Archive for category Biologie

Moral und Gefühl bei Säugetieren?

Der Ökologe Marc Bekoff (University of Colorado, Boulder) glaubt, dass in den Gehirnen aller Säugetiere eine moralische Komponente hart verdrahtet sei. Bekoff, der zusammen mit Jane Godall ein Buch über die Verpflichtung zum Erhalt der Umwelt geschrieben hat, hat jetzt mit der Moralphilosophin Jessica Pierce “Wild Justice” veröffentlicht, worin argumentiert wird, dass es bei Säugetieren einen angeborenen Sinn für Gerechtigkeit und Empathie gebe, der helfe, in sozialen Gruppen Aggression einzudämmen und Kooperation zu fördern. Es gäbe immer mehr Belege dafür, heißt es in einem Artikel des Telegraph: “Recent neurology work has also revealed that distantly related mammals such as whales and dolphins have the same structures in their brains that are thought to be responsible for empathy in humans. Other findings have also suggested that some animals may even be capable of showing empathy with the suffering of other species.
Bekoffs Thesen stoßen auf Skepsis und Widerspruch bei anderen Wissenschaftlern. Der Telegraph zitiert Frans de Waal: “I don’t believe animals are moral in the sense we humans are – with well developed and reasoned sense of right and wrong – rather that human morality incorporates a set of psychological tendencies and capacities such as empathy, reciprocity, a desire for co-operation and harmony that are older than our species. Human morality was not formed from scratch, but grew out of our primate psychology. Primate psychology has ancient roots, and I agree that other animals show many of the same tendencies and have an intense sociality.” [via]

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Podcast mit Allen Buchanan über Enhancement

Der neueste Podcast von Nigel Warburton auf Philosophy Bites ist mit Allen Buchanan über Enhancement. Was ist von neuen Technologien zur Verbesserung unserer biologischen Konstitution zu halten?

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Philosophie der Neurowissenschaften

Das “Oxford Handbook of Philosophy of Biology”, herausgegeben von Michael Ruse, ist 2008 bei Oxford University Press erschienen. Drei Kapitel daraus können vollständig bei Google Books nachgelesen werden, darunter
- “Philosophy of Neuroscience” von I. Gold & A. Roskies
- “Sociobiology, Evolutionary Psychology, and Cultural Evolution” von Matteo Mameli (Link zum Kapitel im Inhaltsverzeichnis)

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Darwin liebte Schuhe

Wie der Telegraph berichtet, geht aus jüngst gefundenen Aufzeichnungen hervor, dass Charles Darwin als Student in Cambridge mehr Geld für Schuhe als für Bücher ausgegeben habe. Außerdem war er darauf bedacht, die von der Universität ausgegebenen Mahlzeiten durch selbst gekauftes Gemüse zu ergänzen. [via Glaserei]

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AC Grayling über die herausragende Bedeutung der Wissenschaft

Bei Edge gibt es einen Artikel (und ein Video) von AC Grayling über die Bedeutung der jüngeren wissenschaftlichen Entwicklungen. Die Wissenschaft sei eine wunderbare kollektive Unternehmung und eine großartige Errungenschaft der Menschheit. Es komme darauf an, mehr Menschen an Kenntnissen darüber teilhaben zu lassen, auch um den bevorstehenden Wandel von kompetenten Leuten beurteilen zu lassen: “The point here is not about making more scientists necessarily, but making more people who are competent to observe what’s happening in science, to be interested in reading about it, to keep abreast of developments, to be excited by what is happening in science. And as responsible and informed citizens of this world of ours, to be part of the discussion about what we should and shouldn’t do with our science.” (Pressing questions for our century – A Talk With AC Grayling)

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Darwin und Psychologie

Die jüngste Ausgabe der Zeitschrift “American Psychologist” (2009 Volume 64, Issue 2 (Feb-Mar)) widmet sich dem Thema Darwin and Psychology. 16 Aufsätze beschäftigen sich unter anderem mit der Bedeutung von Darwins Theorie für Francis Galton, James Baldwin, die Psychologie der Gefühle und die Evolutionäre Psychologie. Die Beiträge sind online abrufbar.

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Kostenlose Einführung: Brain facts

Die Society for Neuroscience hat eine 74-seitige Einführungsbroschüre erstellt, die man kostenlos von ihrer Webseite herunterladen kann: “Brain Facts. A Primer on the Brain and Nervous System“. Auf der Webseite findet sich auch das Inhaltsverzeichnis, über das man direkt einzelne Kapitel herunterladen kann, wie “The Neuron”, “Brain Development”, “Sensation and Perception”, “Learning, Memory, and Language”, “Sleep”, “Stress” oder “Neuroethics”.

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Anthropologie – soziokulturell oder evolutionär?

Innerhalb der Anthropologie gibt es einen fundamentalen Graben zwischen soziokulturellen und evolutionären Erklärungsansätzen. Oft ist die Auseinandersetzung unversöhnlich, eine Integration ist in der Regel nicht in Sicht. Hannah Fearn fragt in Times Higher Education, ob eine Überwindung des Streits möglich ist: The great divide

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Moral – Kultur oder Natur?

“Beides”, sagt Dan Jones im Prospect Magazine. “The picture emerging shows the moral sense to be the product of biologically evolved and culturally sensitive brain systems that together make up the human ‘moral faculty.’

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Evolution in der Werbung

Guinness hat im Jahr 2005 einen aufwändig gemachten Werbeclip veröffentlicht, der den Firmenslogan “Good things come to those who wait” auf originelle Weise ins Bild setzt: Das Leben auf der Erde hat einige hundert Millionen Jahre gebraucht, um endlich dem Menschen zu ermöglichen, ein gutes Bier zu genießen. Diese Geschichte wird durch einen Schnelldruchlauf rückwärts durch die Evolution dargestellt. Die Botschaft: gut, dass wir nicht als urzeitliche Schlammbewohner brackiges Wasser trinken müssen.

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AC Grayling nimmt Fullers “Intelligent Design” auseinander

Im New Humanist hat A.C. Grayling unter dem herrlichen Titel “Origin of the Specious” ein Buch von Steven Fuller über das sogenannte “Intelligent Design” untersucht – das, so Graylings Fazit, nicht allein schlecht sei, sondern auch einen weiteren Nagel in den Sarg der Theorie des Intelligent Design schlage.

Graylings Beitrag bereitet großes Vergnügen, indem er einerseits die britische Klarheit in der Analyse verworrener Konstrukte exemplifiziert, andererseits mit polemischen Schmankerln garniert ist, die keinen Zweifel an seiner Position aufkommen lassen:

It is sometimes hard to know whether books that strike one as silly and irresponsible, like Dissent over Descent, the latest book from Steve Fuller, are the product of a desire to strike a pose and appear outrageous (the John Gray syndrome), or really do represent that cancer of the contemporary intellect, post-modernism. I suppose putatively sincere extrusions of the post-modern sensibility might henceforth deserve to be known as “the Steve Fuller syndrome”.”

Wer Spaß an bester britischer Kritik eines klaren Kopfes hat, dem sei der Text sehr empfohlen.
Und – the fun continues: Fuller hat auf Graylings Beitrag geantwortet, Grayling schließlich wieder darauf.
[via Brian Leiter]

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Singers “All animals are equal” erklärt

Jean Kazez diskutiert Peter Singers nicht-speziestische Tierethik, deren Slogan “All animals are equal” einigermaßen bekannt ist: “If you take a close look, this idea is not silly, and not easy to refute. It’s a huge improvement on “speciesism”—the bias that makes animals not matter at all.

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