Archive for category Emotionen

John Stuart Mill: Utilitarismus ohne Konsequenzialismus

Daniel Jacobsons Artikel in der Philosophical Review 117-2, pp. 159-191, “Utilitarianism without Consequentialism: The Case of John Stuart Mill” ist bei Philosopher’s Annual als einer der zehn besten Artikel des Jahres 2008 aufgeführt und dort als PDF-Datei erhältlich. [via]
Obwohl in der üblichen Definition der Konsequenzialismus ein Bestandteil des Utilitarismus ist, will Jacobson zeigen, dass Utilitarismus ohne Konsequenzialismus logisch möglich ist und dass genau dies die Position von Mill gewesen sei. In der gängigen Interpretation sei ein wichtiger Aspekt von Mills Theorie übergangen worden, der seinen unorthodoxen Utilitarismus gerade besonders interessant mache.

“I refer here to Mill’s sentimentalist metaethics, which proves crucial for understanding his view of morality as comprising just one distinct sphere within what he called “the Art of Life, in its three departments. Morality, Prudence or Policy, and Aesthetics; the Right, the Expedient, and the Beautiful or Noble, in human conduct and works”.

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Podcast mit Sabine Döring über Gefühle

Auf Philosophy Bites gibt es einen neuen Podcast mit Sabine Döring über Gefühle. Unter anderem geht es um die Frage, welche Rolle Gefühle in unserem Leben spielen sollten.
Im Juli war sie bei Bayern 2 zu einem Gespräch über Liebe als das schwierigste der Gefühle.

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Moral und Gefühl bei Säugetieren?

Der Ökologe Marc Bekoff (University of Colorado, Boulder) glaubt, dass in den Gehirnen aller Säugetiere eine moralische Komponente hart verdrahtet sei. Bekoff, der zusammen mit Jane Godall ein Buch über die Verpflichtung zum Erhalt der Umwelt geschrieben hat, hat jetzt mit der Moralphilosophin Jessica Pierce “Wild Justice” veröffentlicht, worin argumentiert wird, dass es bei Säugetieren einen angeborenen Sinn für Gerechtigkeit und Empathie gebe, der helfe, in sozialen Gruppen Aggression einzudämmen und Kooperation zu fördern. Es gäbe immer mehr Belege dafür, heißt es in einem Artikel des Telegraph: “Recent neurology work has also revealed that distantly related mammals such as whales and dolphins have the same structures in their brains that are thought to be responsible for empathy in humans. Other findings have also suggested that some animals may even be capable of showing empathy with the suffering of other species.
Bekoffs Thesen stoßen auf Skepsis und Widerspruch bei anderen Wissenschaftlern. Der Telegraph zitiert Frans de Waal: “I don’t believe animals are moral in the sense we humans are – with well developed and reasoned sense of right and wrong – rather that human morality incorporates a set of psychological tendencies and capacities such as empathy, reciprocity, a desire for co-operation and harmony that are older than our species. Human morality was not formed from scratch, but grew out of our primate psychology. Primate psychology has ancient roots, and I agree that other animals show many of the same tendencies and have an intense sociality.” [via]

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Soziale Wahrnehmung, Emotion und Selbstbewusstsein

Bereits im Juni 2008 ist bei Elsevier eine Sonderausgabe der Zeitschrift “Consciousness and Cognition” mit dem Titel “Social Cognition, Emotion, and Self-Consciousness” (Volume 17, Issue 2), herausgegeben von Albert Newen, Kai Vogeley und Alexandra Zinck, erschienen. Sie enthält 15 Artikel und 2 Kommentare, darunter beispielsweise:
- Minds, persons, and space: An fMRI investigation into the relational complexity of higher-order intentionality
- Elucidating the neural correlates of egoistic and moralistic self-enhancement
- Conscious emotional experience emerges as a function of multilevel, appraisal-driven response synchronization (von Didier Grandjean, David Sander, Klaus R. Scherer) (online hier abrufbar)

Das Vorwort zu der Ausgabe ist auf der Webseite von Albert Newen online.

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Moralpsychologie und Moralphilosophie

Walter Sinnott-Armstrong, der bei MIT Press drei Bände zum Thema “Moral Psychology” herausgegeben hat (das Philoblog berichtete im Dezember), diskutiert im aktuellen Podcast von Philosophy Bites über die Relevanz von psychologischer Forschung für die Moralphilosophie.

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Die Aktualität Adam Smiths

Karen Horn hat auf Standpoint.online einen Artikel über die Aktualität von Adam Smith veröffentlicht: “Why Adam Smith Still Matters

Critics worry that markets need a moral foundation that they automatically erode. They ridicule the naïve belief that free markets bring everybody happiness at no cost, a conviction allegedly lacking all philosophical underpinnings. This is entirely off the mark. The last thing one can say about Smith is that he lacked philosophical depth.

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Kann man durch Sex mit Robotern betrügen?

Betrügt man seinen Partner, wenn man Sex mit einem Roboter hat? Dieses Video ist ein gutes Beispiel dafür, was Philosophie kann (und was dieser Witz von Elliott Sober treffend auf den Punkt bringt) – Gedankenexperimente:

Watch more Asylum videos on AOL Video

[via Wide Scope]

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Darwin und Psychologie

Die jüngste Ausgabe der Zeitschrift “American Psychologist” (2009 Volume 64, Issue 2 (Feb-Mar)) widmet sich dem Thema Darwin and Psychology. 16 Aufsätze beschäftigen sich unter anderem mit der Bedeutung von Darwins Theorie für Francis Galton, James Baldwin, die Psychologie der Gefühle und die Evolutionäre Psychologie. Die Beiträge sind online abrufbar.

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Philosophie der Psychologie – ein e-Journal

Auf das e-Journal Philosophie der Psychologie habe ich vor einiger Zeit schon hingewiesen. Seitdem sind bereits 3 weitere Ausgaben erschienen, die nächste folgt im März.
Damit findet man auf der Webseite bereits eine beachtliche Zahl interessanter Beiträge aus dem Themenspektrum, das die Herausgeber folgendermaßen beschreiben:

Die hier versammelten Beiträge beziehen sich auf drei Problembereiche: Im Sinne einer Wissenschaftstheorie der Psychologie beschäftigen sie sich einerseits mit den begrifflichen Vorgaben und den Erklärungsformen der Psychologie. Eine weitere Gruppe von Aufsätzen untersucht die für gewöhnlich der Psychologie zugeordneten Themen und Phänomene aus philosophischer Sicht und setzt damit die Tradition einer philosophischen Psychologie fort. Und zum Dritten setzen sich einige Arbeiten mit den Ansprüchen von Psychologie und Philosophie auf Verstehen, Heilung oder Linderung psychischen Leidens auseinander.

Interessant ist auch die dort aufgeührte (Amazon-)Liste der Neuerscheinungen.

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Roundtable Diskussion über Gehirn und Bewusstsein

Im Januar 2007 fand an der New York University eine Diskussion mit Gianfranco Basti, Ned Block, Richard Haier, Joseph LeDoux, Patrick McGrath, and Craig Piers unter der Überschrift “Mistery of the Mind” statt. Das Video dazu bei YouTube ist über 2 Stunden lang. Leider lässt es sich nicht in anderen Webseiten einbetten. Man muss als die YouTube-Seite direkt aufrufen.

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Moral Psychology

Bei MIT Press hat Walter Sinnott-Armstrong 2007 und 2008 drei Bände unter dem Titel “Moral Psychology” herausgebracht, die Aufsätze von zahlreichen Philosophen und Psychologen versammeln. Zu jedem Aufsatz gibt es Anmerkungen anderer Autoren, die wiederum vom jeweiligen Verfasser beantwortet werden.
Die Bände sind folgenden Themen gewidmet:
Vol. 1: The Evolution of Morality: Adaptations and Innateness
Vol. 2: The Cognitive Science of Morality: Intuition and Diversity (eine Rezension gibt es hier)
Vol. 3: The Neuroscience of Morality: Emotion, Brain Disorders, and Development

Die Stanford Encyclopedia of Philosophy hat einen enzyklopädischen Online-Artikel zu “Moral Psychology: Empirical Approaches“. Und in der englischen Wikipedia gibt es einen Überblicksartikel.
Außerdem gibt es von der Moral Psychology Research Group eine Website, die auch eine Literaturliste enthält.

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Antonio Damasio über die Rolle der Emotionen

Bei Monika Armand vom Neurowissenschaften-Blog habe ich ein Video gefunden, in dem Antonio Damasio über die Rolle der Emotionen spricht (auf Englisch). (Sie liefert auch einen Link, wie man sich die spanische Inhaltsbeschreibung von Google ins Englische übersetzen lassen kann).

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