Archive for category Emotionen

Jesse Prinz malt Bilder von Köpfen

Jesse Prinz ist durch seine Veröffentlichungen zur Philosophie der Psychologie bekannt. Gerade eben ist sein Buch “Beyond Human Nature: How Culture and Experience Shape Our Lives” erschienen, mit dem er zu einer realistischeren und ausgewogenen Debatte um Natur/Kultur beitragen will. 2007 veröffentlichte er “The Emotional Construction of Morals“, und 2004 “Gut Reactions: A Perceptual Theory of Emotion” (beide bei Oxford University Press). Demnächst erscheint von ihm “The Handbook of Philosophy of Psychology”, ebenfalls bei OUP.

Während Sitzungen malt Jesse Prinz Bilder von Köpfen. Köpfe mit Schubladen, mit Einblicken ins Gehirn, Köpfe mit Vögeln oder Köpfe mit Obst. Unzählige dieser Bilder hat er auf seiner persönlichen Website veröffentlicht. Da die Seite als Frameset programmiert ist – wie es vor 10 Jahren einmal üblich war – führt das Verfolgen des direkten Links zu den Zeichnungen leider dazu, dass man das Hauptmenü nicht sieht. Aber zum Navigieren innerhalb der Zeichnungskategorien reicht der Direktlink vollkommen aus.
Hier also der Direktlink zu den Zeichnungen, und hier der Link zur Hauptseite.

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Auszeichnung für Ursula Renz

Ursula Renz hat für ihr Buch “Die Erklärbarkeit von Erfahrung: Realismus und Subjektivität in Spinozas Theorie des menschlichen Geistes”, erschienen bei Klostermann, den Preis des Journal of the History of Philosophy für die beste Veröffentlichung zur Philosophiegeschichte im Jahr 2010 erhalten.

Eine Rezension des Buches hat Martin Saar im September bei NDPR veröffentlicht.

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Stark sein im Leiden? Christopher Hitchens äußert Zweifel

“Was mich nicht umbringt, macht mich stärker” – mit dieser Maxime Nietzsches setzt sich der krebskranke Christopher Hitchens in der Vanity Fair auseinander. Existenzielle Bedrohungen öffnen den Blick für die Tauglichkeit von Parolen. So sieht Hitchens das oft bemühte Zitat Nietzsches in einem anderen Licht.

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Christoph Rapp über Dorothea Frede

Aus Anlass ihres 70. Geburtstages hat Christoph Rapp bei der SZ einen Artikel über Dorothea Frede veröffentlicht. Frede ist bekannt für ihre Untersuchungen zu Platon, Aristoteles und zur antiken und hellenistischen Philosophie. Unter anderem hebt Rapp ihre bahnbrechenden Untersuchungen zur antiken Philosophie der Emotionen hervor.

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Menschliche Bedürfnisse

Richard Norman schreibt bei TPM über menschliche Bedürfnisse. Es gäbe verschiedene Antworten darauf, wie ein gutes menschliches Leben aussieht. Aber gute Antworten würden jedenfalls den basalen menschlichen Bedürfnissen gerecht – weshalb es wichtig ist, darüber zu reden, welche das sind, und wie gut die verschiedenen Ausgestaltungen funktionierten:

the good life is the fully human life. A good life is one which employs to the full our distinctively human capacities for rich emotional experiences and cooperative relationships with other people, for creativity and imagination, and for making sense of our lives through reflection on who we are and where we belong.

Schließlich kritisiert Norman den konstant vorgebrachten Einwand, ohne Religion sei ein menschliches Leben nicht vollständig. In der Vielfalt der Ausgestaltungen des menschlichen Lebens ist Religion oder Spiritualität eine der Möglichkeiten, aber keineswegs die einzige oder eine notwendige.

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David Humes 300. Geburtstag – 3. Teil

Aus den zahlreichen Postings zu Humes 300. Geburtstag möchte ich noch Folgendes hervorheben:

Wie David Hume unglücklich in Mme. de Boufflers verliebt war und ihr dennoch lebenslang ein freundlicher Berater blieb.

Bei Crooked Timber nimmt Cosma Shalizi die Aufstände in Nordafrika zum Anlass, bei Hume nachzusehen.

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Anthropologie des Altruismus

Das amerikanische National Humanities Center hat 2007 unter der Leitung von Martha Nussbaum die Konferenz “Autonomy, Singularity, Creativity” abgehalten. Eingeladen waren unter anderem der Verhaltensforscher Frans de Waal und der Sozialpsychologe Daniel Batson. de Waal hat viel über Empathie bei Primaten und Menschen veröffentlicht, bspw. in “The Age of Empathy” (Amazon-Link). Batson hat sich dreißig Jahre mit Altruismus beschäftigt – sein neuestes Buch “Altruism In Humans” (Amazon-Link) wird regelmäßig von Martha Nussbaum empfohlen (eine ausführliche Rezension gibt es hier.)
Die Vorträge von de Waal und Batson auf dieser Konferenz sind in diesem Google-Video zu sehen (Direktlink).
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Entfaltung der Persönlichkeit trotz Internet

In Freundschaften geht man ein Risiko ein – im Internet geht dieser Aspekt realer Beziehungen verloren, schreibt Roger Scruton in “Hiding behind the screen“. Fernsehen, Facebook, Second Life, iPod – deren Dominanz reduziert die Erfahrungsmöglichkeiten, die man braucht, um Selbstbestimmung (Fichte), Anerkennung (Hegel) und Entfaltung (Marx) zu erleben. Demgegenüber wird die Entfremdung durch den Fetischismus der Massenkultur (Adorno, Horkheimer) immer subtiler – und umfassender. Es fehlt an einer kritischen Haltung, die es den Menschen erlaubt, auf reale Erfahrungen und reale Emotionen Wert zu legen. Dazu gehört das Eingehen von Risiken – auch realer emotionaler Risiken, wie sie in naturwüchsigen Beziehungen drohen. Um zu einem moralischen Wesen zu wachsen, braucht es “risk, embarrassment, suffering, and love.

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Platon mit Emoticons (Smilies und so)

:-> Plato with emoticons :^D – um den heutigen Studenten den kognitiven Zugang zur Philosophie zu erleichtern. Witzig und pädagogisch fürs Erste vielleicht gar nicht so schlecht.

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Ekel und Menschlichkeit in der Politik – ein Interview mit Martha Nussbaum

Bei The Nation ist ein Interview mit Martha Nussbaum über ihr neues Buch “From Disgust to Humanity: Sexual Orientation and Constitutional Law” erschienen. Darin geht es darum, dass Aversionen gegen Fremdartiges nicht als moralische Rechtfertigung politischer Regelungen taugen.

I don’t think any emotion should be trusted on its own without being constantly in dialogue with moral principles. At every point, whether it’s anger or fear or any emotion–even compassion, which can, of course, lead you to favor your family against other people–you should always be asking, Is this consistent with the idea of a society of people who are free and equal?“.

Vor diesem Hintergrund seien Argumente gegen homosexuelle Ehen nicht haltbar, weil inkonsistent. “We don’t think that heterosexuals who are flaky, silly or awful, Britney Spears marrying on a whim and then divorcing almost immediately, we don’t think that that taints the institution of heterosexual marriage.“.

Nussbaum plädiert für eine Politik der Menschlichkeit, die auf der Fähigkeit beruht, andere Personen als uns ähnlich wahrzunehmen und sie zu respektieren. Unterschiedliche sexuelle Orientierungen rechtfertigen keine unterschiedliche Behandlung vor dem Gesetz. John Stuart Mill hat besonders sorgfältig die Frage gesellschaftlicher Regulierung privaten Verhaltens untersucht – daran möchte Nussbaum anknüpfen und hofft, dass seine Einsichten sich in diesen Fragen weiter verbreiten.

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Linksammlung 2009-01-27

Ein Video eines im November 2009 in Moskau gehaltenen Vortrages von Jürgen Habermas mit dem Titel “Religion, Law and Politics – On Political Justice in a Multicultural World Society” ist hier zu sehen. (Das Weblog Political Theory verlinkte es unter dem Titel “The Internal Relationship Between Human Dignity and Human Rights”. Von dort auch der Link zu einem Video einer Diskussion von Habermas mit russischen Kollegen).

Die Beiträge zur jüngsten Ausgabe der Hume Studies, Volume 34, Number 1, April 2008 sind als HTML- und als PDF-Version kostenlos erhältlich. Darin u.a.:
- Politeness, Paris and the Treatise
- Reason in Hume’s Passions
- A Conversation between Annette Baier and Anik Waldow about Hume’s Account of Sympathy
- The Miseries of Life: Hume and the Problem of Evil

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Können Schimpansen trauern?

Ein Photo für National Geographic, dass bei Boing Boing gezeigt wird, scheint ein “Ja” nahezulegen. Sehr bewegend.

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