Andy Clark hat im Journal of Medicine and Philosophy 32/2, 2007, einen Artikel zur Frage veröffentlicht, ob und warum implantierte Mensch-Maschine-Schnittstellen und insbesondere Gehirn-Maschine-Schnittstellen möglich sind: “Re-Inventing Ourselves: The Plasticity of Embodiment, Sensing, and Mind“.
Ausgehend von einer Warnung Bruce Sterlings im Internetmagazin WIRED 2004 – “there’s ethical hell at the interfaces” – untersucht Clark die denkbaren Möglichkeiten von Enhancement und Augmentation. Deren Bedingung ist die von Clark postulierte biologische Plastizität des Menschen, sein Potenzial für “sensory re-calibration” und “bodily re-configuration”.
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Andy Clark hat im Journal of Medicine and Philosophy 32/2, 2007, einen Artikel zur Frage veröffentlicht, ob und warum implantierte Mensch-Maschine-Schnittstellen und insbesondere Gehirn-Maschine-Schnittstellen möglich sind: "Re-Inventing Ourselves: The Plasticity of Embodiment, Sensing, and Mind".
Ausgehend von einer Warnung Bruce Sterlings im Internetmagazin WIRED 2004 - "there's ethical hell at the interfaces" - untersucht Clark die denkbaren Möglichkeiten von Enhancement und Augmentation. Deren Bedingung ist die von Clark postulierte biologische Plastizität des Menschen, sein Potenzial für "sensory re-calibration" und "bodily re-configuration".
. . Bei Edge gibt es einen Artikel (und ein Video) von AC Grayling über die Bedeutung der jüngeren wissenschaftlichen Entwicklungen. Die Wissenschaft sei eine wunderbare kollektive Unternehmung und eine großartige Errungenschaft der Menschheit. Es komme darauf an, mehr Menschen an Kenntnissen darüber teilhaben zu lassen, auch um den bevorstehenden Wandel von kompetenten Leuten beurteilen zu lassen: “The point here is not about making more scientists necessarily, but making more people who are competent to observe what’s happening in science, to be interested in reading about it, to keep abreast of developments, to be excited by what is happening in science. And as responsible and informed citizens of this world of ours, to be part of the discussion about what we should and shouldn’t do with our science.” (Pressing questions for our century – A Talk With AC Grayling)
Bei Edge gibt es einen Artikel (und ein Video) von AC Grayling über die Bedeutung der jüngeren wissenschaftlichen Entwicklungen. Die Wissenschaft sei eine wunderbare kollektive Unternehmung und eine großartige Errungenschaft der Menschheit. Es komme darauf an, mehr Menschen an Kenntnissen darüber teilhaben zu lassen, auch um den bevorstehenden Wandel von kompetenten Leuten beurteilen zu lassen: "The point here is not about making more scientists necessarily, but making more people who are competent to observe what's happening in science, to be interested in reading about it, to keep abreast of developments, to be excited by what is happening in science. And as responsible and informed citizens of this world of ours, to be part of the discussion about what we should and shouldn't do with our science." (Pressing questions for our century - A Talk With AC Grayling) Bei Information Philosophie ist ein Aufsatz von Theda Rehbock (online nur Leseprobe) und ein Vortrag von Bernhard H.F. Taureck zum Thema Menschenwürde und Bioethik erschienen.
Obwohl ich persönlich einen Begriff der “Menschenwürde” habe, ist er in ethischen Begründungen sehr problematisch, weil er weltanschaulich aufgeladen und von “Dogmen geprägt” (Norbert Hoerster) ist, die eine Verallgemeinerbarkeit als fragwürdig erscheinen lassen. Er ist eine Art Blackbox, die die weltanschaulichen Auffassungen eines Proponenten enthält, die explizit gemacht werden müssen, um die Begründung nachvollziehbar zu machen. (Siehe bspw. “Sanctity of Life and Human Dignity“, hg. von Kurt Bayertz, insbesondere die kommentierte Bibliographie.)
Bei Information Philosophie ist ein Aufsatz von Theda Rehbock (online nur Leseprobe) und ein Vortrag von Bernhard H.F. Taureck zum Thema Menschenwürde und Bioethik erschienen.
Obwohl ich persönlich einen Begriff der "Menschenwürde" habe, ist er in ethischen Begründungen sehr problematisch, weil er weltanschaulich aufgeladen und von "Dogmen geprägt" (Norbert Hoerster) ist, die eine Verallgemeinerbarkeit als fragwürdig erscheinen lassen. Er ist eine Art Blackbox, die die weltanschaulichen Auffassungen eines Proponenten enthält, die explizit gemacht werden müssen, um die Begründung nachvollziehbar zu machen. (Siehe bspw. "Sanctity of Life and Human Dignity", hg. von Kurt Bayertz, insbesondere die kommentierte Bibliographie.) Tim Lewins (Department of History and Philosophy of Science, University of Cambridge) rezensiert bei TPM Online Michael Ruses Buch “Darwinism and its Discontents”. In Ruses Buch geht es nicht hauptsächlich um die folkloristische Debatte um “Intelligent Design”:
“…the book has a far broader scope. Ruse takes on a variety of different thinkers, from a variety of different periods, all of whom have challenged Darwinism in some way or another.“
Ruse untersucht eine Reihe von wissenschaftlichen Beiträgen, die der natürlichen Selektion keine oder eine geringere Rolle in der Biologie einräumen. Auch die Relevanz von Darwins Theorie für die Philosophie wird überprüft. Dabei vertritt er eine mittlere Position, die davon ausgeht, dass sich die Philosophie mit Darwins Prinzipien auseinandersetzen muss, aber beispielsweise eine starke Formulierung der Evolutionären Ethik, die an den naturalistischen Fehlschluss erinnert, unhaltbar ist. Ruse setzt dem seine eigene “Darwinsche Ethik” entgegen. Tim Lewins gibt allerdings zu bedenken, ob es Ruse gelingt, einen Darwinismus zu skizzieren, dem auch andere Darwinisten zustimmen würden. Jedenfalls ist Ruse bemüht zu zeigen, dass es sich um eine richtige Darstellung von Darwins Ideen handelt – und diese Bemühungen machen das Buch so reichhaltig einerseits, aber auch schwer zu überschauen für Leser, die mit der Materie weniger vertraut sind.
In jedem Fall, so schließt Lewins seine Rezension, vermittelt das Buch einen guten Eindruck von den historischen, philosophischen und wissenschaftlichen Kontroversen, die um das Evolutionäre Denken entstanden sind.
Tim Lewins (Department of History and Philosophy of Science, University of Cambridge) rezensiert bei TPM Online Michael Ruses Buch "Darwinism and its Discontents". In Ruses Buch geht es nicht hauptsächlich um die folkloristische Debatte um "Intelligent Design":
"...the book has a far broader scope. Ruse takes on a variety of different thinkers, from a variety of different periods, all of whom have challenged Darwinism in some way or another."
Ruse untersucht eine Reihe von wissenschaftlichen Beiträgen, die der natürlichen Selektion keine oder eine geringere Rolle in der Biologie einräumen. Auch die Relevanz von Darwins Theorie für die Philosophie wird überprüft. Dabei vertritt er eine mittlere Position, die davon ausgeht, dass sich die Philosophie mit Darwins Prinzipien auseinandersetzen muss, aber beispielsweise eine starke Formulierung der Evolutionären Ethik, die an den naturalistischen Fehlschluss erinnert, unhaltbar ist. Ruse setzt dem seine eigene "Darwinsche Ethik" entgegen. Tim Lewins Der größte Produzent von Schweinefleisch hat angekündigt, die Haltung von Sauen in schmalen Einzelboxen schrittweise über die nächsten Jahre abzuschaffen. Für Peter Singer ist das ein “very major development“. Diese Entwicklung verdanke sich dem Einfluss der Konsumenten auf Lebensmittelhersteller wie McDonald’s, die dadurch wiederum veranlasst seien, ihre Lieferanten zur Einführung und Einhaltung ethischer Standards zu drängen. Singer führt weitere Beispiele aus den USA auf, in denen Konsumentenbewusstsein zur Verbesserung der Tierhaltung geführt habe. Der Schlüssel, sagt Singer, liege in der Schärfung des Bewusstseins der Konsumenten davon, was sie essen.
Der größte Produzent von Schweinefleisch hat angekündigt, die Haltung von Sauen in schmalen Einzelboxen schrittweise über die nächsten Jahre abzuschaffen. Für Peter Singer ist das ein "very major development". Diese Entwicklung verdanke sich dem Einfluss der Konsumenten auf Lebensmittelhersteller wie McDonald's, die dadurch wiederum veranlasst seien, ihre Lieferanten zur Einführung und Einhaltung ethischer Standards zu drängen. Singer führt weitere Beispiele aus den USA auf, in denen Konsumentenbewusstsein zur Verbesserung der Tierhaltung geführt habe. Der Schlüssel, sagt Singer, liege in der Schärfung des Bewusstseins der Konsumenten davon, was sie essen.