Archive for category Ethik
Singer über Sidgwick
Posted by Björn in Ethik, Links, Moralphilosophie, Philosophiegeschichte on 2011/08/10
Bei Philosphy Bites gibt es einen neuen Podcast, in dem Peter Singer über die Bedeutung von Henry Sidgwick für den Utilitarismus spricht.
BBC-Interview mit Martha Nussbaum
Posted by Björn in Ethik, Moralphilosophie, Politische Philosophie, Sozialphilosophie on 2011/08/04
In der Sendereihe “Thinking Allowed” der BBC wurde ein Interview mit Martha Nussbaum veröffentlicht. Sie spricht über ihren Fähigkeitenansatz (capabilities approach) im Vergleich zum Konzept des Bruttosozialproduktes. Das Interview kann als MP3-Datei heruntergeladen (Direktlink) werden.
Tyler Cowen rezensiert Parfits “On what matters”
Posted by Björn in Ökonomie, Buecher, Ethik, Moralphilosophie, rezensionen on 2011/07/29
Interessante Rezension bei Marginal Revolution zu Derek Parfits “On what matters“:
Tyler Cowen ist nicht überzeugt von Parfits – einem seiner “favorite philosophers” – Hauptargumenten. Der zentrale Teil des Buches schreie nach Formalisierung “or at the very least citations to formalized game theory“. Und nicht nur das:
“Parfit is operating in the territory of solution concepts and game-theoretic equilibrium refinements, but with nary a nod in their direction. By the end of his lengthy and indeed exhausting discussions, I do not feel I am up to where game theory was in 1990.
I read the standard game-theoretic results as implying that ethics is a far more indeterminate enterprise than Parfit might like to see. Any particular specification of rule consequentialism tends to require increasingly baroque refinements to cover all the different possible kinds of situations.”
Parfits Diskussion des Konsequenzialismus verfehle “the questions defined by where the frontier — choice theory and not just philosophic ethics — has been for some time“. Bis diese Fragen nicht geklärt seien, sei eine Integration mit dem Kontraktualismus nicht möglich.
Außerdem wundert sich Cowen – wie ich auch – über die Danksagungsliste im Vorwort. Und er verweist neben der hier im Blog schon verlinkten positiven Rezension von Peter Singer auf eine weitere, eher kritische von Constantine Sandis.
Nachtrag: Jussi Suikkanen, der zusammen mit John Cottingham das Buch “Essays on Derek Parfit’s On What Matters” (Blackwell, 2009) herausgegeben hat, schreibt eine Kurzrezension, in der er einige Probleme von Parfits Buch anspricht, die sich seiner Methode verdanken: “What strikes me most now is the philosophical method which Parfit employs again and again throughout the book. It is the oldest tool in the philosophers’ kit. Parfit proceeds by attacking familiar versions of general ethical principles with innovative counterexamples. He then makes these principles more and more sophisticated until they survive the thought-experiments.”
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Simon Blackburn über Parfits “On what matters”
Posted by Björn in Buecher, Ethik, Moralphilosophie, rezensionen on 2011/07/15
Simon Blackburn hat eine Rezension zu Derek Parfits neuem Buch “On what matters“, die ursprünglich von der Financial Times beauftragt, dann aber nicht abgedruckt wurde, auf seiner eigenen Webseite veröffentlicht.
Blackburn nimmt eine kritische Haltung zu Parfits Position ein. Anders als Peter Singer, sieht er nicht, was Parfit zu einer realistischen Aufklärung über Moral beiträgt.
Er zitiert einen Satz vom Anfang des Buches: “‘It would be a tragedy’ he tells us on page 2, ‘if there is no single true morality’” und antwortet darauf: “Well, outside the charmed walls of All Souls College, there actually are tragedies.” Innerhalb der Mauern handele es sich vielleicht aber eher um die Komödie von “Don Quixote tilting at windmills“.
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Weitere Informationen (und Links) zu Parfits neuem Buch habe ich in diesem Blog hier und hier gepostet.
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Richard David Precht auf WDR 5
Posted by Björn in Buecher, Ethik, Leute, Moralphilosophie, Verschiedenes on 2011/06/30
Am 7.7.2011 wird Richard David Precht von 20:05 bis 21:00 Uhr auf WDR 5 zu hören sein. Ausgestrahlt wird sein Vortrag vom Kölner Literaturfestival lit.cologne. Es geht um das Thema seines Buches “Die, Kunst, kein Egoist zu sein”. Der Vortrag hat den Titel “Bonobos und die Kunst, Gutes zu tun”.
Prechts Buch gibt für philosophisch Interessierte einen sehr guten Überblick über aktuelle Diskussionen in der Philosophie und den dazugehörigen naturwissenschaftlichen Entwicklungen.
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Rezension zu Robert Kanes “Ethics and the Quest for Wisdom”
Posted by Björn in Buecher, Ethik, Moralphilosophie, rezensionen on 2011/06/28
Alexa Forrester rezensiert in den “Notre Dame Philosophical Reviews” Robert Kanes neues Buch “Ethics and the Quest for Wisdom”. Kane stellt eine neuartige vollständige ethische Theorie vor, die er “Moral Sphere Theory” nennt und unter anderem mit dem Kantianismus, Konsequenzialismus und Kontraktualismus kontrastiert.
Robert Kane ist einer der bekanntesten Philosophen der Willensfreiheit.
Derek Parfits “On What Matters” – und das Coverfoto
Posted by Björn in Buecher, Ethik, Leute, Moralphilosophie on 2011/06/17
“On What Matters” von Derek Parfit ist nun endlich in zwei Bänden bei Oxford University Press erschienen. Man kann Band 1 und Band 2 einzeln beziehen oder als Set, was durchaus Sinn macht, je nachdem ob man den Haupttext in Band 1 lesen will oder / und Diskussionen und Antworten in Band 2.
Eine vorläufige Version unter dem Titel “Climbing the Mountain” war schon einige Jahre im Umlauf und wurde bspw. im Philosophieblog PEA-Soup diskutiert. Hier Empfehlungen von Peter Singer und Tyler Cowen.
Nun also die Veröffentlichung. Warum aber sind auf dem Cover Fotos von St. Petersburg abgebildet? Ein Zusammenhang schien mir nicht ersichtlich.
Möglicherweise stammen die Fotos von Parfit selbst, der leidenschaftlicher Fotograf ist und offenbar ein Buch über die Architektur in St. Petersburg plant (und ein weiteres über Venedig) – wie man einer biografischen Information der NYU entnehmen kann.
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Menschliche Bedürfnisse
Posted by Björn in Emotionen, Ethik, Glück, Moralphilosophie on 2011/06/02
Richard Norman schreibt bei TPM über menschliche Bedürfnisse. Es gäbe verschiedene Antworten darauf, wie ein gutes menschliches Leben aussieht. Aber gute Antworten würden jedenfalls den basalen menschlichen Bedürfnissen gerecht – weshalb es wichtig ist, darüber zu reden, welche das sind, und wie gut die verschiedenen Ausgestaltungen funktionierten:
the good life is the fully human life. A good life is one which employs to the full our distinctively human capacities for rich emotional experiences and cooperative relationships with other people, for creativity and imagination, and for making sense of our lives through reflection on who we are and where we belong.
Schließlich kritisiert Norman den konstant vorgebrachten Einwand, ohne Religion sei ein menschliches Leben nicht vollständig. In der Vielfalt der Ausgestaltungen des menschlichen Lebens ist Religion oder Spiritualität eine der Möglichkeiten, aber keineswegs die einzige oder eine notwendige.
Cloud Computing und die Philosophie des Vertrauens
Die Faculty of Philosophy der University of Cambridge hat am 4. und 5. April mit Unterstützung von Microsoft Research Cambridge zwei öffentliche Vorlesungen zum Thema The Philosophy of Trust and Cloud Computing veranstaltet (via). Referenten waren David D. Clark vom MIT und der Moralphilosoph Ian Kerr.
Kerr hat sich in den letzten Jahren mit den ethischen Aspekten von Überwachung, Privatsphäre und Robotik beschäftigt.