Warum ist das Filmangebot bei Streaming-Anbietern so öde?

Ich habe mich immer gewundert, warum das Filmangebot bei Streaming-Anbietern so einseitig ist. Endlich gibt es eine technische Möglichkeit, die vielen Filmschätze, die im Laufe von Jahrzehnten entstanden sind, abrufbar zu halten – aber der Blick in das Angebot der großen Anbieter ist in dieser Hinsicht enttäuschend. Es findet sich nicht viel Klassisches und nicht viel von dem, was schön oder inspirierend ist, aber nicht unbedingt ein globaler Klassenschlager war, und das Wenige, das davon angeboten wird, ist zudem oft schwer zu finden, denn es ist keineswegs prominent platziert.

Das scheint daran zu liegen, dass die Streamingrechte wohl ziemlich teuer sind, wie Tyler Cowen meint. Das hat zur Folge, dass es zu teuer ist, eine riesige Filmbibliothek per Streaming zugänglich zu machen. Wie allerdings Filme, die nicht gezeigt werden, weil sie nirgendwo im Angebot sind, für die Rechteinhaber profitabler sind, ist mir ein Rätsel. Wären Paktelösungen und Mischkalkulationen da nicht einträglicher?

So jedenfalls sind die Angebote im Video-Streaming qualitativ recht mager und werden wohl nur diejenigen rundum befriedigenden, die sich von Hypes plagen lassen.