dieser Einsatzzweck nichts mit informierter Einwilligung zu tun. Ausführlicher äußert sich dazu Stephan Schleim: “Neuro-Waffen auf dem Vormarsch”.

Article written by Björn

Naturalismus als Lebensform

March 27, 2009 | Filed Under Ethik, Glück, Naturwissenschaft, Philosophie allgemein, Wissenschaft | Comments Off

Kann der Naturalismus auch in der Praxis des alltäglichen Lebens gute Antworten liefern? Das Center for Naturalism sagt “Ja”. Living in Light of Naturalism – First Person Accounts:

What would it be like to discover yourself a fully natural creature, completely embedded in the world science reveals? It would mean discarding any remnant of supernaturalism about who you are.

Weitere Ansichten der Naturalisten auf naturalism.org. Und es gibt ein Weblog: Memeing Naturalism.
[via]

Article written by Björn

Philosophie der Psychologie – ein e-Journal

February 26, 2009 | Filed Under Emotionen, Glück, Philosophie des Geistes, Psychologie, Wissenschaftstheorie | Comments Off

Auf das e-Journal Philosophie der Psychologie habe ich vor einiger Zeit schon hingewiesen. Seitdem sind bereits 3 weitere Ausgaben erschienen, die nächste folgt im März.
Damit findet man auf der Webseite bereits eine beachtliche Zahl interessanter Beiträge aus dem Themenspektrum, das die Herausgeber folgendermaßen beschreiben:

Die hier versammelten Beiträge beziehen sich auf drei Problembereiche: Im Sinne einer Wissenschaftstheorie der Psychologie beschäftigen sie sich einerseits mit den begrifflichen Vorgaben und den Erklärungsformen der Psychologie. Eine weitere Gruppe von Aufsätzen untersucht die für gewöhnlich der Psychologie zugeordneten Themen und Phänomene aus philosophischer Sicht und setzt damit die Tradition einer philosophischen Psychologie fort. Und zum Dritten setzen sich einige Arbeiten mit den Ansprüchen von Psychologie und Philosophie auf Verstehen, Heilung oder Linderung psychischen Leidens auseinander.

Interessant ist auch die dort aufgeührte (Amazon-)Liste der Neuerscheinungen.

Article written by Björn

Happiness commandments

January 3, 2009 | Filed Under Glück, Psychologie | Comments Off

Gretchen Rubin vom Blog “Happiness Project” hat eine Liste von Anweisungen zum Glücklichsein gepostet, die aus den Einsendungen ihrer Leser entstanden ist. Sie ist vermutlich zu lang, um sich jeden Punkt im Alltag zu merken, aber es sind interessante Anhaltspunkte dabei:

Forget the past.
Do stuff.
Talk to strangers.
Stay in touch.
Make haste to be kind.
Don’t wait.
Action, not reaction.
Always with love.
Baby steps.
Reverence.
Recognize my patterns.
Be present.
Don’t rehearse unhappiness. [This is one that I really need to think about!]
Live your values.
The more the merrier.
Love is all around.
Notice the color purple.
Friends are more important than sex.
Choose not to take things personally.
Be loving and love will find you.
Encourage others.
Enjoy simplicity.
Rejoice in beauty.
Deeds not words.
Slow down.
Please yourself.
Nothing lasts.
Music helps.
Only a bore is bored.
Do something different.
Consider the source.
Be the fun.
Cut your losses.

Ein paar Punkte kann man sicher noch verbessern. Zum Beispiel “Deeds not words” ist nach meiner Erfahrung nicht vollständig. “Taten” (Verhalten) werden so oft nicht bemerkt, Worte dagegen können allesentscheidend sein. Oft fehlt es nur am richtigen Wort, gerade in Konflikten, in denen das gestresste emotionale System alle Errungenschaften zunichte machen kann. Was fehlt ist nicht immer (aber manchmal) Freundlichkeit oder eine kluge verbale Beschwichtigungsstrategie, sondern eine treffende Stellungnahme, die Fragen beantwortet und Zweifel ausräumt. Das kann unendlich schwierig sein, gerade wenn das Gegenüber bereits vom emotionalen Stress überschüttet ist. Um es kurz zu machen: man sollte “Deeds not words” durch “Taten UND Worte” ersetzen.

Article written by Björn

TED: Dan Gilbert über synthetisches versus natürliches Glück

December 15, 2008 | Filed Under Glück, Psychologie, Wissenschaft | 2 Comments

“Freedom is the friend of natural happiness, but freedom is the enemy of synthetic happiness.” Ein engagierter Vortrag des Psychologen Dan Gilbert (Harvard) auf der TED-Konferenz 2006: Why are we happy? Why aren’t we happy?
Zum Ansehen des Videos (21 Minuten) auf einen der Playerbuttons klicken, oder auf den Link oben.

Article written by Björn

TED: Martin Seligmann über Positive Psychologie

December 14, 2008 | Filed Under Glück, Psychologie | Comments Off

Bereits 2004 hat der Psychologe Martin Seligmann auf der TED-Konferenz über Positive Psychologie gesprochen. Seligmanns These ist, dass die Psychologie zwar Erfolge bei der Behandlung psychischer Erkrankungen habe, aber um ein Konzept der positiven Psychologie für alle Menschen, auch die nicht Kranken, ergänzt werden müsse. Dabei geht es darum, wie Glück, positives psychisches Befinden und Talente gefördert werden können.
Um den Film hier zu sehen, einfach auf den Player-Button klicken, für die Original TED-Seite den Link oben benutzen.

Seligmann ist Professor am Positive Psychology Center der University of Pennsylvania. Dort und auf der Authentic Happiness Webseite findet man weitere Informationen, Links und zahlreiche Tests (Registrierung erforderlich).

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Article written by Björn

Happiness Project for everyone

August 20, 2008 | Filed Under Glück | Comments Off

Gretchen Rubin lädt nun alle Leser ein, ihr eigenes Happiness Project zu verfolgen. Jeden Freitag will sie einen Blogbeitrag dazu posten.

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Die Glücksungleichheit nimmt ab

August 6, 2008 | Filed Under Glück, Sozialphilosophie, Soziologie, Ökonomie | Comments Off

In den USA ist das durchschnittliche Gesamtniveau, auf dem die Leute ihr Glücksempfinden ansiedeln, seit den 1970ern ungefähr gleich geblieben, während die Varianz, die Ungleichheit des Glücksniveaus, seitdem stark gesunken ist. Mehr dazu hier und hier, und hier die vollständige Studie (PDF). Möglicherweise liegt das daran, dass für zahlreiche soziale Gruppen (Schwarze, Homosexuelle, Frauen, Familien …) seit den 70ern rechtliche und ökonomische Verbesserungen kontinuierlich stattgefunden haben. [via]

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Alan Wolfe über John Stuart Mill

Alan Wolfe schreibt im Chronicle über John Stuart Mill und die aktuelle Mill-Biografie von Richard Reeves (s.a. hier und hier): dass Mill quer zu den heutigen philosophischen Richtungen steht und aufgrund der üblichen akademischen Spezialisierung schon beinahe ein vergessener Autor sei.

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Neurologie der Meditation

Wolf Singer schreibt in der FAZ über Merkmale der Meditation aus Sicht der Gehirnforschung. Dabei schildert er zunächst die Bedeutung der Synchronisation für alle Arten von geistigen Aktivitäten: “Die Repräsentation liegt also nicht an einem bestimmten Ort im Gehirn, sondern organisiert sich als verteilter Aktivitätszustand – als Aktivitätswolke, die sich durch Synchronizität ausweist.” Die Aufgabe des Gehirns ist es, Lösungen zu finden. “Eine nicht ganz abwegige Hypothese ist, dass sich Lösungen dadurch auszeichnen, dass hinreichend viele Neuronen in hinreichend weit verteilten Regionen hinreichend lange synchron aktiv sind. … Mein Verdacht ist, dass der zentralnervöse Zustand, den Meditierende herbeiführen, dem Zustand des Habens einer Lösung entspricht. Und das tut gut. Gleichzeitig werden die Inhalte, die im Bewusstsein aufscheinen, als passend empfunden.” Anschließend versucht Singer, mögliche positive Effekte der Meditation zu beschreiben und zu erklären.
Wolf Singer ist einer breiteren Öffentlichkeit durch seine Kritik am Begriff der Willensfreiheit bekannt geworden (hier ein Interview zu Habermas Einwänden gegen Singers Position). In der philosophischen Diskussion (bspw. E. Tugendhat, P. Bieri) wird diese Kritik aber oft als Fehldeutung des Freiheitsbegriffes bewertet.

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Bücher über Happiness

March 20, 2008 | Filed Under Buecher, Glück | 1 Comment

Sue M. Halpern stellt bei der New York Review of Books einige aktuelle Bücher über Happiness vor. Zum Thema Glück liefert der Buchmarkt ja fortlaufend Neuveröffentlichungen. Das liegt zum Teil an der Unschärfe des Wortes “Glück”:

And so it comes back to the problem of relying on overly broad, categorical, static words like fear and happiness to describe, diagnose, predict, and expound, words that don’t get us very far, as patients, as subjects, as readers. This problem with language may explain why, though we all say we’re happy, the library of how-to-get-happy books and why-we’re-not-happy books is expanding.

Article written by Björn

Neu bei Philosophy Bites: Philosophie mit und ohne Akademie, sowie Aristoteles über Glück

November 20, 2007 | Filed Under Antike, Geschichte, Glück, Kulturphilosophie, Leute, Links, Literatur | Comments Off

Zwei neue Podcasts bei Philosophy Bites:

Alain de Botton diskutiert mit Nigel Warburton über Philosophie inner- und außerhalb des akademischen Betriebes und über den erforderlichen literarischen Stil.

Miles Burnyeat erläutert Aristoteles’ Konzeption von Glück.

Article written by Björn
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