Messaging, Messenger

Innerhalb weniger Jahre haben weite Teile der Bevölkerung Social Media und Messaging-Apps angenommen, aber kaum jemand versteht die Restriktionen für die Kommunikation, die in den Tools eingebaut sind.

Die Offenheit von E-Mail wird von keiner Messaging-App erreicht. Fast immer ist man eingesperrt und muss rumeiern, will man mal etwas da rausholen. Und andere sind ausgesperrt. “other than email, chat apps are walled gardens“, sagt Volker Weber. Egal, solange die Faszination anhält, ist man mit Dysfunktionalität völlig zufrieden.

Und man akzeptiert das “Verbessern des Erlebnisses” durch App-Updates – bis sie nicht mehr brauchbar sind und (das ist das Entscheidende) die Horde weitergezogen ist. “So far they have not ruined WhatsApp, but I trust they eventually will.

Pics and nothing happens

Ich war heute einem Jugendlichen behilflich, seinen Rechner wieder halbwegs gangbar zu machen. Einmal abgesehen davon, dass ich mir nach jahrelanger beruflicher Überdosis der kafkaesken Computerwartungstätigkeit (eines von Milliarden alltäglichen Beispielen hier), die wir heute als Zivilisationstechnik hinnehmen, nur ein minimales Residuum von Enthusiasmus für digitale “Verbesserungen” bewahrt habe, war die allererste wichtige Maßnahme an dem Teeniecomputer, erst einmal Plattenplatz frei zu machen. Denn die Platte war voll, bis an den Rand (die neuen Macbooks mit ihren 128GB Flashspeicher sind ja auch niedlich – da werden Krauses von nebenan bald eine Menge Spaß haben). Auf die Schnelle war es das Einfachste, die Unmengen an Grafikdateien – alles selbstgeschossene Fotos – auf einen externen Speicher zu verschieben, um überhaupt erst einmal wieder Luft zum Atmen zu bekommen. Und während der Speichervorgang so vor sich hin speicherte bestand reichlich Gelegenheit, darüber zu philosophieren, was man eigentlich mit den vielen tausend digitalen Fotos, die man so ansammelt, macht.

Nichts, weitestgehend. Wie diese Infografik veranschaulicht.

Virtual Reality, Marketing und überhaupt

James Au ist bekannt als Blogger und Experte für Virtual Reality und Second Life. Mit den für die nächsten Monate angekündigten neuen Produkten für Virtual Reality ist auch wieder die Erwartung gestiegen, dass es mit den neuen Optionen zu einigen Veränderungen im Userverhalten kommen wird. James Au gibt in einem Artikel den Erwartungen aus Sicht der Marketingwirtschaft einen Dämpfer, der darüberhinaus aber auch – jedenfalls für Kenner – Rückschlüsse darauf zulässt, wie die Entwicklung in den nächsten Jahren aussehen könnte.

Smart Home – nicht nur intelligent

In Berichten und Debatten über die Digitalisierung ist ein bedächtiges Abwägen von Vor- und Nachteilen eher nicht die Regel. Und so ist die Diskussionslandschaft viel zu oft von Euphemismen und Hysterikern (Befürworter und Gegner) geprägt.

Von diesem Spannungsverhältnis aus ist auch der Anlass für den Artikel “Why Is My Smart Home So Fucking Dumb?” von Adam Clark Estes auf Gizmodo zu verstehen. Der Autor berichtet, wie er mit Begeisterung seine Wohnung mit Smart-Home-Technologie aufgemotzt hat – in mühevoller und nicht ganz billiger Fleißarbeit. Und wie er ein ernüchterndes Fazit zieht. Zum Beispiel, dass das einzig Einfache in der Inbetriebnahme mancher Smart-Home-Komponente das Rauswerfen des Geldes für das Produkt gewesen sei.

Möglicherweise ist ja der Lichtschalter eine der intelligentesten Erfindungen des letzten Jahrhunderts. Festlegen will ich mich nicht, man weiß ja nie. Aber im Gegensatz zu vielen derzeit angepriesenen Technologien hat er milliardenfache Falsifikationsversuche gut überstanden.