Archive for category Buecher

Tyler Cowen rezensiert Parfits “On what matters”

Interessante Rezension bei Marginal Revolution zu Derek Parfits “On what matters“:

Tyler Cowen ist nicht überzeugt von Parfits – einem seiner “favorite philosophers” – Hauptargumenten. Der zentrale Teil des Buches schreie nach Formalisierung “or at the very least citations to formalized game theory“. Und nicht nur das:

Parfit is operating in the territory of solution concepts and game-theoretic equilibrium refinements, but with nary a nod in their direction. By the end of his lengthy and indeed exhausting discussions, I do not feel I am up to where game theory was in 1990.

I read the standard game-theoretic results as implying that ethics is a far more indeterminate enterprise than Parfit might like to see. Any particular specification of rule consequentialism tends to require increasingly baroque refinements to cover all the different possible kinds of situations.

Parfits Diskussion des Konsequenzialismus verfehle “the questions defined by where the frontier — choice theory and not just philosophic ethics — has been for some time“. Bis diese Fragen nicht geklärt seien, sei eine Integration mit dem Kontraktualismus nicht möglich.

Außerdem wundert sich Cowen – wie ich auch – über die Danksagungsliste im Vorwort. Und er verweist neben der hier im Blog schon verlinkten positiven Rezension von Peter Singer auf eine weitere, eher kritische von Constantine Sandis.

Nachtrag: Jussi Suikkanen, der zusammen mit John Cottingham das Buch “Essays on Derek Parfit’s On What Matters” (Blackwell, 2009) herausgegeben hat, schreibt eine Kurzrezension, in der er einige Probleme von Parfits Buch anspricht, die sich seiner Methode verdanken: “What strikes me most now is the philosophical method which Parfit employs again and again throughout the book. It is the oldest tool in the philosophers’ kit. Parfit proceeds by attacking familiar versions of general ethical principles with innovative counterexamples. He then makes these principles more and more sophisticated until they survive the thought-experiments.

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Google Bookstore im Android Market – nicht in Deutschland

Die neue Version des Android Market wurde von Google so überarbeitet, dass Bücher aus dem Google Bookstore leichter zu finden sind. Die 3 Millionen Titel, die bislang im Bookstore verfügbar sein sollen, sind allerdings nicht in Deutschland erhältlich. Der Link zur Books-Webseite im Android Market führt hierzulande lediglich zu dem Hinweis: “Leider ist das gewünschte Dokument nicht in Ihrem Land verfügbar.“. Informationen dazu, wann “Books” im Android Market auch aus Deutschland abrufbar sein werden, sind nicht zu finden.

Auch die Android-App “Google eBooks for Android” ist in Deutschland nicht im Android Market beziehbar: “Google eBooks for Android is currently not available in your country“.

Der seit Dezember 2010 bestehende Google eBookstore ist dagegen auch aus Deutschland aufrufbar, allerdings beschränkt auf Bücher in der Public-Domain: “The latest Google eBooks are not available for sale in your location, yet…

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Platons Gastmahl neu im Feuilleton

am besten laut, bekränzt und betrunken vorzulesen” – so Gisela Trahms (Luisas) Fazit zu Platons “Gastmahl” beim Umblätterer. Die launige Kurzrezension ist empfehlenswert.

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Simon Blackburn über Parfits “On what matters”

Simon Blackburn hat eine Rezension zu Derek Parfits neuem Buch “On what matters“, die ursprünglich von der Financial Times beauftragt, dann aber nicht abgedruckt wurde, auf seiner eigenen Webseite veröffentlicht.

Blackburn nimmt eine kritische Haltung zu Parfits Position ein. Anders als Peter Singer, sieht er nicht, was Parfit zu einer realistischen Aufklärung über Moral beiträgt.
Er zitiert einen Satz vom Anfang des Buches: “‘It would be a tragedy’ he tells us on page 2, ‘if there is no single true morality’” und antwortet darauf: “Well, outside the charmed walls of All Souls College, there actually are tragedies.” Innerhalb der Mauern handele es sich vielleicht aber eher um die Komödie von “Don Quixote tilting at windmills“.


Weitere Informationen (und Links) zu Parfits neuem Buch habe ich in diesem Blog hier und hier gepostet.

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Axel Honneths neues Buch “Das Recht der Freiheit”

Im Juni ist das neue Buch von Axel Honneth erschienen: “Das Recht der Freiheit“. Der Titel lässt vermuten, dass sich Honneths Position von der Formel “Recht auf Freiheit” abheben soll. Mit dem Buch schließt Honneth an seine Untersuchungen über Anerkennung als zentrale Kategorie der praktischen und der Sozialphilosophie an.

Bei Political Theory hat es auch schon einen Hinweis auf das Buch gegeben. Von dort habe ich den Link zur Einleitung (PDF). In ihr erläutert Honneth sein Anliegen und sein Vorgehen. Er schließt an Hegels Rechtsphilosophie, ohne auf einen idealistischen Monismus oder die Theorie des objektiven Geistes zurückzugreifen.

Im Deutschlandfunk hat Christoph Fleischmann (Transkript und Audio) mit Axel Honneth über seine Konzeption gesprochen, die Gesellschaftsanalyse und politische Philosophie verbinden will, um zu “zeigen, wie die europäische Moderne Institutionen hervorgebracht hat, die bestimmte Werte verkörpern, die uns noch heute in die Pflicht nehmen. Werte fallen bei Honneth also nicht vom Himmel der Ideen, sondern werden in der Geschichte wirksam.

Ebenfalls im Deutschlandfunk hat Svenja Flaßpöhler Honneths Buch besprochen (auch Audio abrufbar).

Siehe auch diesen Beitrag und diesen Hinweis auf ein Fernsehinterview.

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Axel Honneth rezensiert “Kritik der politischen Philosophie” von Raymond Geuss

In der Frankfurter Rundschau rezensiert Axel Honneth das neue Buch von Raymond Geuss – “Kritik der politischen Philosophie“. Honneths Einschätzung ist kritisch: Geuss’ Abhandlung sei stellenweise dekretiv und begründungsarm. Dessen Realismus, der sich gegen den Primat der Ethik wendet, sei unbekümmert, und Geuss verliere sich letztlich in abstrakten Allgemeinheiten.

Auch Adam Kirsch hatte – wie hier berichtet – den methodischen Ansatz von Raymond Geuss in seiner Rezension von “Philosophy and Real Politics” ganz ähnlich kritisiert.

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Meiner Verlag heute bei NDR Kultur

Manfred Meiner, der Inhaber des Meiner Verlags, der mit der Philosophischen Bibliothek einer der wichtigsten deutschsprachigen Verlage mit philosophischen Titeln ist, ist heute um 13 Uhr bei NDR Kultur im Gespräch.

Der Meiner Verlag feiert dieses Jahr sein 100jähriges Bestehen.

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Richard David Precht auf WDR 5

Am 7.7.2011 wird Richard David Precht von 20:05 bis 21:00 Uhr auf WDR 5 zu hören sein. Ausgestrahlt wird sein Vortrag vom Kölner Literaturfestival lit.cologne. Es geht um das Thema seines Buches “Die, Kunst, kein Egoist zu sein”. Der Vortrag hat den Titel “Bonobos und die Kunst, Gutes zu tun”.
Prechts Buch gibt für philosophisch Interessierte einen sehr guten Überblick über aktuelle Diskussionen in der Philosophie und den dazugehörigen naturwissenschaftlichen Entwicklungen.

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Rezension zu Robert Kanes “Ethics and the Quest for Wisdom”

Alexa Forrester rezensiert in den “Notre Dame Philosophical Reviews” Robert Kanes neues Buch “Ethics and the Quest for Wisdom”. Kane stellt eine neuartige vollständige ethische Theorie vor, die er “Moral Sphere Theory” nennt und unter anderem mit dem Kantianismus, Konsequenzialismus und Kontraktualismus kontrastiert.

Robert Kane ist einer der bekanntesten Philosophen der Willensfreiheit.

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Die enorme Popularität Michael Sandels in Asien

China Newsweek hat Michael Sandel als “die einflussreichste ausländische Person” des Jahres in China bezeichnet, wie die Harvard Gazette oder auch die New York Times berichten.

Sandels Popularität verdankt sich offenbar seinem regelmäßig abgehaltenen Harvard-Kurs “Justice”, den mittlerweile über 15.000 Studenten absolviert haben sollen und der laut Wikipedia mit 1115 Zuhörerinnen im Jahr 2007 der größte jemals durchgeführte Kurs in Harvard gewesen sein soll. Sandels erfolgreicher Kurs wurde auf Video aufgezeichnet, im öffentlichen Fernsehen ausgestrahlt und wird als Videoserie von der Universität Harvard auf einer eigenen Webseite präsentiert (alternativ die zugehörige Playlist des Harvard-YouTube-Kanals).

Sandel hat ein Buch zu dieser Veranstaltung veröffentlicht – “Justice: What’s the Right Thing to Do?“, das allein in Ostasien über eine Million mal verkauft wurde. In Japan ist Sandel nämlich eine Art Rockstar, nachdem das japanische Fernsehen NHK die Aufzeichnungen von Sandels Kurs übersetzt und ausgestrahlt hat. Das Buch dazu kletterte auf Platz 1 der ausländischen Veröffentlichungen bei Amazon Japan. Die japanischen Sendungen wurden wiederum chinesisch untertitelt und auf chinesischen Webseiten veröffentlicht, wo sie Millionen von Aufrufen haben sollen. Michael Sandel hat danach eine erfolgreiche Lesetour durch Japan unternommen sowie Vorlesungen in China gehalten.

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Derek Parfits “On What Matters” – und das Coverfoto

On What Matters” von Derek Parfit ist nun endlich in zwei Bänden bei Oxford University Press erschienen. Man kann Band 1 und Band 2 einzeln beziehen oder als Set, was durchaus Sinn macht, je nachdem ob man den Haupttext in Band 1 lesen will oder / und Diskussionen und Antworten in Band 2.
Eine vorläufige Version unter dem Titel “Climbing the Mountain” war schon einige Jahre im Umlauf und wurde bspw. im Philosophieblog PEA-Soup diskutiert. Hier Empfehlungen von Peter Singer und Tyler Cowen.

Nun also die Veröffentlichung. Warum aber sind auf dem Cover Fotos von St. Petersburg abgebildet? Ein Zusammenhang schien mir nicht ersichtlich.

Möglicherweise stammen die Fotos von Parfit selbst, der leidenschaftlicher Fotograf ist und offenbar ein Buch über die Architektur in St. Petersburg plant (und ein weiteres über Venedig) – wie man einer biografischen Information der NYU entnehmen kann.

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Neue Zeitschrift zum Skeptizismus

Im niederländischen Brill-Verlag ist die erste Ausgabe des “International Journal for the Study of Skepticism” erschienen. Herausgeber dieser neuen Zeitschrift sind Diego E. Machuca (Argentinien) und Duncan H. Pritchard (University of Edinburgh). Zum Editorial Board gehören u.a. aus Deutschland Elke Brendel (Universität Bonn), Martin Mulsow (Universität Erfurt) und Dominik Perler (Humboldt-Universität Berlin). Die Beiträge der ersten Ausgabe können hier gelesen werden.

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