:-> Plato with emoticons :^D – um den heutigen Studenten den kognitiven Zugang zur Philosophie zu erleichtern. Witzig und pädagogisch fürs Erste vielleicht gar nicht so schlecht.
Herlinde Pauer-Studer erhält EU-Förderung
Herlinde Pauer-Studer von der Universität Wien erhält den “ERC Advanced Grant” der EU für ihr Projekt “Der Holocaust und die Normativität des Bösen“.
Die meistzitierten Autoren 2007 in den Geisteswissenschaften
sind einer ISI-Studie zufolge
1. Foucault
2. Bourdieu
3. Derrida
Mehr hier. Keine Überraschung. Das sagt viel über die derzeitigen verworrenen Debatten und Standards aus. Siehe auch teh Internets.
Gedenkveranstaltung zum 150. Todestag von Arthur Schopenhauer
Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste in Düsseldorf hat für Freitag, den 30.4.2010, von 15 bis ca. 19 Uhr, eine Gedenkveranstaltung zum 150. Todestag von Arthur Schopenhauer organisiert. Wolfram Hogrebe, Markus Gabriel, Dieter Birnbacher und Kai Vogeley werden zu verschiedenen Themen Vorträge halten. Die Veranstaltung ist nach vorheriger Anmeldung frei zugänglich.
Das Vortragsprogramm:
Prof. Dr.Wolfram Hogrebe: Einführung
Prof. Dr. Markus Gabriel: Im Spiegelkabinett. Die Welt als Vorstellung
Prof. Dr. Dieter Birnbacher: Nahmoral und Fernmoral. Ein Dilemma für die Mitleidsethik
Prof. Dr. Dr. Kai Vogeley: Die Welt: Fiktion des Gehirns
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Studier nicht Geisteswissenschaften!
Thomas H. Benton hat im Chronicle of Higher Education einen Artikel veröffentlicht, in dem er eindringlich davor warnt, ein geisteswissenschaftliches Studium an einer Graduate School aufzunehmen: “The Big Lie About the ‘Life of the Mind’“. Offenbar beobachtet und kommentiert Benton seit Jahren die berufliche Situation von Absolventen geisteswissenschaftlicher Fächer in den USA. Die Situation dort ist sicher anders, und in Manchem vielleicht extremer als in Deutschland. Doch so ganz unvertraut kommen einem seine Beschreibungen von frustrierender Jobsuche und falschen Versprechungen und Erwartungen nicht vor.
Schon in früheren Artikeln war sein Fazit: “Lass es einfach!” Die Berufsaussichten für Geisteswissenschaftler seien schlecht, die finanzielle und psychische Belastung für Graduierte auf der in den meisten Fällen jahrelangen Jobsuche extrem. Im Prinzip sei ein höherer Abschluss in einem geisteswissenschaftlichen Fach nur für Leute geeignet, die keine finanziellen Sorgen haben – also Kinder wohlhabender Eltern oder Partner von etablierten Berufstätigen. Ein PH.D. sei ein zu großes berufliches Risiko, die Professoren würden diese Realität kaum ausreichend ihren Studenten vermitteln, und der leisen Hoffnung, gut genug für eine der wenigen Anstellungen im akademischen Bereich zu sein, stünde die Inflation an Absolventen gegenüber.
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Linksammlung 2009-01-27
Ein Video eines im November 2009 in Moskau gehaltenen Vortrages von Jürgen Habermas mit dem Titel “Religion, Law and Politics – On Political Justice in a Multicultural World Society” ist hier zu sehen. (Das Weblog Political Theory verlinkte es unter dem Titel “The Internal Relationship Between Human Dignity and Human Rights”. Von dort auch der Link zu einem Video einer Diskussion von Habermas mit russischen Kollegen).
Die Beiträge zur jüngsten Ausgabe der Hume Studies, Volume 34, Number 1, April 2008 sind als HTML- und als PDF-Version kostenlos erhältlich. Darin u.a.:
- Politeness, Paris and the Treatise
- Reason in Hume’s Passions
- A Conversation between Annette Baier and Anik Waldow about Hume’s Account of Sympathy
- The Miseries of Life: Hume and the Problem of Evil
Hans Albert über Fundamentalismus
Die Dankesrede, die Hans Albert zur Annahme der Ehrendoktorwürde der Universität Klagenfurt im Jahr 2007 gehalten hat, ist als PDF-Datei auf der Webseite der Uni downloadbar. Offenbar handelt es sich um das Originalmanuskript, das eine Handvoll kleinerer handschriftlicher Änderungen enthält.
Soweit ich sehe, enthält die Rede nichts Neues gegenüber den bisherigen Veröffentlichungen Alberts. Er beschreibt die religiösen Wurzeln bekannter Fundamentalismen, und deren Funktion zur Steuerung und Stabilisierung von Erkenntnissen und Autoritäten. Kritikimmunität und privilegierter Erkenntniszugang sind wesentliche Kennzeichen des Fundamentalismus. Dies steht dem Kritizismus der Aufklärung entgegen. Man kann daher nicht fordern, wie Jürgen Habermas es tut, dem religiösen Denken eine Sonderstellung einzuräumen.
Neuro-Enhancement und Neuroethik: Neil Levy
Neil Levy hat den Eureka Prize for Research in Ethics 2009 der Australian Catholic University erhalten. Der Webseite des Australian Museum zufolge ist Levy (University of Melbourne und Oxford University) ein Pionier der Neuroethik. Er vertritt die These, dass – informierte Einwilligung vorausgesetzt – psychopharmazeutische Behandlung der individuellen Authentizität keinen Abbruch tut. “Dr Levy also argues we need to stop seeing the brain as sacrosanct.”
Seine Positionen hat Levy in dem Buch Neuroethics: Challenges for the 21st Century dargelegt. [via]
Update: Boing Boing hat einen Bericht zur Verwendung von chemischen Substanzen zu militärischen Zwecken. Er bezieht sich auf einen Artikel von Malcolm Dando in Nature: Biologists napping while work militarized. Um das Offenkundige explizit zu machen: Natürlich hat dieser Einsatzzweck nichts mit informierter Einwilligung zu tun. Ausführlicher äußert sich dazu Stephan Schleim: “Neuro-Waffen auf dem Vormarsch”.
Sixty Symbols – 60 Symbole der Physik und Astronomie im Video erklärt
Die Universität Nottingham ist erfreulich kreativ in der Aufbereitung von Informationen fürs Internet. Die “Periodic Table of Videos” gibt es schon ein Weilchen (hier habe ich sie kurz erwähnt). Die Seite liefert kurze Videos zu jedem Element des Periodensystems, und sie wird laufend ergänzt und aktualisiert.
Im Rückspiegel habe ich heute gelesen, dass die Universität Nottingham außerdem die Webseite Sixty Symbols unterhält. Dort werden zu 60 Symbolen aus Physik und Astronomie kurze Videos bereitgehalten. Da geht es beispielsweise um Brain Imaging, die Drinking Duck, Planeten, die Rotverschiebung oder Fraktale. Großartig! Wissenschaft mit einem leichten Schwung, leicht zugänglich und doch professionell.
Ob in Nottingham nur die Naturwissenschaften so locker und kreativ sind? Auf den offiziellen Seiten der Universität konnte ich keine weiteren derartigen Internetangebote aus anderen Bereichen finden. Jedenfalls scheint der Campus in Nottingham sehr schön und inspirierend zu sein:
Birnbacher über “Klimaverantwortung als Verteilungsproblem”
Dieter Birnbacher wird aus Anlass der Eröffnung des Promotionsstudiengangs der Fakultät für Philosophie und Erziehungswissenschaft der Ruhr-Universität Bochum am Donnerstag, 14.5.2009 um 18.15 Uhr (Hörsaal HGA 20), den Eröffnungsvortrag mit dem Titel “Klimaverantwortung als Verteilungsproblem” halten.
PhilPapers.org gedeiht
PhilPapers, das Verzeichnis von Online-Aufsätzen und -Büchern (akademischer) Philosophen, ist zwar erst zwei Monate alt, blüht und gedeiht aber prächtig. David Chalmers berichtet von den neuesten Entwicklungen: Benutzerzahlen, 200.000 Pfund frischer Fördermittel, ein Editorsystem zur Kategorisierung der Einträge und schließlich ein Forum und ein Blog.

