Archive for category Geschichte

Der Identitätenkampf in den Museen

Edward Rothstein, der Chefkulturkritiker der New York Times, kritisiert, dass Museumsausstellungen, die Identitäten neu definieren wollen, immer verzerrender und schlechter werden: “To Each His Own Museum, as Identity Goes on Display

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Stasi-IM am Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung

Ein langjähriger Mitarbeiter des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung in Dresden soll zu DDR-Zeiten als IM der Stasi Informationen beschafft haben. Dabei soll er auch, wie die NZZ berichtet, “einen Doktoranden der Philosophie wegen seines Abgleitens in subjektiven Idealismus denunziert” haben. Das Kuratorium des Instituts wird sich am Dienstag mit der Angelegenheit befassen. Vorwürfe gegen den Mitarbeiter und Verantwortliche werden von verschiedenen Seiten laut. Nach einem Bericht der WELT brachte ein “mit ehemaligen MfS-Kadern gut vernetzter” Altstalinist den Fall ins Rollen, als er aus Ärger über Äußerungen des Institutsmitarbeiters einen “Drohbrief” an das Institut geschrieben haben soll.

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Schäferidyll

Die Pastorale oder Bukolik spielt ja nicht nur in der Musik und Dichtung eine Rolle, das Schäferideal ist auch in der Philosophie beispielsweise bei Rousseau bekannt. Wie dieses “Idyll” in der Realität aussieht, kann man in eindrucksvollen Bildern bei Charming Quark sehen.

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Grafische Spielerei

Bei “How to be a retronaut” gibt es das Morphing eines Porträtfotos des Schauspielers Peter Serafinowicz mit einer Büste eines römischen Philosophen zu sehen. Wer die Grafik erstellt hat, ist nicht vermerkt. Aber eine Ähnlichkeit zwischen beiden ist vorhanden: Serafinowicz vs. Philosopher

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Literatur, Kultur, Politik, Internet

Drei Artikel:

Die Provinz, die Schweden ist: Schwedische Kommentatoren sind mit der Verleihung des Nobelpreises für Literatur an Mario Vargas Llosa nicht einverstanden – weil er auf der falschen politischen Seite stehe. Johan Norberg wundert sich über seine Kollegen: disqualifiziert sich ein Schriftsteller, weil er einen Liberalismus in der Tradition von John Locke und Adam Smith befürwortet? Weil er sich vom Kommunismus abgewendet hat, weil er entsetzt ist über das Leid, das sozialistische Machthaber verursacht haben? “He moved on not because he was no longer able to sympathise with the poor and oppressed, but because he still did when others began to identify more with the revolutionaries than with the people in whose name they made the revolution. He saw that Castro persecuted homosexuals and imprisoned dissenters. While other socialists kept quiet and thought that the dream justified the means, Vargas Llosa began to ask himself the difficult questions about why his ideals looked more like prison camps than socialist utopias when realised.

James Buchan rezensiert beim Guardian Peter Watsons Buch “The German Genius”

Braucht Poesie Papier? Gefährdet die Veränderung der Medien den Reichtum und die Vielfalt künstlerischen Schaffens? Schrumpft der Kontext und veräbdert dadurch die Sprache, wie Don DeLillo meint?

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Rezension von Gellners ‘Conditions of Liberty’

Vor einigen Wochen ist John Halls Biografie über Ernest Gellner erschienen, die in den (natürlich nicht deutschen) Blogs einige Beachtung fand. Eines der Bücher Gellners, “Conditions of Liberty”, hat kürzlich Jacob Levy lesenswert rezensiert. [via]

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Biografie über Ernest Gellner

John A. Hall hat eine Biografie über Ernest Gellner veröffentlicht, über die hier, hier und hier berichtet wird.

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Rechenmaschinen

Das Internet ist eine großartige Schatztruhe. Heute habe ich mich auf Seiten zu Rechenmaschinen getummelt. Sie bieten einen Überblick über die faszinierende Gabe der Menschen, ebenso faszinierende Hilfsmittel für Denkoperationen zu erfinden. Auf Rechenmaschinen Illustrated und bei Mechanische Rechenhilfsmittel bekommt man einen Einblick in die Geschichte der Rechenmaschinen. Erstere basiert auf dem Standardwerk zum Thema: Ernst Martins “Die Rechenmaschinen” (1925). Und es gibt zahlreiche weitere Seiten zu diesem Thema im Internet.

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Blackburn rezensiert Collingwood-Biografie

Simon Blackburn rezensiert Fred Inglis’ Biografie “History Man: The Life of R.G. Collingwood”. Collingwood war ein brillianter Philosoph und Historiker, so Blackburn. Neben seinen bekannten historischen und philosophiegeschichtlichen Arbeiten sind seine philosophy of mind und seine philosophy of art bemerkenswert modern. Allerdings findet Collingwood in der heutigen Philosophie meist nur in Fußnoten Beachtung, was möglicherweise auch, so vermutet Blackburn, an seiner ostentativen Unbescheidenheit liegt (wie er im Vergleich zu Wittgenstein verdeutlicht).

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Foto von Rimbaud aufgetaucht

Der Telegraph berichtet, dass zwei französische Buchhändler kürzlich auf einem Flohmarkt eine Fotografie entdeckt haben, auf der der erwachsene Arthur Rimbaud zu sehen ist. Das Foto ist auf der Webseite abgebildet. Victor Hugo bezeichnete Rimbaud, der schon mit 37 Jahren starb, als “kindlichen Shakespeare”.

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London in einem Farbfilm des Jahres 1927

Claude Friese-Greene, der die Farbfilmtechnik seines Vaters William weiterentwickelt hat, hat 1927 einen Farbfilm von London gedreht. Der Film ist ein interessantes zeitgeschichtliches Dokument, dass einen bemerkenswerten Eindruck der Zeit vermittelt, in der Philosophen wie Bertrand Russell, George Edward Moore, Gilbert Ryle oder Alfred Jules Ayer in Großbritannien gelebt haben. 1929 kehrte Ludwig Wittgenstein nach Cambridge zurück.


[via How to be a retronaut]

Einen ebenfalls in England gedrehten und qualitativ besseren Farbfilm aus dem Jahr 1939 kann man hier sehen.

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Der Dekadenzvorwurf in der politischen Debatte

Drüben im Theorieblog hat Eva Hausteiner einen informativen Beitrag zum Begriff “Dekadenz” in politischen Debatten geschrieben – und zwar nicht allein bezogen auf die derzeit aktuelle Polemik über die Gestaltung des Sozialstaates in Deutschland.

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