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	<title>Das Philoblog &#187; Analytische Philosophie</title>
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	<description>Artikel, Links, Nachrichten zur Philosophie</description>
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		<title>Wilhelm Vossenkuhl über Derek Parfits &#8220;On What Matters&#8221;: &#8220;Ein Werk der Superlative&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 07:52:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wilhelm Vossenkuhl rezensiert in der NZZ Derek Parfits voluminöses neues Buch &#8220;On What Matters&#8220;. (Weitere Hinweise zu dem Buch hier.) Vossenkuhl gibt einen guten Überblick von Parfits Argumentation. Mit seiner Einheitstheorie der Moral, die das &#8220;richtig zusammengefügte und von Fehlern bereinigte Alte&#8221; der Konzeptionen von Kant, Scanlon und Sidgwick enthalte, tritt er gegen &#8220;internalistische&#8221; Moraltheorien [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wilhelm Vossenkuhl <a href="http://www.nzz.ch/magazin/buchrezensionen/worauf_es_wirklich_ankommt_1.14698069.html">rezensiert in der NZZ</a> Derek Parfits voluminöses neues Buch &#8220;<a href="http://www.amazon.de/dp/0199265925/ref=nosim?tag=philob-21">On What Matters</a>&#8220;. (Weitere Hinweise zu dem Buch <a href="http://philoblog.de/tag/on-what-matters/">hier</a>.)</p>
<p>Vossenkuhl gibt einen guten Überblick von Parfits Argumentation. Mit seiner Einheitstheorie der Moral, die das &#8220;richtig zusammengefügte und von Fehlern bereinigte Alte&#8221; der Konzeptionen von Kant, Scanlon und Sidgwick enthalte, tritt er gegen &#8220;internalistische&#8221; Moraltheorien an, die sich auf Hume berufen und &#8220;auf die Kraft von Motiven, Wünschen und Willensakten&#8221; setzen. Seiner wertbasierten Theorie fällt auch die mikroökonomische Theorie des Begehrens zum Opfer.</p>
<p>Da man mit Parfits Theorie Schritt für Schritt zu konkreten Zielen moralischen Handelns &#8211; wie dem Verzicht von Reichen auf einige Luxusgüter oder die Bewahrung des Planeten &#8211; kommt, &#8220;<em>ist «On What Matters» trotz den erwähnten Defiziten ein Werk der Superlative, das die geduldige Lektüre lohnt</em>&#8220;.</p>
<p>.</p>
<p style="text-align: center;"><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=philob-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;asins=0199572801&#038;ref=tf_til&#038;fc1=000000&#038;IS2=1&#038;lt1=_blank&#038;m=amazon&#038;lc1=0000FF&#038;bc1=000000&#038;bg1=FFFFFF&#038;f=ifr" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe> . <iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=philob-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;asins=019957281X&#038;ref=tf_til&#038;fc1=000000&#038;IS2=1&#038;lt1=_blank&#038;m=amazon&#038;lc1=0000FF&#038;bc1=000000&#038;bg1=FFFFFF&#038;f=ifr" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe> . <iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=philob-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;asins=0199265925&#038;ref=tf_til&#038;fc1=000000&#038;IS2=1&#038;lt1=_blank&#038;m=amazon&#038;lc1=0000FF&#038;bc1=000000&#038;bg1=FFFFFF&#038;f=ifr" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
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		<title>Geld als Kriterium für Philosophie</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 09:41:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Akademisches]]></category>
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		<description><![CDATA[Clark Glymour hatte ja in seinem Manifest zur Philosophie (Bericht hier) aufgrund der von ihm diagnostizierten Nutzlosigkeit der &#8220;kontinentalen&#8221; und der &#8220;analytischen&#8221; Philosophie geschlussfolgert, dass man auf verschiedene Philosophiedepartments verzichten könnte &#8211; außer sie würden Förderbeträge in Millionenhöhe akquirieren. Das führt unmittelbar zu der Frage, woher Geld zur Förderung von Philosophie kommt. Natürlich nur von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Clark Glymour hatte ja in seinem Manifest zur Philosophie (Bericht <a href="http://philoblog.de/2011/12/29/scholastische-streitereien/">hier</a>) aufgrund der von ihm diagnostizierten Nutzlosigkeit der &#8220;kontinentalen&#8221; und der &#8220;analytischen&#8221; Philosophie geschlussfolgert, dass man auf verschiedene Philosophiedepartments verzichten könnte &#8211; außer sie würden Förderbeträge in Millionenhöhe akquirieren.</p>
<p>Das führt unmittelbar zu der Frage, woher Geld zur Förderung von Philosophie kommt. Natürlich nur von da, wo es welches gibt. Und das würde dann faktisch definieren, was praktizierte Philosophie ist. Es gibt nämlich bestimmte typische Arten von Geldgebern. Eine Art, die Kennern sofort ins Auge springt, hat <a href="http://el-prod.baylor.edu/certain_doubts/?p=3114">Keith de Rose</a> erwähnt. Sein Beispiel ist die Templeton Foundation, die in den letzten Jahren schon diverse Millionen verteilt hat, um philosophische Untersuchungen von Spiritualität und Religion zu fördern (siehe zum Beispiel <a href="http://philoblog.de/2007/03/15/charles-taylor-erhalt-hochdotierten-preis-fur-spiritualitat/">diese kommentarlose Notiz</a>) &#8211; und dies in Zukunft weiter tun wird. Also ein Sachgebiet, das Clark Glymour vermutlich eher nicht im Sinn hat. Zurecht stellt Keith de Rose fest: Man kann, wenn man Glymours Kriterium anwendet, daraus nur schließen, dass das, was in den nächsten Jahren <strong>richtige </strong>Philosophie ist, mit Religion und Glauben zu tun hat.</p>
<p>Man sieht daran ganz gut, 1.) welche Kanalisierungseffekte ein Vorschlag wie der von Glymour haben wird, und 2.) wie gut sich ein &#8220;Szientismus&#8221; / &#8220;Positivismus&#8221; im schlechtesten Sinn und religiöse Vorstellungen ergänzen.</p>
<p>Nüchtern soziologisch muss man aber wohl auch feststellen, dass wir in einer Glymour-Welt leben. Als Beleg ein Zitat von <a href="http://schwitzsplinters.blogspot.com/2011/12/against-increasing-power-of-grant_23.html">Eric Schwitzgiebel</a>: &#8220;In ancient Greece, the sophists were the ones getting grants&#8221;.</p>
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		<title>Michael Dummett (1925-2011)</title>
		<link>http://philoblog.de/2012/01/02/michael-dummett-1925-2011/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 09:53:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der britische Philosoph Michael Dummett ist am 27. Dezember 2011 gestorben. Dummett ist unter anderem als Interpret von Gottlob Frege und Ludwig Wittgenstein bekannt. In seinem Buch &#8220;Ursprünge der analytischen Philosophie&#8221; zeigt er, dass zu den Vorreitern der Analytischen Philosophie Brentano, Frege und Husserl gehören. Gegen den Realismus, für den Wahrheit durch einen Zustand in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der britische Philosoph <a href="http://www.all-souls.ox.ac.uk/people.php?personid=145">Michael Dummett</a> ist am 27. Dezember 2011 gestorben.</p>
<p>Dummett ist unter anderem als Interpret von Gottlob Frege und Ludwig Wittgenstein bekannt. In seinem Buch &#8220;<a href="http://www.amazon.de/dp/351828603X/ref=nosim?tag=philob-21">Ursprünge der analytischen Philosophie</a>&#8221; zeigt er, dass zu den Vorreitern der Analytischen Philosophie Brentano, Frege und Husserl gehören. Gegen den Realismus, für den Wahrheit durch einen Zustand in der &#8220;wirklichen Welt&#8221; verbürgt wird, hat Dummett im Anschluss an Wittgenstein einen Anti-Realismus vertreten.<br />
Zuletzt hat er &#8220;<a href="http://www.amazon.de/dp/0231150539/ref=nosim?tag=philob-21">The Nature and Future of Philosophy</a>&#8221; veröffentlicht, worin er für eine Überwindung der Gräben zwischen unterschiedlichen philosophischen Denkschulen plädiert.</p>
<p>Dummett hat sich politisch aktiv gegen Rassismus engagiert. Während des Zweiten Weltkrieges trat er zum katholischen Glauben über und hat später gelegentlich die katholische Orthodoxie verteidigt.</p>
<p>Nachrufe auf Dummett gibt es beim <a href="http://www.guardian.co.uk/world/2011/dec/28/sir-michael-dummett">Guardian</a> und beim <a href="http://www.telegraph.co.uk/news/obituaries/culture-obituaries/8981654/Professor-Sir-Michael-Dummett.html">Telegraph</a>. (<strong>Update</strong>: <a href="http://derblindehund.wordpress.com/2012/01/05/erinnerungen-an-michael-dummett/">Der blinde Hund</a> hat auf die Nachrufe und Erinnerungen von Hilary Putnam, Crispin Wright und vielen anderen im <a href="http://opinionator.blogs.nytimes.com/2012/01/04/remembering-michael-dummett/">Opinionator-Blog der New York Times</a> hingewiesen.)<br />
Biografische Notizen gibt es bei den <a href="http://www.giffordlectures.org/Author.asp?AuthorID=257">Gifford-Lectures</a> und bei Wikipedia (<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Michael_Dummett">englisch</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Dummett">deutsch</a>)</p>
<p>.</p>
<p style="text-align: center;"><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=philob-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;asins=351828603X&#038;ref=tf_til&#038;fc1=000000&#038;IS2=1&#038;lt1=_blank&#038;m=amazon&#038;lc1=0000FF&#038;bc1=000000&#038;bg1=FFFFFF&#038;f=ifr" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe> . <iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=philob-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;asins=0674537866&#038;ref=tf_til&#038;fc1=000000&#038;IS2=1&#038;lt1=_blank&#038;m=amazon&#038;lc1=0000FF&#038;bc1=000000&#038;bg1=FFFFFF&#038;f=ifr" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe> . <iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=philob-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;asins=0231150539&#038;ref=tf_til&#038;fc1=000000&#038;IS2=1&#038;lt1=_blank&#038;m=amazon&#038;lc1=0000FF&#038;bc1=000000&#038;bg1=FFFFFF&#038;f=ifr" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
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		<title>Scholastische Streitereien</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Dec 2011 12:25:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es scheint akademischen Philosophen ein Bedürfnis zu sein, sich abzugrenzen. Zunächst natürlich einmal gegen die Vulgär- und Popularphilosophie. Aber dann auch gegen Traditionen und Denkschulen innerhalb des eigenen Faches. Invektiven in diese Richtung wird jeder Philosoph vermutlich kennen, wenn er sich nicht sogar selbst daran beteiligt. Ein neues schönes Beispiel liefert die aktuelle Debatte um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es scheint akademischen Philosophen ein Bedürfnis zu sein, sich abzugrenzen. Zunächst natürlich einmal gegen die Vulgär- und Popularphilosophie. Aber dann auch gegen Traditionen und Denkschulen innerhalb des eigenen Faches. Invektiven in diese Richtung wird jeder Philosoph vermutlich kennen, wenn er sich nicht sogar selbst daran beteiligt.</p>
<p>Ein neues schönes Beispiel liefert die aktuelle Debatte um <a href="http://choiceandinference.com/2011/12/23/in-light-of-some-recent-discussion-over-at-new-apps-i-bring-you-clark-glymours-manifesto/">Clark Glymours Manifest</a>, in dem nicht gekleckert, sondern geklotzt wird. Man würde Nichts verlieren, so Glymour, wenn einige Geisteswissenschaftler entlassen würden und mit dem Besen in der Hand arbeiten müssten. Ihm gefällt die &#8220;formale Philosophie&#8221; besser als die &#8220;kontinentale&#8221;, und er bezeichnet den von ihm bevorzugten Ansatz als &#8220;materiale Philosophie&#8221;. Die Beispiele, die er gibt, haben mit Computern, Statistik, Spieltheorie usw. zu tun. Mit Logik, Mathematik und Programmierkenntnissen könne man eben besser philosophieren als nur mit Intuition. Deshalb würde sich die &#8220;konventionelle&#8221; analytische Philosophie auch überflüssig machen (die &#8220;kontinentale&#8221; wurde zuvor ja schon in den Sack gesteckt). Die Arbeiten von Philosophen seien ohne Einfluss, und deshalb könne man Philosophy Departments schließen, außer sie würden Mittel in Millionenhöhe einwerben.</p>
<p>Insofern hat die Art von Scholastik, die Glymour betreibt und als materiale Philosophie bezeichnet, also auch materiale Konsequenzen. Seine großzügig selbstherrliche Einschätzung provozierte denn auch ein großes Hallo in den Weblogs, bspw. <a href="http://www.newappsblog.com/2011/12/clark-gleymour-responds.html">hier</a> und <a href="http://www.newappsblog.com/2011/12/glymour-against-philosophy.html">hier</a>. Eine deutliche Tendenz in den Kommentaren ist ein gewisser Überdruss darüber, dass derartige Haltungen wie die von Glymour immer noch virulent sind.</p>
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		<title>Freier Zugang zu &#8220;Erkenntis&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Nov 2011 08:29:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Zeitschrift &#8220;Erkenntnis&#8221; ist eine renommierte Fachpublikation, die man wohl am ehesten mit der analytischen Philosophie in Verbindung bringt. Die Zeitschrift hat eine bewegte Geschichte. Unter anderem musste sie 1939 ihr Erscheinen einstellen und wurde 1975 wieder ins Leben gerufen. Maßgabe für Beiträge war, wie Carl Gustav Hempel schrieb, &#8220;adherence to high standards of clarity [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zeitschrift &#8220;Erkenntnis&#8221; ist eine renommierte Fachpublikation, die man wohl am ehesten mit der analytischen Philosophie in Verbindung bringt. Die Zeitschrift hat eine bewegte Geschichte. Unter anderem musste sie 1939 ihr Erscheinen einstellen und wurde 1975 wieder ins Leben gerufen. Maßgabe für Beiträge war, wie <a href="http://www.springerlink.com/content/kr37172014020822/fulltext.pdf">Carl Gustav Hempel schrieb</a>, &#8220;adherence to high standards of clarity of statement and cogency of reasoning&#8221;.<br />
 Alle Beiträge in &#8220;<a href="http://www.springer.com/philosophy/journal/10670">Erkenntnis</a>&#8221; sind bis zum 31.12.2011 frei erhältlich.</p>
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		<title>Was wäre ein selbstbestimmtes Leben? Rezensionen zu Peter Bieris &#8220;Wie sollen wir leben?&#8221;</title>
		<link>http://philoblog.de/2011/10/22/was-ware-ein-selbstbestimmtes-leben-rezensionen-zu-peter-bieris-wie-sollen-wir-leben/</link>
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		<pubDate>Sat, 22 Oct 2011 07:21:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach seiner Reflexion über das &#8220;Handwerk der Freiheit&#8220;, in der Peter Bieri, statt philosophische Lehren und Positionen aufzuzählen, sich in einer literarisch-philosophischen Weise einem lebensrelevanten Begriff von Freiheit nähert, ist nun mit seinem neuen Buch &#8220;Wie sollen wir leben?&#8221; ein weiterer solcher Versuch erschienen, in dem es um Selbstbestimmung und Selbsterkenntnis geht. Bieri entfaltet explizit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach seiner Reflexion über das &#8220;<a href="http://www.amazon.de/dp/3596156475/ref=nosim?tag=philob-21">Handwerk der Freiheit</a>&#8220;, in der Peter Bieri, statt philosophische Lehren und Positionen aufzuzählen, sich in einer literarisch-philosophischen Weise einem lebensrelevanten Begriff von Freiheit nähert, ist nun mit seinem neuen Buch &#8220;<a href="http://www.amazon.de/dp/3701715637/ref=nosim?tag=philob-21">Wie sollen wir leben?</a>&#8221; ein weiterer solcher Versuch erschienen, in dem es um Selbstbestimmung und Selbsterkenntnis geht. </p>
<p>Bieri entfaltet explizit ein Verständnis von Philosophie, dass sie nicht auf reine &#8220;begriffliche Turnübungen&#8221; beschränkt, sondern sie bei der Klärung lebenspraktischer Fragen an die Seite der Psychologie stellt.</p>
<p>Rezensionen zu &#8220;Wie sollen wir leben?&#8221; haben Christian Geyer in der <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/sachbuch/peter-bieri-wie-wollen-wir-leben-wollen-sie-autor-oder-schauplatz-ihres-erlebens-sein-11131340.html">FAZ</a> und Manfred Geier in der <a href="http://www.sueddeutsche.de/W5f38U/246825/Die-anderen-sind-wir-selbst.html">Süddeutschen</a> geschrieben.</p>
<p>.</p>
<p style="text-align: center;"><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=philob-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;asins=3701715637&#038;ref=tf_til&#038;fc1=000000&#038;IS2=1&#038;lt1=_blank&#038;m=amazon&#038;lc1=0000FF&#038;bc1=000000&#038;bg1=FFFFFF&#038;f=ifr" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe> . <iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=philob-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;asins=3596156475&#038;ref=tf_til&#038;fc1=000000&#038;IS2=1&#038;lt1=_blank&#038;m=amazon&#038;lc1=0000FF&#038;bc1=000000&#038;bg1=FFFFFF&#038;f=ifr" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
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		<title>Berichte vom Deutschen Kongress für Philosophie</title>
		<link>http://philoblog.de/2011/09/19/berichte-vom-deutschen-kongress-fur-philosophie/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Sep 2011 09:29:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analytische Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Verschiedenes]]></category>
		<category><![CDATA[Kongress]]></category>
		<category><![CDATA[Slavoj Zizek]]></category>
		<category><![CDATA[Uwe Justus Wenzel]]></category>

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		<description><![CDATA[Christian Schlüter berichtet in der Frankfurter Rundschau vom Deutschen Kongress für Philosophie. Er geht dabei hauptsächlich auf den Versuch ein, den Kongress zu öffnen und die Philosophie auch den interessierten Bürgern nahezubringen. Jan Küveler meint, in der Welt den Vortrag einer Nachwuchsphilosophin als uninteressant vorführen zu müssen, und findet dagegen ausgerechnet das Kolloquium mit Slavoj [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Christian Schlüter berichtet in der <a href="http://www.fr-online.de/kultur/muenchener-kongress-fuer-philosophie--o-zapft-is--,1472786,10861770.html">Frankfurter Rundschau</a> vom Deutschen Kongress für Philosophie. Er geht dabei hauptsächlich auf den Versuch ein, den Kongress zu öffnen und die Philosophie auch den interessierten Bürgern nahezubringen.</p>
<p>Jan Küveler meint, in der <a href="http://www.welt.de/print/die_welt/kultur/article13608136/Einhoerner-auf-der-Rueckseite-des-Mondes-Einhoerner-auf-der-Rueckseite-des-Mondes.html">Welt </a>den Vortrag einer Nachwuchsphilosophin als uninteressant vorführen zu müssen, und findet dagegen ausgerechnet das Kolloquium mit Slavoj Zizek &#8220;<em>interessanter als die systemimmanenten Spielchen einer sogenannten analytischen Philosophie, die verschleiern will, dass sie bloß Eulen nach Athen trägt.</em>&#8221;</p>
<p>Bei <a href="http://habermas-rawls.blogspot.com/2011/09/reports-from-22nd-german-congress-of.html">Political Theory</a> und bei <a href="http://www.dradio.de/dkultur/kulturpresseschau/fazit/1556842/">Deutschlandradio Kultur</a> gibt es einen Bericht über einen Artikel in der Süddeutschen.</p>
<p><strong>Update</strong>: Einen weiteren, etwas detailierteren Bericht, hat <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/im_raum_der_gruende_1.12592032.html">Uwe Justus Wenzel in der NZZ</a> veröffentlicht.</p>
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		<title>Carnap-Video auf YouTube</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 10:22:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analytische Philosophie]]></category>
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		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Rudolf Carnap]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[werte]]></category>
		<category><![CDATA[Wiener Kreis]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftlichkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf YouTube und anderen Videoplattformen gibt es nur wenige deutschsprachige Videos zur Philosophie. Noch weniger Philosophievideos gibt es dort, die nicht der Postmoderne, Heidegger oder Frankfurter Schule gewidmet sind. Der blinde Hund hat erfreulicherweise bemerkt, dass vor kurzem ein dreiteiliges Video eines Interviews, das Willy Hochkeppel 1964 mit Rudolf Carnap geführt hat, gepostet wurde. So [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf YouTube und anderen Videoplattformen gibt es nur wenige deutschsprachige Videos zur Philosophie. Noch weniger Philosophievideos gibt es dort, die nicht der Postmoderne, Heidegger oder Frankfurter Schule gewidmet sind.</p>
<p><a href="http://derblindehund.wordpress.com/2011/09/01/carnap-im-interview/">Der blinde Hund</a> hat erfreulicherweise bemerkt, dass vor kurzem ein dreiteiliges Video eines Interviews, das Willy Hochkeppel 1964 mit Rudolf Carnap geführt hat, gepostet wurde. So hatte ich zum ersten Mal Gelegenheit, Carnap im Originalton zu hören und zu sehen. Dem Urteil des blinden Hundes kann ich mich anschließen: &#8220;sympathisch zurückhaltend&#8221;. Unter anderem betont Carnap, dass Wissenschaftlichkeit Kooperation möglich macht, im Unterschied zu einer &#8220;monologischen&#8221; Philosophie. Weitere Themen sind Fortschritt in der Philosophie, Bedeutung und Entwicklung der Logik, insbesondere der induktiven Logik, und am Ende des letzten Teils gibt es ein paar interessante Bemerkungen zu Tatsachen- und Wertfragen.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=hhx02mtYskk">Der erste Teil</a> scheint unvollständig zu sein &#8211; er läuft nur 36 Sekunden und enthält offenbar nur das Intro. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=27wrZpGZcBg">Der zweite</a> und <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Tx4ESeUk1zA">dritte Teil</a> scheinen vollständig zu sein.</p>
<p>.<br />
<iframe width="500" height="375" src="http://www.youtube.com/embed/27wrZpGZcBg" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>.</p>
<p><iframe width="500" height="375" src="http://www.youtube.com/embed/Tx4ESeUk1zA" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><a href="http://philoblog.de/tag/rudolf-carnap/">Mehr zu Carnap</a>.</p>
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		<title>Sonderausgabe der Philosophical Quarterly online</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Aug 2011 13:31:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analytische Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Antike]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Links]]></category>
		<category><![CDATA[Moralphilosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Aristoteles]]></category>
		<category><![CDATA[Bernard Williams]]></category>
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		<description><![CDATA[Wieder eine philosophische Zeitschrift, die in einer Sonderausgabe ausgewählte Artikel aus bisherigen Ausgaben versammelt und als virtuelle Sonderausgabe online stellt &#8211; diesmal ist es The Philosophical Quarterly, mit Klassikern von Gilbert Ryle, Gregory Vlastos oder dem bemerkenswerten, möglicherweise technisch überdrehten Aufsatz von Bernard Williams &#8220;Aristotle on the Good: A Formal Sketch&#8220;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wieder eine philosophische Zeitschrift, die in einer Sonderausgabe ausgewählte Artikel aus bisherigen Ausgaben versammelt und als virtuelle Sonderausgabe online stellt &#8211; diesmal ist es <a href="http://onlinelibrary.wiley.com/journal/10.1111/%28ISSN%291467-9213/homepage/a_virtual_issue_from_the_pq.htm">The Philosophical Quarterly</a>, mit Klassikern von Gilbert Ryle, Gregory Vlastos oder dem bemerkenswerten, möglicherweise technisch überdrehten Aufsatz von Bernard Williams &#8220;<a href="http://onlinelibrary.wiley.com/journal/10.1111/(ISSN)1467-9213/homepage/Vol._12.49_pp.289-296.pdf">Aristotle on the Good: A Formal Sketch</a>&#8220;</p>
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		<title>Jürgen Habermas über die Bedeutung der emigrierten jüdischen Philosophen für die Bundesrepublik</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Jul 2011 10:15:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Akademisches]]></category>
		<category><![CDATA[Analytische Philosophie]]></category>
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		<description><![CDATA[Auf der Tagung &#8220;Jüdische Stimmen im Diskurs der sechziger Jahre&#8221; hat Jürgen Habermas einen Vortrag gehalten, der bei der NZZ unter dem Titel &#8220;Grossherzige Remigranten. Über jüdische Philosophen in der frühen Bundesrepublik. Eine persönliche Erinnerung&#8221; zu lesen ist. Habermas berichtet von der nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs nur langsam einsetzenden Rezeption deutscher jüdischer Emigranten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der Tagung &#8220;Jüdische Stimmen im Diskurs der sechziger Jahre&#8221; hat Jürgen Habermas einen Vortrag gehalten, der bei der NZZ unter dem Titel &#8220;<a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/literatur_und_kunst/grossherzige_remigranten_1.11143533.html">Grossherzige Remigranten. Über jüdische Philosophen in der frühen Bundesrepublik. Eine persönliche Erinnerung</a>&#8221; zu lesen ist.<br />
Habermas berichtet von der nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs nur langsam einsetzenden Rezeption deutscher jüdischer Emigranten, die auch nur teilweise und mit größeren Abständen an die deutschen Universitäten zurückkehrten. Das Emigrantenschicksal Ernst Cassirers, Karl Löwiths oder Helmuth Plessners habe die junge Generation argwöhnisch gemacht gegen das spezifisch Deutsche. So habe bspw. Plessners &#8220;<em>auf gegenseitige Schonung und Takt angelegtes Konzept vom Menschen</em>&#8221; eine Gegenposition zum autoritären Institutionalismus Arnold Gehlens dargestellt, der zu den Kollegen gehört hatte, die im Nationalsozialismus &#8220;<em>munter weitermachten</em>&#8220;.</p>
<p>Adorno und Horkheimer haben mit ihrem Frankfurter Institut in der Soziologie einen der Pole dargestellt, aber innerhalb der Philosophie ein geringes &#8220;<em>standing</em>&#8221; gehabt. Adornos Fremdheit unter den Kollegen habe sich in äußeren Gesten und im Stil gespiegelt. Wirkungsgeschichtlich sei eine Kluft zu beachten &#8220;<em>zwischen dem reformistischen, geradezu sozialdemokratischen Tenor des Volkspädagogen und dem rabenschwarzen Totalitätsdenken des Philosophen Adorno</em>&#8220;:<br />
&#8220;<em>Der eine schrieb über «die Wunde Heine» und betrieb «Aufarbeitung der Vergangenheit», der andere arbeitete in Einsamkeit und Freiheit an der «negativen Dialektik». </em>&#8221;</p>
<p>Auch den emigrierten Philosophen der analytischen Philosophie erging es in der frühen Bundesrepublik nicht besser. Institutionell schwach verankert, fasste sie erst durch eine neue Aneignung bspw. durch Ernst Tugendhat und Günter Patzig Fuß. Heute bestimme sie die Standards der Argumentation, die Konkurrenz der Schulen sei überwunden.</p>
<p>Entscheidend für die öffentliche Wirkung seien aber auch die nicht zurückgekehrten jüdischen Philosophen, die die wissenschaftlichen und öffentlichen Diskussionen geprägt haben: Ludwig Wittgenstein, Karl Popper, Vertreter des Wiener Kreises oder Hans Jonas, aber auch Intellektuelle wie Walter Benjamin und Gershom Scholem.</p>
<p>Die Zivilisierung der politischen Kultur der Bundesrepublik verdanke sich zu einem großen Teil den jüdischen Emigranten, so Habermas&#8217; Fazit.</p>
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