Ist die Vermögenssteuer oder eine andere Steuer die richtige Maßnahme?

Die Steuerdiskussionen sind für Laien nur schwer nachvollziehbar, insbesondere weil man schnell den Eindruck gewinnt, dass dabei Dinge als ausgemacht postuliert werden, deren Für und Wider man als Rezipient der Rhetorik nicht einmal ansatzweise kennt.

Durch Thomas Piketty ist die Diskussion um die Vermögenssteuer wieder in den Blickpunkt gerückt. Kenneth Arrow denkt bei Crooked Timber darüber nach, ob sie das Ungleichheitsproblem zu lösen in der Lage wäre, welche nachteiligen Effekte sie hätte und ob man nicht eine andere Alternative erwägen sollte.

Utilitaristen sind keine Psychopathen

In den letzten Jahren konnte man von sozialpsychologischen Experimenten lesen, deren Resultate zeigten, so hieß es, dass Personen mit utilitaristischen Überzeugungen seltener Mitleid und Hilfsbereitschaft an den Tag legten als der Durchschnitt. Massimo Pigliucci weist nun im Philosophers’ Magazine und in seinem Weblog darauf hin, dass es sich bei dem hier so bezeichneten Utilitarismus gar nicht um Utilitarismus, sondern um rationalen Egoismus handele – zwei in der Moralphilosophie klar voneinander unterschiedene Positionen. Wenn eine ganze moralphilosophische Strömung aufgrund mangelnder Philosophiekenntnisse durch eine falsche Assoziation mit psychoptahischen Tendenzen diskreditiert werde, so sei das eine Mahnung, mit Bezeichnungen und Begriffen behutsam umzugehen, so Pigliucci.